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TextMate Goes Open Source

Gestern wurde TextMate 2 unter eine Open-Source-Lizenz (GPL3) gestellt und auf Github veröffentlicht. Der (oder die?) Entwickler versprechen sich davon eine schnellere Fertigstellung und Fehlerbeseitigung. Wer davon profitieren oder mitarbeiten will, muß allerdings momentan noch die Software selber compilieren. Das dürfte den Kreis der Nutzer erheblich einschränken. Und oft ist dieser Schritt ja auch der letzte Versuch, eine schon sterbende Software doch noch am Leben zu erhalten. Ich brauche TextMate, also hoffen wir das Beste! [Peter van I. per Email.]

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10 Kommentare

  1. Denis sagt:

    Na dann hoffen wir mal, dass TextMate eine große Entwickler Community findet und weiterentwickelt wird. Ich wollte meine Texte auch weiter damit schreiben.

  2. Martin Z. sagt:

    Auch wenn dieser Schritt jetzt wie “cool, freie Software und kostenlos zugleich” klingt – das ist nicht der Fall. Der Quellcode steht unter GPL3 und kann somit nicht in Derivaten weiterverwendet werden und zusätzlich möchte *der* Autor (Allan) Patches gerne in der Public Domain sehen um ihm die Arbeit an der kommerziellen Version zu erleichtern. Spricht der Entwickler erhofft sich kostenlose Mitarbeit für sein kommerzielles Projekt.

    Die äußerst interessante Diskussion findet sich hier: https://github.com/textmate/textmate/pull/1

  3. LH sagt:

    ” Der Quellcode steht unter GPL3 und kann somit nicht in Derivaten weiterverwendet werden”

    Das ist so nicht korrekt. Solange das abgeleitete Werk ebenfalls unter der GPL3 steht, sind Forks und Anpassungen problemlos möglich. Zudem darf der Quellcode zusammen mit Code unter anderen Lizenzen verwendet werden, solange dieser mit der GPL3 kompatibel ist.

    Im Grunde ist “cool, freie Software und kostenlos zugleich” also durchaus korrekt.

  4. Peter van I. sagt:

    Although developer Allan Odgaard allegedly has said when asked
    -quote-
    he told me that he will continue to be an active developer on TextMate; it was not a lack of personal time that pushed him to this decision. He is NOT abandoning TextMate to an open source wasteland — he truly hopes and believes this approach will be better for everyone.
    -unquote-
    a coder who has taken a long hard look at the code now at Github observed
    -quote-
    OK, so I’ve been looking through the code and from what I see I suspect a big reason for the rewrite was to move huge chunks into platform-independent C++ for an ultimate Win32/Linux/Mac trifecta release (maybe for TM3). If so, this would explain why things got so bogged down.
    -unquote-
    and John Gruber (of *MarkDown* fame) predicts
    -quote-
    Pretty sure this is it for TextMate, but I’d love to be proven wrong. Text editors are hard, hard work.
    -unquote-

  5. LH sagt:

    Nach dem lesen der Diskussion unter https://github.com/textmate/textmate/pull/1 frage ich mich ernsthaft, wie undankbar Menschen eigentlich sein können.
    Das ist eine der furchtbarsten Diskussionen die ich zu dem Thema Dual licensing seit langem gelesen habe.

    Niemand muss die Wahl der Lizenz mögen, doch am Ende ist es die alleinige Entscheidung des Entwicklers, unter welcher Lizenz er sein Projekt veröffentlicht. Sich aber dazu noch auf den Standpunkt zu stellen, der Entwickler würde die Arbeit anderer Ausnutzen wollen, weil er Patches als PD erbittet (!) und ihn dafür angreifen, selbst aber die Arbeit des Originalentwicklers ausnutzen wollen – denn darum geht es, wenn sie eine andere Lizenz als die GPL möchten – ist unverschämt.

    Die Argumentationen in dem Thread zeugen von völliger Unwissenheit warum und mit welchem Ziel Open Source als Bewegung eigentlich entstanden ist. Die selbstherrliche Position, ein Original-Repo müsse für jeden offen sein, verschlägt mir die Sprache.

    Die Ablehnung einiger Poster zum Thema Forken und ihre Fadenscheinigen Begründungen zeigt nur zu deutlich, dass es nicht um die Entwicklung des Projekts geht, sondern einzig darum, wie sie ihren eigenen Vorteil daraus ziehen können. Würden sie sich wirklich für eine gute Weiterentwicklung interessieren, würden sie vielmehr eine gemeinsame Lösung finden wollen, mit dem Originalentwickler, oder in einem gemeinsamen Fork.

    Die Ruhe des Entwicklers kann man nur bewundern.

  6. Martin Z. sagt:

    Ich meinte eigentlich kommerzielle closed-source Derivate, so ist das natürlich Unfug, was ich geschrieben habe.

    Aber ich stimme dir (LH) zu. Um Lizenzen kann man sich sicherlich streiten, aber GPL ist für TextMate, das ja nahezu vollständig vom Autor geschrieben wurde, die beste Lösung um seine Arbeit nicht hinterher bei einer x-beliebigen kommerziellen IDE wiederzufinden. Wenn ein Entwickler das scheiße findet, dann soll er zum nächst-besseren Editor ziehen (oder weiter TM 1.5 nutzen).

  7. [...] Meldung, daß TextMate 2 unter eine Open-Source-Lizenz gestellt wurde, hat mir natürlich keine Ruhe gelassen und so mußte ich doch testen, ob RubyFrontier mit TextMate [...]

  8. @LH:

    am Ende ist es die alleinige Entscheidung des Entwicklers, unter welcher Lizenz er sein Projekt veröffentlicht.

    Yepp, natürlich.

    Sich aber dazu noch auf den Standpunkt zu stellen, der Entwickler würde die Arbeit anderer Ausnutzen wollen, weil er Patches als PD erbittet (!) und ihn dafür angreifen, selbst aber die Arbeit des Originalentwicklers ausnutzen wollen – denn darum geht es, wenn sie eine andere Lizenz als die GPL möchten – ist unverschämt.

    Nein. Es geht nicht darum, die GPL[123] abzulehnen, sondern es geht darum, dass Allen die Patches anderer einseitig als PD fordert. Er will also, dass der jeweilige Autor jede Einflußmöglichkeit auf die Weiterverwendung seines Codes aufgibt, während er das für seinen eigenen Code ablehnt. Das kann er natürlich (auch gegen jedes Fairnißgefühl) machen, aber die in der GPL intendierte virale Offenheit geht irgendwie anders.

  9. LH sagt:

    @Moss the TeXie:

    “Es geht nicht darum, die GPL[123] abzulehnen”

    Das ist durchaus in der Diskussion ein wichtiges Thema gewesen. Einige Poster haben die GPL selbst abgelehnt.

    Zum Thema Patches:
    Tatsächlich hat Allen darum gebeten (!), die Patches als PD zu veröffentlichen, damit er diese in beiden Versionen nutzen kann. Das ist auch üblich, nicht nur in diesem Projekt. Anders köntne er sie nicht sicher im Dual Licensing nutzen.
    Aber: Niemand muss ihm patches schicken, das ist rein freiwillig! Wer seine Version, das schließt eben auch die CS Version mit ein, nicht unterstützen will, soll dies eben sein lassen. Jeder aber kann und darf patches anfertigen und verteilen, sie landen dann eben nur nicht in Allens Version. Doch das ist immer noch absolut konform zur GPL, den diese verlangt nicht, das jemand einen Patch integriert.
    Sie verlangt, das man freien Zugang zum Quellcode hat, und diesen unter gleichen Bedingungen weitergeben darf. Und genau das ermöglicht der Entwickler hier. Kontrolle über seine Version des Quellcodes hat er aber nicht abgegeben, sowie von Anfang an klar gesagt, das er eine CS Version behalten wird.

    Viele vermischen Softwarelizenz und Entwicklungsprozess zu einem undefinierbaren Brei, aber eigentlich sind dies zwei getrennte Dinge. Wenn jemand mit dem Prozess des Entwicklers nicht einverstanden ist, macht er eben seine eigenen Fork, und etabliert dort den Entwicklungsprozess, den er selbst für geeignet hält.

    Aus meiner Sicht ist das Verhalten einiger Poster eher von mangeldem “Fairnissgefühl” geprägt, wenn die jemanden gegens Schienbein tretten, der erst kurz zuvor einen Schritt hin zu mehr Offenheit gegangen ist.
    Er gibt etwas, ohne etwas zurück zu verlangen (die Patches als PD sind ein Angebot zur Zusammenarbeit, keine Bedingung für das OSS sein des Projektes!), aber erntet dafür nur kurzsichtiges gemeckere.

    Da Streuben sich mir die Nackenhaare.

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