Potsdam - Bugastadt 2001
 
Schloß und Park Charlottenhof

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Gabi und Jörg Kantel

Schloß und Park Charlottenhof

Schloß Charlottenhof

Dem schmalen, sich vom Obelisken zum neuen Palais erstreckenden Park Sanssouci (Karte) des 18. Jahrhunderts wurde ab 1825 südlich ein neuer Bezirk, der Park Charlottenhof (hier eine Übersichtskarte) hinzugefügt. Die Anlage entstand für den Kronprinzen Friedrich Wilhelm IV. Hier konnte Peter Josef Lenné, der seit 1816 mit der Neugestaltung der alten Anlage beschäftigt war, seine Vorstellungen eines Landschaftsparks verwirklichen. Weite Rasenflächen, lockere Baumgruppen und der als künstlicher See angelegte Maschinenteich vereinigen sich zu einem harmonischen Landschaftsbild.

ZeltzimmerDas Schloß Charlottenhof ist in diese Anlage eingebettet. Es ist nach Entwürfen des Kronprinzen von Karl Friedrich Schinkel (1781 - 1841) entworfen und gebaut worden. In seiner Form soll es an eine römische Villa erinnern und ist in einem schlichten und einfachen Stil gehalten. Auch die bürgerlich-klassizistische Gestaltung der Innenräume, teilweise ebenfalls von Schinkel entworfen, folgen diesem biedermeierlichen Ideal. Bemerkenswert ist das Zeltzimmer mit seiner gestreiften Tapete und der zeltartigen Deckenbildung. Es war erst das Schlafzimmer zweier Hofdamen, später das Wohnzimmer des Forschers Alexander von Humboldt.

Der Garten in unmittelbarer Nähe des Schlosses nimmt die strenge Geometrie wieder auf. Erst der Dichterhain, dann das folgende Hippodrom - ebenfalls von Lenné angelegt. Es sollte Bestandteil einer Villenanlage werden, die sich an die Architekturideale der Villa des Plinius anlehnte, doch nur das Hippodrom wurde verwirklicht. Westlich des Hippodroms wurde nach 1840 noch eine Gehege für Fasanen angelegt und Persius (1803 - 1845) baute die Fasanerie 1844 im italienischen Villenstil.

Östlich des Schlosses liegt der von Lenné auf Wunsch des Prinzen 1835 angelegte Rosengarten genau auf der Achse zwischen Schloß und dem Dampfmaschinenhaus am Maschinenteich. Es ist der zweite von Lenné angelegte Rosengarten, der erste entstand im Jahre 1825 auf der Pfaueninsel. Doch anders als dort folgt der Rosengarten im Charlottenhof den strengen geometrischen Prinzipien der übrigen Anlage.

Römische BäderEingebettet in den Landschaftspark liegt in unmittelbarer Nähe des künstlichen Sees die Gebäudegruppe der Römischen Bäder, von Schinkel und Persius geplant und von Persius 1829 - 1835 ausgeführt. Die architektonischen Formen sind verschiedenen Vorbildern entlehnt. Das Hofgärtnerhaus (1829) im Stil italienischer Landhäuser ist durch eine Pergola mit einem Pavillon (1830) im Stil eines griechischen Prostylos-Tempels verbunden. Auf der anderen Seite steht eine rundbogige Arkadenhalle (1832), einem römischen Wohnhaus nachgebildet, die das Bad enthält, das dem Komplex den Namen gab.

Von hier aus gelangt man über einen schattigen Weg vorbei an einer ebenfalls von Persius angelegten Meierei wieder in den ursprünglichen Park Sanssouci. Aber über Sanssouci wollten wir in unserer kleinen Reihe ja nicht berichten.



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