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LaTeX-Frage(n)

Wir planen, die Autoren-Unterstützung für die Edition Open Access auszuweiten. Auf dem Mac nutzen wir TeXShop als IDE, BibTeX/BibDesk für die Bibliographie und das Xe(La)TeX 2011 als Unicode-feste LaTeX-Implementierung. Da die Nutzung von Linux unter Geisteswissenschaftlern (noch) nicht so verbreitet ist, planen wir, als erstes den Nutzern des »anderen« Betriebssystems Hilfen an die Hand zu geben. Sie sollen genau so komfortabel Bücher erstellen können (die wir dann anschließend noch in Ebooks und Webseiten wandeln), wie unser MacOS-X-Klientel. Also, Windows-LaTeX-Profis vor:

  1. Welchen (Unicode-festen) LaTeX-Editor (Open Source) unter Windows könnt Ihr empfehlen? (Bei all meiner Sympathie für dieses Stück Software, bitte nicht den Emacs mit AucTeX, das Teil soll für mausschubsende Geistes­wissenschaftler geeignet sein.)
  2. Ist JabRef der einzige BibTeX-Client unter Windows oder gibt es ernstzunehmende Alternativen (auch hier wieder: Unicode-fest (auch arabische, (alt-) griechische und chinesische Autoren sollen korrekt alpha­betisch einsortiert werden) und Geisteswissenschaftler-kompatibel)?

Wir wollen die Windows-Unterstützung möglichst schnell vorantreiben. Für rasche Antworten und/oder Anregungen ist Euch das gesamte Edition-Open-Access-Team dankbar.

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12 Kommentare

  1. Michael Wiedmann sagt:

    Hallo,

    ich habe deinen “Hilfe-Aufruf” nach de.comp.text.tex weitergeleitet.

    Michael

  2. heinz sagt:

    Zu 1.
    Kurz mal bei Heise geschaut, wie wärs mit dem hier:
    http://www.heise.de/download/texmaker.html

    Umfangreicher LaTeX-Editor mit integrierten Tools und Funktionen wie Syntax-Highlighting, 370 mathematischen Symbolen und Ausdrücken, Suchen und Ersetzen oder Rechtschreibprüfung; konvertiert zudem LaTeX ins HTML-Format

  3. Jens K sagt:

    Ich habe zuletzt Texmaker (http://www.xm1math.net/texmaker/) verwendet. Ich fand Texmaker recht einfach zu bedienen (also sollten hoffentlich auch Geisteswissenschaftler damit klarkommen ;) , er kann Unicode, und er läuft auch auf Linux und MacOS.
    Und dann ist da natürlich noch TeXnicCenter, aber das kann Unicode erst ab Version 2.0 (momentan Alpha).

  4. HarryB sagt:

    Als LaTeX Editor für Windows habe ich TeXnicCenter schätzen gelernt.

    http://www.texniccenter.org/

    Viele Grüße
    Harry

  5. Jens sagt:

    Nur mal als Denkanstoß. Wäre “andLinux” keine Lösung? Vielleicht laufen damit ja die vorhandenen Linuxtools unter Windows.

  6. kein name bitte sagt:

    Hallo,
    also ich habe meine letzten Hausarbeiten und meine Abschlussarbeiten im Fach Alte Geschichte und Sinologie allesamt mit Texmaker (Oder auch TexStudio, ehemals TexmakerX, aber der Fork ist etwas zwielichtig!!!) geschrieben. (Nuzte TeX seit ca. 5 Jahren)

    Ich habe vorher mit Texniccenter gearbeitet aber der Workflow von Texmaker hat mir persönlich besser gelegen. (Unübertroffen bleibt natürlich Emacs/AcuTeX oder Vim (ich mag beide!) ;) )

    Ich weiß dass viele dem nicht zustimmen werden, v.a. weil Texmaker einige unangenehme Sachen macht, die nicht jedem gefallen. (z.B. kann man nur über Umwege Wörter die nicht im Wörterbuch sind aufnehmen. Oder das UTF-8 nicht standardmäßig eingestellt ist!) Viele Sachen werden bei TexStudio ausgebügelt, aber wie gesagt, der Fork ist ein wenig zwielichtig.

    Als Distribution nutze ich Miktex, weil es halt Luatex schon an Bord hat und ich mich mit Texlive nie so anfreunden konnte. (Obwohl ich das für Linux nutze!) Außerdem hat es von vornherein Texworks mit an Bord, was die Suche und die Installation vereinfachen würde. Allerdings ist Texworks doch sehr, sehr spartanisch. Die Paketverwaltung hat alles was ich brauche.

    Es gibt NUR JabRef für Windows! Bisher habe ich noch KEINE wirkliche Alternative gefunden, was mich persönlich aber nie gestört hat, weil ich gut damit klar komme. UTF-8 Dinge kann er gut, nur meine JAVA-Umgebung buggt sehr oft herum (allgemeine Sachen wie schlechtes Windowredrawing dass bei vielen Javasachen vorkommt, und nicht ausschliesslich bei JabRef!) Viele der Funktionen von JabRef nutze ich sowieso nicht, so dass ich auch oft per Texteditor Referenzen einfüge.

    Ich wechsele zwischen den BS immer ein wenig hin und her und bisher hatte ich nie Probleme mit Interoperabilität. Chinesische oder Griechische Schriftzeichen werden (wenn man die Codepage von vornherein richtig eingestellt hat) ohne Probleme bei beiden Systemen/TeX-Distros erkannt und ausgegeben, von daher sind das wohl eher geringfügigere Problem. (V.a. da man mit modernen Windows-Systemen nicht mehr das alte “Asiatsche-Schriftzeichen-erst-mühsam-installieren” Problem hat.

    Ich “musste” vor kurzem erst mal wieder Word benutzen und war entsetzt, wie kompliziert es für mich geworden ist! :)

  7. Christina sagt:

    Ich habe zuerst mit Kile angefangen, mußte aber bald eine Windows-Alternative finden, weil sämtliche Möglichkeiten, Kile unter Windows zu nutzen, einfach zu umständlich sind – AndLinux oder KDE for Windows fallen mir gerade ein.
    Ich habe nach vielem Ausprobieren WinShell gefunden, was mit JabRef als Literaturverwaltung prima funktioniert. Als Distribution nutze ich TexLive, das läßt sich inzwischen auch super installieren und warten.

  8. Helmut sagt:

    Als mausschubsender Sozialwissenschaftler empfehle ich (auf allen Plattformen) LyX (www.lyx.org). LyX ist kein LaTeX-Editor, sondern ein Frontend, mit dem der Umstieg von bekannten Textverarbeitungen leicht fallen sollte.

  9. ich sagt:

    So…, hack mal nicht so ville auf den Geisteswissenschaftlern rum! Die haben dir gar nix getan. Außerdem gibt es unter uns auch einige Linuxaffine (o.k. wir sind eine Minderheit) :)

    Und nun zum ernsten Teil. Obwohl es ein proprietäres Programmm ist, kann ich Citavi empfehlen.

    Vorteile:
    1. anhand der ISBN werden Autorendaten von verschiedenen kostenpflichtigen — nicht für den Enduser wohlgemerkt — Datenbanken bezogen. Durchweg von hoher Qualität.
    2. Für meine Begriffe, bietet Citavi eine benutzerfreundliche Oberfläche.
    3. Gute Integration in die meisten Textprogramme. Lyx, Wintex, etc.

    Nachteile:
    1. Keinen Plan ob das verwendete Encoding Utf-8 ist.
    2. Es können pro Projekt in der kostenlosen Variante nur 30 Werke verwaltet werden.
    3. Ist nur schwer unter anderen OS zum Laufen zu bringen (Mac?, Linux, Bsd)

    Hoffe das hilft.
    Viele Grüße
    Ich

  10. LaFaro sagt:

    Texmaker ist auch meine Wahl und mein Vorschlag für die Arbeit mit LaTeX. Damit kommen auch nach meinen Erfahrungen nicht so computer-affine Soziologen und Pädagogen klar.

  11. Bibi sagt:

    emacs+aucTeX sind vollständig mit der Maus bedienbar. Ich kenne mehr als einen Geisteswissenschaftler, der sich sich erst aufgrund allerlei Gerüchte dagegen gewehrt hat und jetzt nicht mehr ohne sein will. Unter http://www.komascript.de/node/1475 gibt es eine ganze Serie von Beiträgen eines (ich glaube) Juristen, die sich mit dem Einsatz von emacs befasst. Besonders einfach ist beispielsweise der org-mode (http://orgmode.org) für emacs. Den beherrscht jeder Anfänger schnell und muss sich dabei nicht einmal gleichzeitig auch noch im LaTeX einarbeiten. Aus dem org-mode heraus kann man dann LaTeX, ASCII, HTML, PDF, DOCBOOK, ODT, … exportieren.

    Bei TeXLive und MiKTeX für Windows ist inzwischen übrigens TeXworks (http://www.tug.org/texworks) dabei. Der ist zwar recht spartanisch hat aber für Anfänger den Vorteil, dass der Anfänger nicht gleichzeitig LaTeX und einen komplizierten Editor lernen muss. UTF8 ist damit kein Problem. Außerdem ist ein PDF-Viewer eingebaut, so dass man sich nicht mit der Konfigurierung eines externen Viewers herumschlagen muss.

    Das ist bei TeXnicCenter beispielsweise gar nicht so einfach (für den gibt es inzwischen mehrseitige Dokumente, wie Anfänger diverse Klippen umschiffen müssen). Wenn TeXnicCenter, dann eigentlich nur die 2er-Alpha-Version. Die 1er-Version ist für Anfänger unbrauchbar und kann kein UTF8.

    Texlipse (http://texlipse.sourceforge.net) kann UTF8 dafür funktionieren ein paar andere Dinge nicht wirklich gut.

    TeXmaker wurde ja bereits genannt. Der Fork TeXstudio (vormals TeXmakerX, daher: http://texmakerx.sf.net) ist meiner Meinung nach wesentlich weiter als TeXmaker und wird außerdem aktiver weiterentwickelt. Wenn man ein Feature braucht, muss man eigentlich nur beim Autor nachfragen. Wenn es das noch nicht gibt und es als sinnvoll und umsetzbar betrachtet wird, wird es das in wenigen Wochen geben.

    Ich sagen den Anfängern aber üblicherweise: Installiert TeX, startet TeXworks und wühlt euch damit erst einmal durch die Anfangshürde LaTeX. Wenn ihr damit durch seit, dann schaut euch verschiedene Editoren mit erweitertem Funktionsumfang an. Lasst euch dabei nicht von irgendwelchen Gerüchten ins Bockshorn jagen, sondern schaut es euch selbst an. Rundum zufrieden werdet ihr mit keinem Editor sein. Mal ist das besser gelöst, mal jenes. Fragt in den Foren/Mailinglisten der entsprechenden Editoren nach, wenn ihr mit irgend etwas ein Problem habt. Oft ist die Lösung sehr viel einfacher als es scheint (Beispiel: Copy/Paste bei emacs auf gewohnte Shortcuts ändern geht mit einem Mausklick – dauerhaft mit zwei). Entscheidet dann für euch und ohne viel Trara, welcher Editor eurer Arbeitsweise am ehesten entspricht.

    BTW: Für Programmierer gibt es eigentlich nur drei mögliche Antworten: emacs, texlipse oder vi(m). Mit denen hat man jeweils einen Editor für alles – nicht nur für LaTeX. Für Geisteswissenschaftler ist die Antwort weniger einfach.

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