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Da gehen sie hin, Eure Daten

In knapp 57 Sekunden hat am 28. Juni 2012 in der 187. Sitzung des deutschen Bundestages ein nahezu leeres und mit Sicherheit nicht beschlußfähiges Parlament Eure Bürgerrechte verraten und verkauft und beschlossen, daß in Zukunft die Meldeämter Eure Daten an Werbefirmen und Umfrageinstitute verhökern dürfen — ohne Eure Zustimmung einzuholen. Wenn Ihr das nicht wollt, müßt Ihr explizit und schriftlich widersprechen.

Jetzt müßte mindestens die bekannte Facebook-Dissidentin und Oberpopulistin Ilse Aigner aus der Bundesregierung austreten. Ihr aber könnt — da der Bundesrat dem Gesetzentwurf zustimmen muß — hier einen Appell an die Ministerpräsidenten der Länder unterzeichnen, den Verkauf Eurer Daten doch noch zu stoppen.

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5 Kommentare

  1. dth sagt:

    Mir fehlen die Worte!

    Oder doch nicht, GESINDEL!

    Dieter

  2. glamorama sagt:

    Rein zufällig (!) fand die Abstimmung just an dem Tage statt, an dem die Nation vor der Glotze saß und angesichts des verlorenen EM-Halbfinales schwarz-rot-goldene Tränen vergoss.

    In diesem Sinne: Ruhe in Frieden, Demokratie! War schön mit Dir …

  3. auf radioeins
    “Neues Bundesmeldegesetz: Wollt Ihr Adressen kaufen? Tausend Katholiken für 120 Euro! Familien sind günstiger! Kommentar von Friedrich Küppersbusch… ”
    http://www.radioeins.de/programm/sendungen/der_schoene_morgen/kommentar/friedrich_kuppersbusch.html

  4. Felsenstein sagt:

    Stecker raus, Telefon abmelden, www abmelden, in den Wald ziehen – nicht mehr verfüg- und erreichbar sein.

    Die Tendenz wird immer klarer. Oder?

  5. Verkaufte Daten…

    Erinnert sich noch irgend­wer an die “Robinson-Liste”? Es ist viele Jahre her, dass ich mich dort ein­ge­tra­gen habe. Nicht, dass es irgend­was nützte und mich von irgend­ei­ner Telefon- oder Papierwerbung schützte; es war aber immer­hin ein gutes Gef…

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