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Potsdam - Bugastadt 2001
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| Glienicker Brücke: Die berühmteste Brücke der Welt |
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Gabi und Jörg Kantel Glienicker Brücke: Die berühmteste Brücke der Welt
Die Glienicker Brücke verdankt ihren Namen dem Gutsbezirk Klein-Glienicke, der aus einem 1375 erstmals urkundlich erwähnten kleinen Dorf mit 7 Hufen (Bauernhöfen) hervorgegangen war. Das Dorf lag inmitten einiger Weinberge, Wälder und Seen, blieb aber bis zur Errichtung der Glienicker Brücke lange Zeit ohne Verbindung zum zunächst unbedeutenden Potsdam. Der Große Kurfürst (Regierungszeit 1640-1688) befreite Potsdam aus seiner Insellage, indem er Zufahrtswege und Brücken bauen ließ. 1662 ließ er die Lange Brücke am Schloß erneuern, 1674 die Baumgarten- und 1682 die Nedlitzer Brücke bauen. Und irgendwann in dieser Zeit kam auch die Glienicker Brücke hinzu. Die erste Glienicker Brücke war eine schlichte Holzbrücke, 300 Schritte lang. 1777 wurde sie durch eine weitere Holzbrücke ersetzt, die ein Geländer erhielt und in der Mitte mit einer Zugbrücke versehen war, um Schiffe durchlassen zu können.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war auch diese Brücke wieder zu klein geworden. Einmal war der Verkehr zwischen Berlin und Potsdam beträchtlich angewachsen, zum anderen stieg auch der Schiffsverkehr, so daß sich regelmäßig Staus bildeten, weil die Brücke für die Schiffe geöffnet werden mußte. Als 1906 nach sechsjähriger Bauzeit der Teltowkanal geöffnet wurde, mußte ein Neubau her. Am 16. November 1907 wurde die neue Brücke dem Verkehr übergeben.
Weltberühmtheit erlangte die Brücke jedoch als Agentensteg - wegen dreier spektakulärer Austauschaktionen von hochkarätigen Agenten zwischen den USA und der UdSSR mitten auf der Brücke (bis 1990 symbolische Nahtstelle zwischen NATO und Warschauer Pakt): 1962 Abel gegen Powers, 1985 23 (plus zwei später ausreisende) in der DDR und Polen inhaftierte Mitarbeiter des amerikanischen Geheimdienstes gegen vier Sowjetspione und schließlich 1986 der letzte Austausch, Schtaranski und drei weitere westliche Spione gegen mehrere im Westen verhaftete Agenten der DDR.
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Letzte Änderung: 07.06.2002; 20:38:50 Uhr | © Copyright 2001 by Kantel-Chaos-Team | der@schockwellenreiter.de