Gartengeschichte(n)
 
Tulpe und Börse

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Die Tulpe und die Börse

Ghermermert van Kaer Viseroij Bruibe purper Wit en Rod Bood Tul uit saet of bellert
Ghermermert van Kaer
1800 Gulden
Viseroij

4200 Gulden
Bruine purper

2025 Gulden
Wit en Rod Boode
2000 Gulden
Tulp uit saet of bellert
1520 Gulden

Von dieser seltsamen Geschichte blieb nur ein wunderschönes Buch: Verzameling van een meenigte tulipaanen, naar het leven geteekend met hunne naamen, en swaarte der bollen, zoo als die publicq verkogt zijn, te Haarlem in den jaare A. 1637, door P. Cos, bloemist te Haarlem. - Haarlem : [s.n.], 1637. - 75 pl. [nl]., das auch im Netz zu finden ist.

Carolus Clusius Die Tulpe, schon seit mindestens 1000 Jahren in Persien und in der Türkei als Gartenblume geschätzt, gelangten erst im Jahr 1554 nach West-Europa, als der Gesandte des Königs Ferdinand I von Österreich, die Zwiebeln auf dem Markt von Konstantinopel angeboten bekam. Der Gesandte wußte von des Königs Gartenleidenschaft und schickte ihm welche nach Wien, wo sie vom Hofgärtner, Charles de l´Ècluse, eingepflanzt wurden. Eben dieser Gärtner erhielt 1593 eine Einstellung als Professor an der Universität in Leiden, mit im Gepäck nach Holland: einige der ungewöhnlichen Pflanzen! So fanden die Tulpen ihren Weg nach Holland und lösten zwischen 1634 - 37 eine wahre Tulpenmanie aus. Es wurden für eine einzige Zwiebel der Sorte Semper Augustus bis zu 10.000 Gulden bezahlt, wofür man auch zur damaligen Zeit ein Haus erwerben konnte. (Quelle)

Charles de l´Ècluse (lat. Carolus Clusius) gilt auch als derjenige, der die Kartoffel in Europa eingeführt hat.

Hans Bollongier, Stilleben mit Tulpen, 1639 Der Botanische Garten in Leiden, die Wirkungsstätte des Carolus Clusius.

Ihren Anfang nahm die Tulpenmanie im Sommer 1633, als ein friesisches Bauernhaus für drei seltene Tulpen verkauft wurde. Von da an nahm die Hausse ihren ungebremsten Lauf. Und was noch bemerkenswerter ist: Tulpen wurden schließlich zu Zahlungsmitteln. Der Preis für die Zwiebel einer der berühmtesten Tulpen, der Semper Augustus, kletterte von 5.500 Gulden im Jahr 1633 auf 10.000 Gulden im Jahr 1637. »Diese unvorstellbare Summe reichte aus, um eine mehrköpfige holländische Familie das halbe Leben lang mit Essen, Kleidung und Unterkunft zu versorgen oder eines der größten Stadthäuser Amsterdams komplett mit Remise und Garten in bar zu erwerben.« (Quelle)

Kleine Börsengeschichte.

Ambrosius Boschaert: Bouquet of Flowers in an Arch, ca. 1620 Die ausführlichste Geschichte der Tulpenmanie (über mehrere Seiten und spannend geschrieben) gibt es hier: Die Tulpenmanie oder wie vergängliche Schönheit zum Spekulationsobjekt wurde.

Und alles endete mit dem wohl größten Börsenkrach der Weltgeschichte.

iwz: Tulpenrausch in Holland.

Literatur: Tulpenwahn. Die verrückteste Spekulation der Geschichte von Mike Dash.

Die Tulpen aber sind geblieben: Spurensuche zwischen Leiden und Haarlem von Franz Lerchenmüller.

Tulpen wurden weiter im großen Stil angebaut, nicht nur in Holland (Flash-Alarm!), sondern auch in England und in der Gegend um Berlin. Die Berliner Tulpenzucht endete erst im 19. Jahrhundert, als sich die Großstadt weiter ausbreitete.

Zum Abschluß: Die fliegenden Holländer oder das Märchen von der Tulpe.

[Idee und Linkrecherche: Gabi]




Letzte Änderung: 12.01.2003; 21:29:16 Uhr | © Copyright: 2000 - 2002 by Kantel-Chaos-Team | Kontakt: der@schockwellenreiter.de

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