Vor ein paar Tagen machte mich ein Leser auf einen Aufsatz von Holger Dambeck über den optimierten U-Bahn-Fahrplan der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) aufmerksam. Ich fand ihn interessant, aber er war auf Spiegel Online erschienen und so stand ich vor einem Dilemma: Wegen meines Leistungsschutzrechtprotetestes konnte und wollte ich nicht darauf verlinken. Aber dann fand ich einen Ausweg. Dieser Aufsatz ist auch in dem Taschenbüchlein »Numerator: Mathematik für jeden« abgedruckt, das einige der mathematischen Kolumnen des Autors aus Spiegel Online enthält. Es sind nette Beiträge, die allesamt unterhalten ohne zu sehr in die Tiefe zu gehen oder den Leser zu überfordern. Sozusagen Appetithäppchen der Mathematik. Darunter auch den oben angesprochenen Beitrag, der zeigt, wie die BVG mit Hilfe der Graphentheorie und der linearen Optimierung die mittlere Umsteigezeit von 2 Minuten und 48 Sekunden auf sagenhafte 2 Minuten und 30 Sekunden verkürzt und dabei noch einen Vollzug eingespart hat. Besser geht’s nicht — das wurde im gleichen Zuge auch noch bewiesen …























Ich finde das sehr nett von Ihnen, dass Sie vor der Mathematik extra schon im Titel warnen, so kann der durchschnittliche SpOn-Redakteur noch reißausnehmen!
Das Problem bei der o.g. Optimierung sind nicht die Zahlen sondern Murphy.
Wer die Bücher von Eliyahu M. Goldratt (Das Ziel, u.a.) und von Jacob/Bergland/Cox (Velocity) gelesen hat, der weiß, daß es keine perfekt ausbalancierten Systeme in der Realität geben kann. Jede kleine Verzögerung für in so einem System zu einer Gesamtverzögerung. Der perfekte Plan wird von der Mutter mit Kind, die nur 10 Sekunden länger als vorgesehen braucht, ad absurdum geführt. Diese 10 Sekunden können nie wieder aufgeholt werden. Und wenn dann mehrere solche Ereignisse auftreten, haben wir ganz schnell große Verzögerungen und der ganze Fahrplan fliegt auseinander.
Meiner Meinung nach sollte man die Taktzeiten erhöhen und Zeitpuffer an den wichtigsten Engpässen installieren. Züge müssen nicht nur fahren – sie dürfen auch mal ein paar Minuten stehen
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Vielleicht sollte man noch den passende Matheon-Film (http://www.matheon.de/press/filme/index.asp) und die Projektseite (http://www3.math.tu-berlin.de/matheon/projects//B5) mit mehr Details erwähnen