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Potsdam - Bugastadt 2001
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| In Potsdam und Berlin: Zwei Kanäle |
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Gabi und Jörg Kantel In Potsdam und Berlin: Zwei Kanäle
Das Flair eines Venedig des Nordens erhielt Potsdam durch die Anlage einer Vielzahl von Kanälen, die für die Trockenlegung des sumpfigen Grundes erforderlich wurden. Der Hauptkanal, der sogenannte Stadtkanal, bot über Jahrhunderte ein Ambiente holländischer Grachten. In den 60er Jahren wurde der Kanal unter anderem mit den Trümmern des Potsdamer Stadtschlosses zugeschüttet. Mit ihm ging ein typischer Ausschnitt des einstigen Potsdamer Stadtbildes verloren.
Ein Förderverein, dessen Webpräsenz jedoch dringend einer Überarbeitung bedarf (JavaScript-Fehler ohne Ende! [Mac, IE 5]), bemüht sich um Spenden für die Wiedererrichtung des Kanals. Morgen, am 18. April 2001, soll der erste wiederhergestellte Teilabschnitt des Kanals als begrünter Trockenkanal der Öffentlichkeit übergeben werden. Die Kanalwände und -treppen wurden saniert und die Wände nach historischem Vorbild mit Sandsteinplatten abgedeckt. Auch die gußeisernen Geländer wurden wieder aufgestellt. Außerdem ist die Errichtung der ehemaligen Ladenbergbrücke, einer Fußgängerbrücke, vorgesehen. [Der Luisenstädtische Kanal, Berlin]: Der Luisenstädtische Kanal wurde als Schiffahrtsweg zwischen Spree und Landwehrkanal nach einem von Peter Joseph Lenné 1839-40 erstmals publizierten Bebauungsplan »Projektirte Schmuck und Grenzzüge von Berlin mit nächster Umgebung« gebaut. Die als »Schmuckzug« gestaltete Wasserstraße stellte die ideelle Mitte der geplanten Stadterweiterung der Luisenstadt dar. Aus hygienischen Gründen wurde sie 1926 zugeschüttet und in den folgenden Jahren nach Plänen von Erwin Barth als Grünzug für die dichtbesiedelten Bezirke Kreuzberg und Mitte angelegt. Innerhalb der Kanalmauern entstanden so Sondergärten und, als Mittelpunkt vor der St. Michael-Kirche, ein großes Wasserbassin, das sogenannte Engelbecken. Die Gartenanlagen des nördlichen Kanalabschnitts mussten 1961 dem Bau der Berliner Mauer weichen und wurden mit den Trümmern, die der 2. Weltkrieg hinterlassen hatte, zugeschüttet.
Erwin Barth, der eigentliche Schöpfer dieser Grünanlage, war ein unbequemer Streiter, und bald nach der Machtergreifung der Nazis befürchtete er, in ein Konzentrationslager eingewiesen zu werden. Das und seine Angst, zu erblinden, sollen die Gründe dafür gewesen sein, daß er 1933 den Freitod wählte. Seitdem liegt er in einem der schönsten Parks vor Berlin begraben, dessen Gestalt er selbst 1921 entworfen hat: auf dem Wilmersdorfer Waldfriedhof in Stahnsdorf bei Potsdam. zurück | vor | Inhalt |
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Letzte Änderung: 07.06.2002; 20:38:55 Uhr | © Copyright 2001 by Kantel-Chaos-Team | der@schockwellenreiter.de