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Posts Tagged ‘Philosophie’

Böse Philosophen

Überraschung! Eine der brillantesten Religionskritiken der Geistesgeschichte wurde von einem Pfarrer geschrieben! Das schreibt Christian Köllerer über den großen Religionskritiker Jean Meslier (1664-1729), den es wiederzuentdecken gilt:

Das Faszinierende an dem knapp sechshundert Seiten langen Buch ist seine Vielfalt: Scharfsinnige philosophische Argumente wechseln sich mit furioser Polemik ab. Das Tempo variiert. Man spürt in jeder …

Lesen im Advent (19)

Auch wird man einsehen, daß, Dummköpfen und Narren gegenüber, es nur einen Weg gibt, seinen Verstand an den Tag zu legen, und der ist, daß man nicht mit ihnen redet.

Als ich vor etwa 20 Jahren mit einer Krebserkrankung im Krankenhaus lag, hatte ich ein Bändchen dabei, dessen Lektüre mich sehr getröstet und mir …

Das Zitat

Für meine islamophoben Freunde Feinde:

Das Christenthum hat uns um die Ernte der antiken Cultur gebracht, es hat uns später wieder um die Ernte der Islam-Cultur gebracht. Die wunderbare maurische Cultur-Welt Spaniens, uns im Grunde verwandter, zu Sinn und Geschmack redender als Rom und Griechenland, wurde niedergetreten — ich sage nicht von was für Füssen …

Kritik der Warenästhetik

Fritz Haug: »Die Wirklichkeit der Warenästhetik spottet jeder Satire, wenn German Wings zum Soundtrack der Internationale mit der Oktober­revolution und dem Slogan ‘Manager-Komfort zum Klassenkampf-Preis’ wirbt.«

(Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7, Teil 8)

Wo bitte, geht’s zum Kommunismus?

Hans Heinz Holz hat ein paar kluge Anmerkungen zur aktuellen Kommunismus-Debatte abgeliefert. Sein Fazit:

Wo bitte, geht’s zum Kommunismus? Nur auf dem Wege der Dialektik der Vernunft. Was außerhalb dieser Dialektik sich auf ein einfach morali­sie­ren­des Bewerten, gar auf ein bloßes Unwort zum Verwerfen beschränkt, bleibt bloßes Geschwätz.

Der Aufsatz sei allen, speziell einigen (pseudo-) linken …

Unsortierte Links

Kai sind noch ein paar nette, weitere Links untergekommen, die ich Euch nicht vorenthalten möchte:

Auf PhilPapers gehen Philosophen online — und das schon seit 2006.
xPapers (GPL) ist eine virtuelle Forschungsumgebung für Geisteswissenschaftler, auf der auch PhilPapers basiert (Download auf GitHub).
Mit TeXCloud kann man seine LaTeX-Dokumente online übersetzen lassen. Arbeitet mit Dropbox zusammen und …

Wikileaks und Immanuel Kant

Immanuel Kant hielt radikale Publizität für eine Bedingung des Friedens: Kant hatte in seiner Schrift Zum ewigen Frieden (1795) behauptet, daß Demokratien (»Republiken«) gegeneinander keinen Krieg führen werden, da die Interessen der Regierungen mit den Interessen der Regierten weitgehend identisch seien, da die Würde des Individuums Teil des Staatsverständnisses geworden sei und weil …

Lesefutter am Mittwoch

Die goldenen Jahre der Philosophie an der Freien Universität Berlin. Ich habe bei Margherita von Brentano und Jacob Taubes meine ersten Philosphievorlesungen im Grundstudium gehört und an einigen Proseminaren teilgenommen. Beide haben mich sehr beeindruckt und mein Denken (mit-) geprägt. Daher möchte ich Euch diese beiden Beiträge aus dem Freitag nicht vorenthalten:

Über Margherita …

In dieser Gesellschaft brodelt es

Der Philosoph Oskar Negt im Spiegel-Gespräch über die Risse in der Sozialordnung, die Notwendigkeit politischer Bildung und die Spannung zwischen Wirklichkeit und Utopie. Ein Zitat:

Als Doktrin, als geschlossenes System unveränderlich verkündeter Wahrheiten, ist der Marxismus erledigt. Aber als kritische Methode enthält das Denken von Marx und Engels nach wie vor tragfähige Leitmotive. Der Tod …

Von Platon laß ich mich nicht terrorisieren

Rentner philosophiert. Und das Zuhören macht (mir) sehr viel Spaß.

Huh?

Das ich das noch erleben darf: Marx hatte Recht, sagt der Vatikan und fordert eine Rückbesinnung auf die Theorien von Karl Marx.

Die Erotik der Masse 2.0

Der Spiegel: Twitter statt Molotow-Cocktails: »Protestler und Machthaber fechten in diesem Sommer in Iran und China einen komplexen Kampf aus. Elias Canettis Standardwerk Masse und Macht verdeutlicht, wie sich Menschen führerlos organisieren. Am Web 2.0 hätte der Nobelpreisträger seine helle Freude gehabt.« Notiiz an mich: Elias Canetti unter diesem Gesichtspunkt neu lesen!