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Ich bin hinter dir

Unter dem bewußt doppeldeutigen Titel »Ich bin hinter dir« hat der Journalist Rolf Cantzen katholische Internats­geschichten gesammelt und herausgegeben. Aus dem Klappentext:

Kontrolliert, gedemütigt, verprügelt, bestraft, sexuell mißbraucht, zur Mittäterschaft gezwungen – das Erleben katholischer Internate wird in den hier gesammelten Texten ungeschützt erinnert. Die biographischen Reflexionen zeigen, wie in der »totalen Institution« Internat Kontrolle, Hierarchie, Gewalt und sexueller Mißbrauch ineinander greifen und eine spezielle Variante »schwarzer Pädagogik« ausbilden. Der Zweifel an rigiden Glaubensvorschriften verbindet sich mit dem Gefühl, sündig und minderwertig zu sein. Die christliche Demutsforderung mündet in die systematische Demütigung der Zöglinge.

Die persönlichen Rückblicke machen deutlich: Sexualisierte Gewalt in katholischen Internaten geschieht nicht zufällig durch psychopathische Einzeltäter. Sie wird begünstigt durch hierarchische Institutionen, durch christliche Ideologie und durch eine zur »Reinheit« verpflichtete zölibatäre Männergemeinschaft.

Das Buch ist in dem kleinen, aber feinen Alibri-Verlag erschienen, der sich als Forum für Utopie und Skepsis versteht (hier der Wikipedia-Eintrag). Stöbert ruhig mal auf deren Seiten herum. Denn dort gibt es noch mehr zu entdecken. [Danke an Rolf Cantzen, der mich per Email auf sein Buch aufmerksam machte.]

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Ein Kommentar

  1. Kinch sagt:

    Na, da weiß ich ja schon, wer nicht mehr in Österreich einreisen darf.

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