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Das Internet ist kein Plattenladen

Fritz Effenberger erklärt Sven Regner das Internet:

Erste große Überraschung: Das Internet ist kein Plattenladen. Sorry, aber da habense dich angelogen. Das Internet ist statt dessen so eine Art Radio- oder Fernsehsender. Merkt man schon daran, daß es Strom braucht. Du kannst da Sachen draus »aufnehmen«, wie beim Radio, aber nichts draus wegnehmen (»stehlen«).

[...] Dritte Überraschung: Ich lebe von meiner Arbeit als Urheber, vor allem als Journalist, mit Artikeln, die zu 100 % frei im Internet zu lesen sind. So leid es mir tut, das schon wieder sagen zu müssen, aber die Industrie-Ära ist vorbei, und mit ihr das Geschäftsmodell der massenproduzierten Kulturdatenträger. Viele Musiker auf der Welt leben inzwischen von neuen Geschäftsmodellen. Mach das doch auch, bitte.

Vieles von der Argumentation deckt sich mit meinem Vortrag zur re:publica 2010 »Das Urheberrecht im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit«, ausformuliert und für den Rundfunk aufbereitet auch hier: Geld schafft sich ab im Netz. Digitalisiertes Wissen wird zum Gemeingut (für die komische Überschrift ist die Redaktion des Deutschlandradios verantwortlich, für den Text bin ich es). [Nina von C. via Fatzebuch.]

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3 Kommentare

  1. Rainersacht sagt:

    Dieses “Viele Musiker auf der Welt leben inzwischen von neuen Geschäftsmodellen” les ich immer nur von Nichtmusikern.
    Belastbarer scheint mir diese konkrete Rechnung zum Thema, bei der eine Band sich ins Portemonä gucken ließ:

    http://on3.de/e/12940#/e/12940

  2. Jörg Kantel sagt:

    @Rainer: Und wo ist da das »neue Geschäftsmodell«? Ich sehe es nicht …

  3. Ingo sagt:

    Der Rechnung mangelt es auch daran, dass die Ausschüttungen von der Gema, VGL, VG Wort etc nicht verrechnet werden.

    Ausserdem ist es unfair, Streaming mit CD-Verkauf zu vergleichen – korrekt wäre der Vergleich mit dem Radio, wo der Künstler abgesehen von den Verwertungsgesellschaftsausschüttungen (die in der Rechnung ja unter den Tisch gefallen sind) gar nichts bekommt.

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