Ich weiß nicht, irgendwie kann ich mir eine gewisse Schadenfreude nicht verkneifen: Da kriegt ein Spätverkaufsbetreiber aus Pankow den Hals nicht voll und klagte, weil ihm vom Bezirksamt der Verkauf am 1. Mai untersagt worden war. Und jetzt entscheidet das Oberverwaltungsgericht Berlin/Brandenburg nicht nur, daß das Verkaufsverbot rechtens gewesen wäre, sondern stellt den Spätverkauf am Sonntag generell in Frage. Nun jammern alle, allen voran die örtliche CDU, die »eine Bedrohung der Kiezkultur« sieht. Dabei hätte der Kläger nach dem restriktiven Entscheid des Bundesverfassungsgerichts 2009 zu den Ladenöffnungszeiten, der den Sonntag als Ruhetag bekräftigt hatte, wissen müssen, was er da mit seiner Klage lostritt. Soviel zur Gier und ihren Folgen … [Berliner Zeitung, wegen Leistungsschutzrechtprotest nicht verlinkt.]
Damit hier kein falscher Eindruck entsteht: Von mir aus kann jeder verkaufen, wann und wo er will. Vorausgesetzt, der Betreiber steht entweder selber hinter der Theke oder er bezahlt seine Mitarbeiter anständig, das heißt (mindestens!) nach Tarif.























Ah, wieder eine Bildungslücke geschlossen. Den Begriff “Spätis” kannte ich nur aus Christiane Rösingers Berlin Lied. Dachte es handele sich dabei um Kneipen, die bis in den Morgen geöffnet hätten. Nun weiss ich es besser.
Berliner Spätis – ein neuer Fall Ausländerfeindlichkeit!; Rewe darf jetzt bis 24 Uhr verkaufen; doch Spätis Landen (fast alle von Ausländer betrieben!) müssen Pleite machen, weil viele Politiker und Rassisten Anhänger Langeweile haben; ich hoffe ihr hat später genug Geld, um Hartz IV (von Betrüger erfunden!) an Pleite Familien zu bezahlen! – klar, ihr wollt alles mit Geld erledigen, deswegen gibt’s auch viele Kinder und arme Familien in Deutschland! – ich bin gespannt, wer zuletzt lachen kann!