Potsdam - Bugastadt 2001
 
Jagdschloß Stern und Dreilinden

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Gabi und Jörg Kantel

Jadschloß Stern und Dreilinden

Jagdschloß Stern

Jagdschloß Stern ist ein holländischer Bau, quadratisch in rotem Backstein aufgeführt, mit einem Giebel in Front, einem Jagdhorn über der Tür und einem eingeätzten Stern im Mittelfenster. Es besteht nur aus einem Eßsaal, einer Küche und einem Schlafzimmer, drei Räume, die ihre Einrichtung und ihren Charakter bis auf diese Stunde beibehalten haben.
(Theodor Fontane)

Der wegen seiner Sparsamkeit berüchtigte Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. baute während seiner Amtszeit nur zwei Schlösser. Einmal Schloß Königswusterhausen, das er in den Sommer- und Herbstmonaten bewohnte und dann das kleine, im Stil holländischer Bürgerhäuser erbaute Jagdschloß Stern. Friedrich Wilhelm I. war ein passionierter Jäger. Daher ließ er zwischen 1724 und 1729 in der sogenannten Parforceheide südöstlich der Stadt ein Schneisensystem im Wald anlegen, dessen Wege sternförmig auf einen Platz zuliefen. An dieser Stelle ließ sich der König von 1731 bis 1732 das kleine Jagdschlößchen errichten.

Schloß DreilindenDas Schloß wurde zum unmittelbaren Vorbild für das Holländische Viertel in Potsdam. Während der Jagdsaison fand hier auch das legendäre Tabakskollegium des Soldatenkönigs statt.

Das Jagdschloß Dreilinden (erbaut 1869) war ebenfalls Schauplatz einer berühmten Tafelrunde, die der Hausherr, Prinz Friedrich Karl von Preußen, veranstaltete und die im Schlößchen tagte, nie mehr als 12 Personen umfaßte und aus einem festen Kreis bestand. Bekannt waren der »Hausdichter« des Kreises, der Schriftsteller und Maler Balduin Möllhausen, in seiner Jugendzeit Forschungsreisender und Trapper, Brugsch Pascha, ein weitgereister Ägyptologe, mit dem Prinz Karl 1882 eine Reise in den vorderen Orient unternahm und auch Theodor Fontane, der dem Schlößchen ein literarisches Denkmal setzte.

Das Jagdschloß wurde 1954 von einem ignoranten Berliner Senat völlig unnötigerweise »entsorgt« (sprich: abgerissen). Heute steht an dieser Stelle die Revierförsterei Dreilinden.


Literatur:

Kurt Trumpa: Zehlendorf Gestern und Heute, Berlin (Elwert und Meurer) 2. Auflage 1979



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