Es ging heute im Bundestag ja noch um eine andere wichtige Entscheidung: Es mußten ja weitere Millarden von Steuergeldern versenkt werden, um die zockenden Banken zu retten. Schwarz-Gelb und Rot-Grün stimmten diesem faulen Zauber zu, lediglich die Linke »stellte sich quer« (so eine große Berliner Tageszeitung, die ich wegen Leistungsschutzrechtprotest nicht verlinke). Sarah Wagenknecht heute im Bundestag:
Akzeptieren Sie, daß Finanzen ein öffentliches Gut sind, das eben nicht privater Renditejagd überlassen werden darf. Dann akzeptieren Sie, daß der Finanzsektor öffentlich und Gemeinwohl orientiert organisiert werden muß, daß Finanzen so wenig auf einen Markt gehören wie Gesundheit, Bildung und viele andere elementare Güter. […] Das, was Sie machen, gigantische, private Wettbuden am Markt zu belassen, die alle Freiheiten haben, die Ersparnisse mit waghalsigen Geschäften zu verzocken, sich an jeder Blase zu beteiligen, um maximale Rendite rauszuschinden und immer dann, wenn es eng wird, dann kommt der Steuerzahler und haftet brav für die Verluste. Also Sozialismus für die Bankvorstände und Vermögenden, und Kapitalismus für den Rest der Bevölerung. Das ist wirklich ein absurdes und krankes Modell. Und ich muß auch sagen, daß sich SPD und Grüne jedesmal dazu hergeben, diesem Bankensozialismus die nötige Mehrheit zu sichern […] das ist wirklich ein einziges Trauerspiel.
So langsam mutiere ich zum Sarah-Wagenknecht-Fan. Sie spricht mir aus der Seele (vor allem, wenn sie von »Banken als Zockerbanden« spricht).
[Update]: Auch Dieter Dehm spricht — in feinstem Hessisch — klare Worte:
Statt die Spekulanten für die Rückzahlung gewährter Darlehen heranzuziehen, lassen Sie ständig immer nur Bevölkerungen bluten. […] Und ich sage Ihnen: Ihre Spekulantenpflege macht Europa nicht mehr lange mit.
Bankensozialismus und Spekulantenpflege — zwei Worte, die ich mir merken werde …






















