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Potsdam - Bugastadt 2001
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| Einsteinturm und Telegrafenberg |
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Einsteinturm und Telegrafenberg
Gegen Mitte des 19. Jahrhunderts erwuchs - bedingt durch die wissenschaftlichen Entdeckungen Gustav Kirchhoffs (1824 - 1877) und des Chemikers Robert Wilhelm Bunsen (1811 - 1899) über den Zusammenhang von Lichtemission und Absorption glühender Gase - das Interesse an der Astrophysik, speziell an der Physik der Sonne. Und so gelang es 1871 den Kronprinzen Friedrich Wilhelm zu überzeugen, neben den klassischen Sternwarten auch eine Sonnenwarte einzurichten. Nach längerem Hin- und Her wurde als Standort der Telegraphenberg bei Potsdam als Standort für die neuzugründenden Königlichen Observatorien ausgewählt. Als eines der Hauptinstrumente wird am 26.8.1899 der Große Refraktor in Dienst gestellt.
Mit dem Bau wurde der expressionistische Architekt und Künstler Erich Mendelssohn (1887 - 1953) beauftragt. Der Einsteinturm ist heute ein Teil des Astrophysikalischen Instituts Potsdam; das übrige Gelände auf dem Telegrafenberg wird zum größten Teil vom Geo-Forschungszentrum Potsdam (hier ein Link zur Geschichte) und anderen Instituten der Klima-, Polar- und Meeresforschung genutzt. Das ganze Gelände hat heute den Namen Wissenschaftspark Albert Einstein erhalten. Der Einsteinturm wurde zu seinem 75. Jahrestag und dem 125jährigem Bestehen der Institute auf dem Telegraphenberg 1999 komplett renoviert. Jedoch stand bei seinem Bau der Kunstwille vor der Haltbarkeit (Stahlbeton und Zement). Er wird wohl immer ein expressionistischer Pflegefall bleiben. LiteraturAstrophysikalisches Institut Potsdam (Hg.): Der Einsteinturm in Potsdam. Architektur und Astrophysik, Berlin (Ars Nicolai) 1995 zurück | vor | Inhalt |
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Letzte Änderung: 07.06.2002; 20:38:38 Uhr | © Copyright 2001 by Kantel-Chaos-Team | der@schockwellenreiter.de