Auch Österreich scheint auf den Weg in den Gottesstaat zu sein. Jedenfalls wurde der deutsche Autor und Satiriker Laabs Kowalski, der unter anderem auch für den Grimme-Preis nominiert war, vor etwa drei Monaten bei dem Versuch, mit einer befreundeten Rockband nach Österreich einzureisen, mit der Begründung, er sei zur persona non grata erklärt worden, zurückgeschickt. Laut Recherchen des Kölner Express sei die Begründung, daß sein Roman Ich, Jesus, Scharlatan (von 2001! Neuauflage 2003, beide vergriffen) gotteslästerlich wäre. Das Innenministerium in Wien hat — laut heute.at — den Vorfall bestätigt und Laabs Kowalski will nun Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte einlegen.
Mein Verfahren wegen Gotteslästerung ist ja von einer mutigen Berliner Richterin abgeschmettert worden, hoffen wir, daß die Vernunft auch in Österreich Einzug hält. Denn Laabs Kowalski würde gerne eine Lesung in Wien abhalten. [Dietmar Schoder vom Verein Wiener Atheisten (dessen Ehrenmitglied ich bin) per Email.]























WTF? Ich hätte nicht gedacht, dass es diesen Tatbestand bei uns gibt, zumal wir ja angeblich ein säkulärer Staat sind. Anscheinend doch nicht. Frechheit!
So ganz stimmt das ja nicht: http://nulleffekt.net/deutscher-satiriker-narrt-koelner-express-und-heute-mit-einreiseverbot/
http://nulleffekt.net/deutscher-satiriker-narrt-express-de-und-heute-at-mit-einreiseverbot/
Satire also.
Ob sich das ganze aber so auch zugetragen hat, kann bezweifelt werden: http://nulleffekt.net/deutscher-satiriker-narrt-koelner-express-und-heute-mit-einreiseverbot/ (“heute” ist leider keine der verlässlichsten Quellen)
(Aber: ja, Ö hat ein massives Problem mit der Trennung Kirche/Staat. Daher trotzdem: danke für den Artikel!)
Als geborene Österreicherin überrascht mich das gar nicht. Schießlich gelten wir als seeehr konservativ..sozusagen tiefschwarz…