Den klassischen Verlagen stehen schwierige Zeiten bevor: Ihre Haltung gegenüber dem digitalen Buch läßt etliche Autoren darüber nachdenken, ob es nicht auch ohne Verlag ginge.
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Lesebefehl!
Ich habe ja schon lange keinen Lesebefehl mehr ausgesprochen, aber Jakob Augsteins Philippika, wie Profitgier und Furcht dem Netz den Garaus machen werden, verdient einen. Denn dort heißt es unter anderem:
Es gibt eine wachsende Allianz in diesem Land, und die Medien gehören inzwischen auch dazu. Die Kränkung der Journalisten, im Netz um ihre Deutungshoheit …
Do-It-Yourself-Bestseller
Über eine Million verkaufter E-Books über Amazon Kindle: John Locke ist der erste Autor, dem es gelungen ist, diesen Erfolg ganz ohne Verleger im Rücken einzufahren. Im futurezone-Interview erzählt Locke, wie ihm der Eigenverlag zum Durchbruch verholfen hat und warum er überzeugt ist, daß das heute jedem gelingen kann.
Das Internet gehört uns allen
Jakob Augstein, immer wieder gern gelesen — selbst dann, wenn er für Spiegel Offline schreibt:
Die großen Zeitungsverlage klagen gegen die Internetangebote der ARD. Das ist nur eine weitere Etappe im Krieg gegen die öffentlich-rechtlichen Sender. Wollen die Verlage nur einen lästigen Konkurrenten ausschalten? Oder wollen sie in Wahrheit die Privatisierung des Internets?
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Autoren vs. Verleger
Wer ist bei der Ebook-Revolution der große Verlierer?
Einleuchtend, wenn man bedenkt, daß etwa in Amazons Kindle Store die Autoren 70 Prozent des Verkaufspreises bekommen. Das heißt, daß die Ebook-Preise nicht besonders hoch sein müssen, damit der Autor pro verkauftem Ebook einen ordentlichen Reibach machen kann. Das ist dann wiederum aber wieder die echte Bedrohung …
Texte gehören frei verfügbar ins Netz
Auch wenn der Börsenverein-Justitiar das anders sieht (ganz anderer Meinung ist): Mein Beitrag für das Politische Feuilleton des Deutschlandradios »Texte gehören frei verfügbar ins Netz« wurde leicht gekürzt auch als Gastbeitrag im aktuellen Programmheft (April 2011) des DRadios abgedruckt.
Am Verlag vorbei
Christian Aichner berichtet über Self-Publishing auf der Leipziger Buchmesse und die durchaus positiven Erfahrungen vieler Autoren. Hatte ich auch schon einmal darüber gesprochen (inklusive einer etwas einfacher und leichter nachvollziehbaren Berechnung).
Vom Ende der Verlage
Techcrunch prophezeit das Ende der Verlage. Und womit? Mit Recht!
Jetzt jammern sie (schon) wieder …
und das Niveau wird langsam unterirdisch: So forderte auf den Münchner Medientagen der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer AG, Mathias Döpfner, daß Apps von ARD und ZDF Geld kosten müßten, weil sonst »die Basis von privaten Inhalteanbietern in der digitalen Welt ruiniert« würde. Hey, Herr Döpfner, ich höre wohl nicht richtig: Nur weil ich Ihre …
Noch einmal: Überflüssige Verlage
Christiane Schulzki-Haddouti stellt einen Aufschwung für selbstverlegte E-Books fest und nimmt das Angebot dreier deutscher Self-Publishing-Anbieter unter die Lupe: Books on Demand, Tredition und Newcomer Epubli. Zur Lektüre empfohlen.
Neues Rollenverständnis für Verlage
Eine Bitte an die Verleger: Macht unsere (E-) Bücher billiger, damit sich die junge Dame etwas zum Anziehen kaufen kann.
E-Books: Harter Übergang für den Buchhandel: Der traditionelle Buchhandel sieht sich einem wachsenden Druck des Online-Geschäfts mit E-Books ausgesetzt, sagte die britische Marktexpertin Ann Betts von Nielsen Book auf der eintägigen Fachkonferenz Tools Of Change …
Freie Archive für informierte Bürger!
Öffentlich-rechtliche Archive zu »depublizieren«, ist gesellschaftlicher Unsinn. Die Site depub.org (zur Zeit ob des Presserummels offensichtlich überlastet), die das bekämpft, mag illegal sein. Aber sie beweist Zivilcourage.
Kurierte Zukunft der Futurezone?
Das renommierte Online-Portal des österreichischen Rundfunks geht an den Kurier. Nicht freiwillig, denn wie wir berichteten, hatten die österreichischen Verleger massiv Druck auf den ORF ausgeübt, die Futurezone einzustellen und sich auf »bewegte Bilder« zu konzentrieren. Wie in Deutschland behaupteten auch in Österreich die Verlage, daß ihnen die öffentlich-rechtlich-finanzierte Konkurrenz das Leben schwer mache. …
Das große Löschen
Christoph Witte über die große Löschaktion (rund 70 Prozent der bisherigen Inhalte) der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten aufgrund des »neuen« 12. Rundfunkstaatsvertrages, der auf Druck der privaten Verlage und Medienunternehmen zustande kam:
Auf den ganzen Serienkram, der jetzt nach sieben Tagen aus dem Netz genommen werden muß oder den 25tausendsten Kalorienzähler, den die öffentlich rechtlichen jetzt auch …
Das Zitat
Drei-Schritte-Strategie der Verlage: 1. Texte gratis ins Web stellen. 2. Beklagen, daß man das tut. 3. Ein Gesetz fordern, das Geld bringt.
Ebooks: Agenturen gegen Verlage
Tante Heise berichtet über die große amerikanische Literaturagentur Wylie, die die Ebooks ihrer (englischsprachigen) Autoren unter Umgehung der Verlage in Zukunft direkt über Amazon vermarkten will:
Wylies Vorgehen ist möglicherweise nur der erste Schritt auf einem Weg, der schon die Musikindustrie an den Rand des Abgrunds brachte. Setzen sich Ebooks wirklich durch, bieten Digitalisierung und …
Die Verlagsbranche muß ihre Inhalte völlig neu denken
Rudolf Maresch im Gespräch mit Volker Oppman, Geschäftsführer des Berliner Start-Up Unternehmen »textunes«, über die Anziehungskraft neuartiger digitaler Lesegeräte und die elektronische Zukunft der Lese- und Buchkultur.
Jetzt jammern sie wieder …
Die Online-Strategie der deutschen Presseverlage in 5 einfachen Schritten:
3. Aufgrund der fehlenden Einnahmen einen in der Öffentlichkeit Leistungsschutzrecht genannten Institutionenschutz mit Monopolisierung der Sprache fordern.
Und in Österreich ist man schon weiter: Dort macht man auf Druck der Verleger ein erfolgreiches öffentlich-rechtliches Onlineangebot platt, obwohl man deren »sperrige Themen« wohl nie auf privaten Plattformen behandeln …
Verlage schaffen es nicht
Jennifer Schenker hat 30 Jahre für etablierte Zeitungen und Zeitschriften wie Business Week über Technologie geschrieben. Dann ist sie gegangen, weil sich nicht glaubt, daß die Verlage die Chancen des Internets nutzen werden. Sie gründete ihr eigenes Online-Magazin und probiert mit Informilo neue Geschäftsmodelle fürs Netz aus.
Verlage vs. Journalismus
Don Dahlmann über Qualitätsjournalismus:
Haben Verlage den Journalismus ausgehöhlt? Sie haben ihn schwer beschädigt, in dem sie ihm erst die Krallen ge- und dann die guten Köpfe entzogen haben. Wird das so bleiben? Vermutlich, denn man ist auch weiterhin dabei, verschiedene Redaktionen in »Zentralredaktionen« zusammenzulegen. Allein das Wort schon. Wenn man sich vorstellt, wie Erich …
Es geht auch ohne Verlage
Mehr Geld für Autoren: Ob für iPad und Kindle oder als Book-on-Demand, Bücher einfach selber verkaufen, ganz ohne Verlag. Bestseller-Schreiber Markus Albers hat es ausprobiert.
Die Diskussion um das Leistungsschutzrecht für Verlage tobt weiter
Weil er mir völlig aus der Seele spricht, gebe ich diesen Blogbeitrag von Thomas Stadler, Fachanwalt für IT-Recht und für Gewerblichen Rechtsschutz, fast in voller Länge wieder:
Rechtsanwalt und Burda-Aufsichtsrat Robert Schweizer setzt sich in einem Interview mit promedia/CARTA erneut für die Schaffung eines Leistungsschutzrechts für Verlage ein, ohne allerdings auf die Frage nach der …
The Future of Digital Distribution and Ebook Marketing
Gegensatz zu mir glaubt Tim O’Reilly noch an eine Zukunft für die Verlage.
Wem nützen Raubkopien? Allen!
In einem sehr ausführlichen Essay erklärt der Schriftsteller Paulo Coelho warum er unter Pirate Coelho »Raubkopien« seiner Bücher zur freien Verfügung stellt. Weil dadurch die Auflage steigt:
Der Begriff von »Gier« ist nicht nur in der Finanzwelt ein problematischer Faktor, sondern in jedem Geschäftsbereich, wo ein Monopol beansprucht werden soll, sei es auf ein bestimmtes …












