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Was gesagt werden mußte …

Zu der Debatte um ein — zugegeben — mittelprächtiges Gedicht von Günter Grass und dem kollektiven Aufjaulen von Politik und Presse fällt mir nichts ein. Alles, was dazu gesagt werden muß, hat Jakob Augstein gesagt: Es mußte gesagt werden. Es geht hier schließlich nicht um Wattebäuschchen, es geht um einen Atomkrieg. In diesem Sinne: Fröhliche Ostern! [Spiegel Online]

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7 Kommentare

  1. robert sagt:

    Hier gibt es noch ne schöne Gegendarstellung: http://www.publikative.org/2012/04/06/im-zweifel-gegen-israel/

  2. Uwe sagt:

    Ich mag weder Augstein noch Grass besonders. Auch das Gedicht selbst ist eher Selbstdarstellung denn große Literatur. Aber diese vermeintliche ‘Gegendarstellung’ beschäftigt sich eher mit polemischen Allgemeinplätzen zu den Personen und deren vermeintlicher Sicht der Welt als mit einer Kritik an Augsteins Artikel oder dem Gedicht. Insofern kann man vermuten, dass, da dem Autor sonst nichts substantielles einfällt, die beiden mit ihrer Israel-Kritik Recht haben. Aber immerhin ist erfreulich (und entlarvend), dass sogar ein Gedicht in der heutigen Zeit eine solche Reaktion hervorruft.

    mySenf

  3. FF sagt:

    Ein peinlicher alter Mann, der seinen Lebenslauf schönte bzw.fälschte, um sich als wandelndes Weltgewissen, Obermoralist und Zeigefingerheber der Nation einzurichten (und den heiß ersehnten Literaturnobelpreis zu ergattern), schreibt ein (schlechtes) Gedicht.

    Und alle drehen durch. Heuchelei oder Peinlichkeit? Kein Mensch läse diesen Text oder hielte ihn für “bedeutend”, stammte er nicht von Herrn G.

    Der ja bekanntlich schon in deutschen Angelegenheiten (wegen Auschwitz keine Wiedervereinigung, Warnung vor dem IV. Reich, barsche Verteidigung der Agenda 2010 etc.) immer richtig lag und niemals Unsinn verlautbarte…

    PS.: Ich lese viele (gute) Bücher. Die politisch-moralische Privatmeinung der Autoren, gar ihre Kommentare zur Nachrichtenlage, gereimt, gehäkelt, getöpfert oder geklöppelt, interessieren mich jedoch ungefähr: null.

    PPS.: Wieviele gute Bücher hat Herr G. eigentlich geschrieben? Blechtrommel, Treffen in Telgte, Unkenrufe. Den Rest habe ich nach zwanzig Seiten weggelegt. Was natürlich nichts heißen muß. ;-)

  4. Al sagt:

    Günter Grass war in den letzten Tagen unangefochten Spitzenreiter in den Schlagzeilen. Alle verreissen sein Gedicht, nur Die Linke stimmt ihm (verhalten) zu. Die Medien vermitteln unisono den Eindruck, hier hat sich einer total daneben benommen und er steht mit seiner Meinung völlig allein im Abseits.

    Der Ton ist polemisch und rüde. Vorne weg natürlich die offiziellen Juden und die Springer-Presse. Auf die von Grass genannten Fakten geht niemand ein, obwohl diese Tatsachen unstrittig sind: Israel plant den Erstschlag gegen den Iran. Israels Atomwaffen unterliegen keinerlei Kontrolle. Deutschland liefert ein U-Boot an Israel, das Atomwaffen abfeuern kann. Die Existenz einer iranischen Atombombe ist nicht bewiesen.

    Vor allen Dingen aber wird der absolut sinnvolle Vorschlag von Gras einfach ignoriert: Kontrolle des atomaren Potentials des Irans und Israels durch eine internationale Instanz. Warum ist dieser Vorschlag unannehmbar und wird nicht einmal erwähnt, viel weniger noch diskutiert? Dafür wirft man Grass seine Mitgliedschaft in der SS vor. Was hat das mit Israels aggressiver Politik zu tun?

    Auffällig ist die einhellige Verurteilung von Grass: Grass der Antisemit. Wo bleibt die Meinungsvielfalt, der Pluralismus? Wer definiert, was Antisemitismus ist? Wer hat die Medien (wie in der DDR) gleichgeschaltet? Ist das vorauseilender Gehorsam? Es ist doch völlig unrealistisch, dass nur die in den Medien propagierte Position zu Grass existiert!? Wo sind die Meinungsumfragen? Was würden sie ergeben? Denken 20, 40, 60 oder 80 Prozent der Bevölkerung so wie Grass? Deutschland – Ein Volk von Heuchlern und Antisemiten …?!

  5. Jasper.R sagt:

    Ein kurzes Interview, aber sehr aussagekräftig!

  6. Jörg Kantel sagt:

    @Jasper.R: Diejenigen, die dieses Video hochgeladen haben, scheinen mir aber nicht wirklich koscher zu sein. Ist wohl aus dem Umfeld des Kopp-Verlages. Habe daher die URL zum Video entfernt, will für die keine Werbung machen.

  7. flopserver sagt:

    Die Westfaelische Nachrichten haben gerade zum Thema eine schöne, doppeldeutige Überschrift:
    Thierse zu SPD: Grass nicht vorschnell abschreiben‎

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