Potsdam - Bugastadt 2001
 
Einsteinturm und Telegrafenberg

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Einsteinturm-LogoGabi und Jörg Kantel

Einsteinturm und Telegrafenberg

Sonnenuhr vorm EinsteinturmNachdem sich 1815 Preußen das Rheinland einverleibt hatte, wurde eine schnelle Nachrichtenverbindung zwischen der Hauptstadt und den entfernten Rheinprovinzen notwendig. 1832 wurde daher die erste optische 465 km lange Telegraphenlinie mit 61 Stationen zwischen Berlin und Koblenz gebaut. Der bis dahin namenlose 96 m hohe Berg bei Potsdam wurde 4. Station und erhielt den Namen Telegraphenberg.

Gegen Mitte des 19. Jahrhunderts erwuchs - bedingt durch die wissenschaftlichen Entdeckungen Gustav Kirchhoffs (1824 - 1877) und des Chemikers Robert Wilhelm Bunsen (1811 - 1899) über den Zusammenhang von Lichtemission und Absorption glühender Gase - das Interesse an der Astrophysik, speziell an der Physik der Sonne. Und so gelang es 1871 den Kronprinzen Friedrich Wilhelm zu überzeugen, neben den klassischen Sternwarten auch eine Sonnenwarte einzurichten. Nach längerem Hin- und Her wurde als Standort der Telegraphenberg bei Potsdam als Standort für die neuzugründenden Königlichen Observatorien ausgewählt. Als eines der Hauptinstrumente wird am 26.8.1899 der Große Refraktor in Dienst gestellt.

Großer Refraktor1911 legte Albert Einstein (1879 - 1955) eine vorläufige Fassung seiner allgemeinen Relativitätstheorie vor. Diese neue Theorie sollte auch empirisch überprüfbar sein. Eine der Prüfmethoden wäre der Nachweis der Lichtablenkung beim Vorbeizug an schweren Massen oder der Rotverschiebung des Lichtes, dessen Quelle sich in einem Schwerefeld befindet. Zu diesem Zweck wurde der Einsteinturm als Sonnenobservatorium gebaut und im Jahre 1924 in Betrieb genommen.

Mit dem Bau wurde der expressionistische Architekt und Künstler Erich Mendelssohn (1887 - 1953) beauftragt. Der Einsteinturm ist heute ein Teil des Astrophysikalischen Instituts Potsdam; das übrige Gelände auf dem Telegrafenberg wird zum größten Teil vom Geo-Forschungszentrum Potsdam (hier ein Link zur Geschichte) und anderen Instituten der Klima-, Polar- und Meeresforschung genutzt. Das ganze Gelände hat heute den Namen Wissenschaftspark Albert Einstein erhalten.

Der Einsteinturm wurde zu seinem 75. Jahrestag und dem 125jährigem Bestehen der Institute auf dem Telegraphenberg 1999 komplett renoviert. Jedoch stand bei seinem Bau der Kunstwille vor der Haltbarkeit (Stahlbeton und Zement). Er wird wohl immer ein expressionistischer Pflegefall bleiben.


Literatur

Astrophysikalisches Institut Potsdam (Hg.): Der Einsteinturm in Potsdam. Architektur und Astrophysik, Berlin (Ars Nicolai) 1995



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Letzte Änderung: 07.06.2002; 20:38:38 Uhr | © Copyright 2001 by Kantel-Chaos-Team | der@schockwellenreiter.de

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