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Creating Applications with Mozilla

Creating Applications with Mozilla Book Cover [Ich habe gelesen] (neu in meiner Bibliothek): Mozilla ist nicht nur ein Web-Browser, sondern auch eine komplette cross-platform Entwicklungsumgebung. Diesen wenig bekannten Umstand publik zu machen, haben sich David Boswell, Brian King, Ian Oeschger, Pete Collins & Eric Murphy — alles bekannte Entwickler aus der Mozilla-Szene — vorgenommen und ein Buch geschrieben: Creating Applications with Mozilla.

Um es vorwegzunehmen: Dieses Buch ist kein leichter Stoff. Wer noch nie eine Zeile Code geschrieben hat und auch nicht richtig weiß, wie XML funktioniert, wird damit nicht glücklich werden. Aber fortgeschrittene Entwickler bekommen auf über 450 Seiten einen umfassenden Überblick, was mit Mozilla alles möglich ist. Und das ist verdammt viel!

Das Buch fängt sinnvollerweise einfach an. Im Kapitel Getting Started erfährt der angehende Mozilla-Applikationsentwickler, wie die Dateien XUL (für das User Interface), die JavaScript-Dateien für die Programmlogik, die CSS-Dateien (für die skins) und die locale-DTDs (für die Sprachanpassung) zusammenhängen und wie man damit das in Programmierbüchern übliche »Hallo Welt!«-Beispiel programmiert.

In den folgenden Kapiteln drei bis sechs werden diese einzelnen Komponenten ausführlich vorgestellt und erläutert. Danach folgen Spezialkapitel, die zeigen, wie man eigene Widgets erstellt, wie man mit Templates und XPCOM-Komponenten arbeitet, wie man RDF in Mozilla einsetzt und schließlich als Sahnehäubchen, wie man Remote Applications mit Mozilla erstellt. Abgerundet wird das alles dann mit einer Übersicht über die Development-Tools und einer Programmer's Reference.

Obwohl das Buch in der letzten Woche meine ständige U-Bahn-Lektüre war und ich auch an diesem Wochenende eifrig darin geschmökert habe — alles habe ich noch nicht verstanden. Aber das ist auch gar nicht nötig. Die Autoren laden zum selber Programmieren und Experimentieren ein und sie schreiben locker und ein — selbst für mich! Smile — verständliches Englisch. Abgesehen davon, daß es sowieso zur Zeit noch keine andere Einführung in Mozilla-Programmierung gibt, gehört es auf den Schreibtisch eines jeden an cross-platform-Programmierung interessierten Web-Entwicklers. Mir jedenfalls hat die Lektüre Spaß gemacht und ich habe »Lust auf mehr« bekommen.

Und die gute Nachricht zum Schluß: In Mozilla ist man schon heute bei der Erstellung eigener XPCOM-Komponenten nicht auf JavaScript und C++ beschränkt, sonder auch Python und Ruby sind möglich. Und auch die Applikationssprache selber wird in Zukunft nicht nur JavaScript sein, Interfaces für Perl und Python sind angekündigt.

Und wer das Buch erst einmal online lesen will: Unter der Open Public Licence veröffentlicht, kann man es auch bei books.mozdev.org lesen.


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Last update: 13.10.2002; 22:49:29 Uhr.
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