Bundespräsident Gauck wirbt für Auslandseinsätze der Bundeswehr und kritisiert die Bevölkerung, weil sie es eben nicht mehr für süß und ehrenvoll halte, fürs Vaterland zu sterben. Und schwadroniert von reinigenden Stahlgewittern:
Die Abscheu gegen Gewalt sei zwar verständlich, und Gewalt werde immer ein Übel bleiben. »Aber sie kann — solange wir in der Welt leben, in der wir leben […] — notwendig und sinnvoll sein, um ihrerseits Gewalt zu überwinden oder zu unterbinden.«
Ich erkläre hiermit in aller Deutlichkeit: Dieser Präsident ist nicht mein Präsident. [Spiegel Online]























“Reinigende Stahlgewitter” lese ich aus der von Dir zitierten Passage nicht heraus. Was Gauck wohl meint, sind Interventionskriege zur Verhinderung von Massakern (über deren Sinnhaftigkeit auch zu diskutieren ist). Bedenklicher finde ich, dass Gauck einer Gesellschaft, die keine Kriege will, “Glückssucht” unterstellt.
Was ist es denn anderes, wenn man Gewalt für »notwendig und sinnvoll« hält? Ansonsten teile ich Deine Bedenken ebenfalls.
Solange es Menschen auf dieser Erde gibt wird es Gewalt und auch Kriege geben. Da kann Herr Gauck erzählen was er will. Und wir, die wir von einer gewaltfreien Erde träumen dürfen und müssen weiter träumen….
Es geht vor allem darum, daß Deutsche wieder mit gestärkter Heldenbrust den Heldentod fürs Vaterland sterben dürfen. Wir sollen – mal wieder – auf Kriegseinsätze getrimmt werden. Und eines hat unser BuPrä auch vergessen, die Bundeswehr verkommt immer mehr zu einer Söldnerarmee, die notfalls auch im Innern (W. Schäuble) eingesetzt werden kann, vor allem aber um ökonomische Interessen zu wahren (z.B. Opiumanbau in Afghanistan zu schützen oder militärisch in fremden Ländern Menschen anzugreifen wie in Nigeria).
“reinigende Stahlgewitter” (JK) oder “mit gestaerkter Heldenbrust den Heldentod [...] fuers Vaterland” (gerhardq) sind schon reichlich polemisch. So etwas ist einer nuechternen Debatte nicht sehr zutraeglich.
Wirklich nicht. Widerlich.
Für alle, die etwas Hintergrund zu den Stahlgewittern brauchen: http://de.wikipedia.org/wiki/In_Stahlgewittern
Jörg, überrascht es Dich, dass man einen militärfreundlichen Pfarrer zum Herren in einem Schloss gemacht hat, dessen Bau vom jüngsten Bruder des Alten Fritz in Auftrag gegeben wurde? Jetzt wird es stilecht. Na ja fast, es fehlt nur noch der Dreispitz.
Massaker anrichten, um Massaker zu verhindern. Man kann sich dann raussuchen, ob man von der NATO als Kollateralschaden oder von bösen Taliban getötet werden mag.
Mein Präsident ist er auch nicht!
@Jörg: Bei “Stahlgewitter” denke ich an die (widerliche) Idee, den Krieg als wichtige, charakterbildende Lebenserfahrung zu sehen. Das meint Gauck wohl nicht.
Gauck – zurückgetreten, aber dalli !!!
Weggetreten biste ja schon.