Der Schockwellenreiter Rotating Header Image

Tu felix Islandia

Der Spiegelfechter Jens Berger über das Vorbild Island, dem Land, das als erstes von der »Finanzkrise« betroffen war:

Island ließ seine Banken pleitegehen, kürzte keine wichtigen Staatsausgaben und rettete seine Bürger. […] Der Zusammenbruch des Bankensystems setzte bei den Isländern eine nicht immer marktkonforme Kreativität frei. Anderswo erhielten die leitenden Bankmanager millionenschwere Abfindungen, in Island bekamen sie einen Haftbefehl zugestellt. […]

Während Islands Steuerzahler relativ glimpflich davonkamen, mußten die kreditgebenden internationalen Banken und Kleinsparer, die sich von irrealen Zinsen hatten blenden lassen, ihre Forderungen abschreiben. Das mag für die Betroffenen ärgerlich sein, aber so funktioniert nun einmal der Kapitalismus. Ein hoher Zins geht stets mit einem hohen Risiko einher.

[…] Islands Antwort auf die Krise zeigt aber, daß das Mantra der systemrelevanten Banken nicht haltbar ist. Island hat bewiesen, daß sich ein Staat in brenzliger Situation durch eine schuldenfinanzierte Stärkung der Konjunktur und durch eine Stärkung der Sozialsysteme retten kann.

Und er kommt zu dem Fazit:

Ein Staat, der nicht seine Banken, sondern seine Bürger rettet, macht alles richtig. Diese Lektion darf in Europa nicht ungehört bleiben.

Dem habe ich nichts hinzuzufügen! [taz.de, die ich einfach mal vom Leistungs­schutzrechtprotest ausnehme, da ich diesen Beitrag sogar geflattrt habe.]

Teilen:
  • Facebook
  • del.icio.us
  • Google Bookmarks
  • MySpace
  • PDF
  • RSS
  • Technorati
  • email
  • Wikio
  • Digg
  • Identi.ca
  • MisterWong.DE
  • Posterous
  • Twitter
  • Print
  • Yigg
  • LinkedIn
  • FriendFeed
  • Tumblr

Einen Kommentar verfassen

Mit dem Absenden Ihres Kommentars willigen Sie ein, daß der angegebene Name, Ihre Email-Adresse und die IP-Adresse, die Ihrem Internetanschluß aktuell zugewiesen ist, von mir im Zusammenhang mit Ihrem Kommentar gespeichert werden. Die Email-Adresse und die IP-Adresse werden natürlich nicht veröffentlicht oder sonst weitergegeben.