Ab September dürfen in der EU keine Glühbirnen mehr hergestellt werden. Damit werde ein »perfektes Produkt durch ein technisch unzulängliches« ersetzt, nämlich die Energiesparlampe, meint der Medienhistoriker Markus Krajewski. Es gehe nicht um Umweltschutz, sondern um Profitmaximierung. [Deutschlandradio Kultur]























Ein «perfektes Produkt»? Vielleicht für Wesen, deren Augen hauptsächlich im Infraroten funktionieren. Für uns Menschen sind Leuchten, deren Energie-Output zu deutlich größerem Teil zwischen 380 und 780 nm liegt, deutlich effizienter.
Herzlich willkommen im 21. Jahrhundert, Schockwellenreiter.
Naja die Gewinnmaximierung war auch schon vorher da. Zu beginn waren die Glühbirnen auch haltbarer mit besseren Gläsern und beständigeren Filamenten. Aber so eine Birne die 20 Jahre hält will auch keiner.LEDS schauen wie ne gute alternative aus wenn man nicht gerade die Billigen kauft die nur aus Kaltweiss Birnchen bestehe die nur auf blauen und gelben Spektren leuchten.
Man muss nicht nur mehr Ideen haben als Andere,
sondern auch die Fähigkeit besitzen, zu entscheiden,
welche dieser Ideen gut sind.
- Linus Carl Pauling -
Oh je, ein oberflächliches Interview das sich auf das sicher spannende Thema “Phoebus Kartell” beschränkt und ein Medienhistoriker, der sich über ein angeblich “technisch perfektes” Produkt auslässt. An der normalen Glühlampe als Lichterzeuger ist nichts technisch Perfekt. Es ist einfach, damit hat es sich dann aber schon. Als Heizung ist es viel besser geeignet als zur Erzeugung von Licht.
Wahrscheinlich muss man Medienhistoriker sein um hier eine technische Perfektion würdigen zu können.
Des weiteren verstehe ich nicht warum Kompaktleuchtstoffröhren immer so betrachtet werden als wen es etwas total neues währe. Leuchtstoffröhren gibt es kommerziell seit 1938 und seit 1980 in der kompakten Bauform mit integriertem Vorschaltgerät. Seit dieser Zeit haben sich die Kompakten immer weiter entwickelt. Die meisten negativen Eigenschaften hat die Kompakte inzwischen abgelegt nur bei Ikea findet man noch Versionen die sich verhalten wie vor 30 Jahren.
Sicher gibt es genügend Kritikpunkte an der EU Richtlinie und insbesondere an der Umsetzung in den einzelnen Mitgliedsstaaten, die z.B. in Deutschland ungenügende Kapazität zum Recycling von Leuchtstoffröhren ist meiner Meinung nach ein echtes Problem. Dies hat aber nichts mit der Richtlinie zu tun sonder mit der Unfähigkeit unserer Politiker.
Ein weiteres Problem sind meiner Meinung nach die Medien. Was ich da nicht schon alles an Halbwahrheiten, Lügen, unbelegten Behauptungen und Falschdarstellungen gesehen, gelesen und gehört habe ist unerträglich.
Entweder haben wir es mit Gejammer der Art: “Sie nehmen mir mein X weg” oder “Dieses neue X ist ja SOOOO gefährlich”. Dabei ist die Leuchtstoffröhre weder neu noch hat sich an der Gefährdung durch Leuchtstoffröhren etwas geändert. Sie haben schon immer Quecksilber enthalten.
Das wir durch den besseren Wirkungsgrad der Kompaktleuchtstoffröhren auch den Ausstoss von großen Mengen an Schwermetallen (u.a. Kadmium und Quecksilber) reduzieren ist wohl zu kompliziert für unsere Qualitätsjournalisten oder den normalen Diskutanten.
Ja, Ja, es wird Dunkel in Europa ohne die Glühlampe. Dieses perfekte Beispiel wie ein unzulängliches Produkt über ein Jahrhundert hinweg überleben konnte (durch ein Kartell oder durch Bequemlichkeit der Verbraucher?) und dabei Gigatonnen wertvoller Energieträger in Abwärme verwandelt wurde ist wirklich ein dunkles Kapitel.
Es gibt nur zwei Punkte, in denen die alte Glühlampe der Kompaktleuchtstoffröhre überlegen ist. In der einfacheren Handhabung und in der sofortigen Lichtabgabe. Lichtfarbe und Farbwiedergabe sind schon seit Jahren kein Problem mehr wie man deutlich an der Nutzung von Leuchtstoffröhren (kompakt oder nicht) in Fotostudios und Galerien sehen kann. Nur gibt es solche Lampen halt nicht im Baumarkt und der “normale” Nutzer wird wahrscheinlich den Unterschied nicht einmal bemerken.
- Spirou
Das Problem ist doch weniger die Qualität des Lichtes als vielmehr das Verbot an sich. Wenn die Glühbirne wirklich so viel schlechter als die Energiesparlampe oder LED-Lampe ist, warum läßt man dann nicht den Markt entscheiden? Nein, es muß ein Verbot her.
Ich hatte bei alle Glühbirnen durch Energiesparlampen ersetzt. Heute bin ich dabei, wieder zurückzutauschen. Ich bekam Probleme mit den Augen. Deshalb habe ich wieder eine Halogenlampe als Schreibtischlampe. Im Wohnzimmer habe ich die Energiesparlampen jetzt wieder durch einen Halogenfluter ersetzt. Auch in den anderen Zimmern ziehe ich inzwischen wieder die normale Glühlampe vor.
Die Energiesparlampen, auch die teuren, erzeugen für mich ein unangemehmes, kaltes Licht. Desweiteren fangen sie bei längerem Gebrauch an zu stinken. Letzteres stört mich am meisten. Diese Lampen strömen wegen ihrer Elektronik Schadstoffe aus, wenn sie warm werden. Das gilt übrigens auch für LED-Lampen.