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2052 – Das Jahr des globalen Kollapses

Nicht nur das UNO-Umweltprogramm warnt vor einem ungebremsten »Weiter so« (siehe unten), sondern auch der Club of Rome sieht die Welt vor einem globalen Kollaps: 40 Jahre nach den »Grenzen des Wachstums« warnt der Think Tank: Business as usual sei keine Option mehr. Der neue Bericht »2052« deute darauf hin,

daß die Menschheit nicht überleben wird, wenn sie ihren bisherigen Weg der Verschwendung und Kurzsichtigkeit fortsetzt. […] Die Menschheit hat die Ressourcen der Erde ausgereizt und wir werden in einigen Fällen schon vor 2052 einen örtlichen Kollaps erleben. […] Wir stoßen jedes Jahr zweimal so viel Treibhausgas aus, wie Wälder und Meere absorbieren können.

Da helfe nur eine Revolution gegen die Kultur des Konsums und eine Abkehr vom »fast religiösen Glauben« des Westens an freie Märkte. [Süddeutsche.de]

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7 Kommentare

  1. HCL sagt:

    ich werde einen teufel tun, die hier zu verlinken, aber die IgittNSM meint dazu:

    »[…] Vergleichbar kann auch die Studie des Club of Rome gelesen werden. Als eindringliches Worst-Case-Szenario schildert sie was passieren KANN, wenn wir es nicht schaffen das Ölzeitalter in Richtung dauerhafte Nachhaltigkeit zu verlassen. Doch Angst und Pessimismus alleine sind bekanntlich keine guten Berater. Auch die Steinzeit ging nicht zu Ende, weil es keine Steine mehr gab, sondern weil der Mensch über sich selbst hinaus GEWACHSEN ist. Die Erfindung des USB-Sticks hat mehr Bäume gerettet und Papier gespart, als dies alle Umweltinitiativen zusammen je vermocht hätten. In diesem Sinne ist Wachstum in gelenkten Bahnen kein Fluch, sondern ein Segen, um unseren Fortschritt vom Naturverbrauch zu entkoppeln.«

  2. Lothar Meyer sagt:

    Wir haben versagt, daran lässt sich nicht vorbeireden. Ich bin bereits in meiner Jugend mit ähnlichen Worst-Case-Szenarien konfrontiert worden. Damals lief im WWF (das lokalisierte Vorabendprogramm der ARD, wer sich erinnern mag) eine Serie, in der schon der Kollaps für das Jahr 2009 mit fiktiven Nachrichtensendungen beschrieben wurde. Heute läuft an dieser Stelle im Quotenwettbewerb eine beschissene Dauersoap.

    Unsere Kinder kaufen unter dem Eindruck von 30 Jahren Konsumterror im hippen Privatfernsehen heute Wegwerfklamotten aus China, die sie nach einer Saison in den Kleidercontainer werfen, damit die dann nach Afrika exportiert werden können und wieder Platz im Schrank ist oder jetten zum Einkaufen vor Weihnachten mal eben nach NY. Selber kochen ist uncool, Systemgastronomie ist in. «O Gott, höhere Strompreise! Wie konnte man nur aus der Atomkraft aussteigen!»

    Wir haben uns alle Mühe gegeben, mit gutem Vorbild voran zu gehen, aber gegen die in den letzten 20 Jahren exponential gestiegene Wegwerf-Mentalität (kostet ja [vermeintlich] nichts!) ist einfach nicht anzukommen!

  3. Tom sagt:

    Natürlich wird die Menschheit überleben. Menschen sind keine “dummen” Tiere und können sie viel schneller anpassen.
    Ändern wird sich sicher das Umfeld. Vielleicht wirds enger. Vielleicht wirds spartanischer. Aber verschwinden werden die Menschen so schnell nicht.

  4. Moss sagt:

    Ist die Singularität nicht schon deutlich vorher zu erwarten?

    Aber mal ehrlich: 2052 würde ich 90, das werde ich bei meinem Lebenswandel vermutlich nicht mehr erleben. Um ehrlich zu sein, isses mir also ziemlich egal, wie’s dann ist.

  5. Lothar Meyer sagt:

    @moss: Das ist genau das Problem!

  6. gerhardq sagt:

    Sagen wir es doch ganz einfach, wenn die Erde einmal richtig hustet, dann war es mit der Menschheit. Da wir uns ja hauptsächlich auf Konsum, Macht und Geld konzentrieren – uns also mit uns selbst beschäftigen – ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, daß wir ausgelöscht werden. Die Natur braucht uns nicht, wir aber die Natur.
    Wir leben auf dieser Erde in der ständigen Gefahr von Asteroidentreffern, Supertornados, Supervulkane und -erdbeben. Dazu kommen noch solche Banalitäten wie Umweltverschmutzung und Klimaveränderung. Sollte nur eine dieser Gefahren im globalen Ausmaß eintreten, sind die Menschen ein Hauch in der Geschichte.

    Wenn wir überleben wollen, müssen wir diesen Gefahren wirksam begegnen. Eine Möglichkeit ist die Besiedelung unseres Sonnensystems. Leider haben wir damit nach 1972 aufgehört.

  7. Moss sagt:

    @Lothar Meyer: was schlägst Du vor?

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