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Popcorn!!!

Bloggerin, schändlicherweise die Augen vor den phantastischen Leistungen John Ashts
verschließend

Da schreibt eine Bloggerin einen Verriß eines Fantasy-Romans (was ihr gutes Recht ist). Und der Autor und seine (Kleinst-) Verlegerin Antje Roder regen sich in den Kommentaren furchtbar darüber auf (was auch ihr gutes Recht ist — auch wenn man sich als Profischreiber eigentlich nie zu Rezensionen und schon gar nicht zu Verrissen äußern sollte). Eindeutig übers Ziel hinaus schießen sie aber, wenn sie dann der Bloggerin mit dem Anwalt drohen und die Beschimpfungen weit unter die Gürtellinie gehen. Und ab dann wird es spannend: Wüste Verschwörungstheorien über »Literaturkriminalität im Internet« werden in die Welt gesetzt (John Asht scheint schon ein seltsamer Vogel zu sein) und natürlich sorgt der Streisand-Effekt für eine schnelle Verbreitung der Story (die der Fandom Observer brav für uns zusammengefaßt hat). Schließlich haben die Phanta News ein Einsehen mit den gestreßten Rezensiongeschädigten und veröffentlichen eine Hilfe für von Buchblogger-Rezensionen frustrierte Autoren und Verleger. Ich habe unter dem Tisch gelegen vor Lachen und werde mich für das Wochenende mit Knabbergebäck eindecken und die Geschichte weiterverfolgen. Denn es gibt sicher noch vieles zu enthüllen: Ist die Verlegerin vielleicht die Freundin des Autors und mit ihm in einer lesbischen Beziehung? Oder die Bloggerin eine Vampirella und stammt von kleinen grünen Marsmännchen ab? Bleibt dran, die Geschichte bietet Potential für feinstes Popcorn-Kino. [Wibke L. via Google+]

[Nachtrag]: Mein letzter Verriß liegt ja nun schon etwas zurück (ich schreibe nur sehr ungern Verrisse). Vielleicht sollten mich Richard A. Clarke und sein Verlag genau so wüst beschimpfen wie Herr Asht und sein Verlag die Bloggerin. Ich will schließlich auch einmal eine Internet-Berühmtheit werden.

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8 Kommentare

  1. Niels sagt:

    Vielleicht wird hier nach dem Motto “Nur gar keine Presse ist schlechte Presse” gehandelt? Immerhin sind Autor und Verlegerin im Gespräch – ob die Art des Gesprächs gut fürs Geschäft ist können nur die Verkaufszahlen zeigen.

    Ich ziehe übrigens stark in Zweifel, dass “man sich als Profischreiber eigentlich nie zu Rezensionen und schon gar nicht zu Verrissen äußern sollte”.
    So manches Wortgefecht zwischen Autor und Kritiker liefert schließlich einen literarischen Hochgenuß, auf den ich nicht verzichten möchte…

  2. Mir gefällt das Formular der Phanta News am besten, und ich finde, wir sollten eine Initiative gründen, damit das dort angebotene Plugin realisiert wird! ;)

  3. Jörg Kantel sagt:

    @Niels: Unter diesem Gesichtspunkt hast Du natürlich (beinahe) recht. ;) Auch die obige Geschichte bietet zwar keinen literarischen Hochgenuß, aber immerhin beste Unterhaltung. Und auch Walser gegen Reich-Ranicki war doch ziemlich lustig. (Aber ob »Der Kritiker« literarischer Hochgenuß war?)

  4. Danke für die Erwähnung.

    Die eigentliche Geschichte erscheint jedoch erst am 1. Februar um 00.01 Uhr in unserer Februarausgabe. Deshalb: auf keinen Fall FANDOM OBSERVER 272 verpassen! “Die Rezimafia – Den Drahtziehern der Organisierten Literatur-Kriminalität auf der Spur”. Kostet wie immer nix. Null Euro. GRATIS!! Lest das. Bitte. Sonst rufe ich unseren Anwalt an.

  5. Alex sagt:

    Der Autor hat in seinem Blog angekündigt wg. Verstosses nach #15 UWG gegen die Bloggering vorzugehen. Gegen diesen (http://john-asht.blogspot.com/2012/01/literatur-kriminalitat-im-internet.html?spref=bl) Artikel sind seine Kommentare in dem Blog der Rezensentin nur läppisches Vorgeplänkel:

    Literatur-Kriminalität im Internet

    […]

    Heute aber, im zweiten und vielleicht auch letzten noch freien Internetjahrzehnt, kann jeder veröffentlichen, was er will – egal ob er etwas drauf hat oder auch nur eine frustrierte Niete ist: Er veröffentlicht vor allem Texte, weil’s nix kostet – und weil er irrtümlich glaubt, dass das “Freie Internet” einen vor Strafverfolgung schützt – oder weil er “Meinungsfreiheit” mit “Narrenfreiheit” verwechselt.

    Wer auf Popcorn-Kino steht sollte den ganzen Artikel von Herrn Asht lesen!

  6. Boris sagt:

    Jetzt habe ich doch zum allerersten Mal von diesem Herrn Asht gehört und sogar etwas von ihm gelesen. Seine ersten Kommentare in diesem Rezensionsblog nämlich.

    Daraus schließe ich kurzum auf seine Bücher und weiß genau, dass ich niemals eines lesen werde.

    Fein, manchmal braucht es tatsächlich nur eine kurze Äußerung eines Autors und ich kann mir ohne Lektüre eines Werkes oder einer Rezension ein sicheres Urteil bilden.

    Ich liebe das Internet!

  7. [...] der Sache »John Asht gegen die Bloggeria« gibt es Neues zu vermelden: Der Meister hat heute nacht (0:01 Uhr) wieder zugeschlagen (ganz nach [...]

  8. Claudio Michele Mancini sagt:

    zufällig bin ich auf diesen Blog „John Asht“ geraten und habe einerseits mit Interesse, andererseits mit unverhohlenem Amüsement den Blog gelesen. Vielleicht ist es von Interesse, einige Schmankerl zum Thema John Asht und dessen Lebensgefährtin Antje Roder beizutragen. Zugegeben, sie sind leider peinlich für mich.

    Aber nun zum Wesentlichen: am 21. 12. 2010 habe ich gemeinsam mit meiner Lebensgefährtin Sanna Felden einen Vertrag zur Publikation zweier Satire-Bücher unterschrieben. Kurze Zeit später musste ich mich fragen, ob ich damals bei Sinnen war. Es nützt wenig, wenn ich mich damit entschuldige, einem Betrüger aufgesessen zu sein. Dieser Asht suggerierte List mir im persönlichen Umgang sehr geschickt, er sei der „verantwortliche Mann“ im Roder-Verlag, was sich hinterher als falsch darstellte. Er benutzt bei öffentlichen Kommentaren oder Threats nicht nur Phantasienamen sondern ohne Not auch den Namen seiner Lebensgefährtin, um Authentizität von Aussgaen vorzugaukeln. In Wahrheit ist er ein Bankrotteur, der keine Geschäftsführung übernehmen darf und stattdessen seine Freundin Antje Roder die Verlagsgeschäfte führen lässt, da er von Pfändungen bedroht ist.

    Trotz anwaltlicher Hilfe ist es mir bis heute nicht gelungen, dem Roder-Verlag den weiteren Verkauf unserer Bücher verbieten zu lassen, obwohl alle Verträge unmittelbar nach Publikation (Februar 20110) von uns fristlos gekündigt wurden.

    Leider muss ich befürchten, dass im Zusammenhang mit John Asht mein guter Name als Autor eines renommierten Verlages beschädigt, zumindest aber beeinträchtigt wird. Nichtsdestoweniger findet man uns immer noch als „tätige Autoren“ auf dessen Homepage. Selbstredend distanziere ich mich von allen Aktivitäten dieses Verlages, was die Präsentation, den Verkauf und die eventuelle Werbung unserer Werke angeht.

    Claudio Michele Mancini

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