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Kulturimperialist Guggenheim Lab

Was lese ich da in meiner täglichen Totes-Holz-Rundschau? Die Programmsprache des umstrittenen BMW Guggenheim Lab ist Englisch? Wenn ich die Bürger in die Diskussion einbeziehen will (wie die Macher behaupten), muß ich sie auch in ihrer Muttersprache abholen (fiel der Taz in ihrem euphorischen Bericht gar nicht erst auf). Denkt denn eigentlich niemand mehr nach? Meine Generation hatte in der Regel keinen Fremdsprachenunterricht, wenn doch, dann war es Altgriechisch oder Latein. Die erste (und meist einzige) Fremdsprache der Neufünfländer war und ist Russisch und der Durchschnitts-Nordneuköllner oder Kreuzberger spricht gerade einmal halbwegs Deutsch und auch sein Arabisch oder Türkisch (als Muttersprache) ist meist noch steigerungsfähig. Nein, auf diese kulturimperialistische Kacke kann ich verzichten. Wo doch eigentlich jeder halbwegs Gebildete wissen müßte, daß die einzig wahre Wissenschaftssprache niederländisch ist. [Berliner Zeitung, Taz]

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3 Kommentare

  1. flopserver sagt:

    Auch in der FAZ gibt es heute eine herbe am BMW-Guggenheim-Lab von Niklas Maak, in der er u. a. “die verkrampfte Anbiederung an gentrifizierungskritische Bewegung” beklagt wird. “Die meisten der gestellten Fragen sind auf so unübertreffliche Weise irrelevant, dass man sich fragt, ob die Kuratoren eigenartige Substanzen in ihrem sogenannten Labor eingeatmet haben.”
    (leider nicht online, andere Kritik und manifester Protest gegen das Lab hingegen schon:
    http://bmwlabverhindern.blogsport.de/ )

  2. flopserver sagt:

    Sorry: “herbe Kritik” sollte es heißen.

  3. Bartleby sagt:

    Die erste (und meist einzige) Fremdsprache der Neufünfländer war und ist Russisch

    Genau, und die haben bis 1989 auf den Bäumen gesessen und Laute von sich gegeben, die man sonst nur im Tierpark hört!

    Ich bin in dem Alter, dass wir uns auf dem Pausenhof hätten prügeln können und kann Dir versichern, alle (!) Schüler der DDR haben die Polytechnischen Oberschule (für Altelfländler – das entspricht der Realschule) besucht und hatten zwei Fremdsprachen zu lernen. Und selbst meine Eltern haben Anfang-Mitte der 1950er Jahre zwei Sprachen gelernt.

    Tut mir leid, wenn Ihr in den alten Ländern die schlechteren Startbedingungen hattet. Aber geschadet hat es ja auf Dauer nicht wirklich, wie wir aus der Geschichte wissen ;-)

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