Jeden Morgen steht am S-Bahnhof Hermannstraße ein Paar, das die Zeitschrift »Erwachet!« unter das Volk bringen will. Ob die damit die Bahn-Oberen meinen?
Denn zwar fehlt der Berliner S-Bahn an allen Ecken und Enden Personal, aber es reicht immer noch dafür, daß ich auf der kurzen Strecke zwischen Hermannstraße und Heidelberger Platz zwei mal von einer Gruppe Kontrollettis behelligt wurde. Kann man die nicht produktiver einsetzen? Zum Beispiel auf den Bahnsteigen, wo sie den verzweifelten und orientierungslosen Fahrgästen einen Weg durch das S-Bahn-Chaos weisen könnten? [Tagesspiegel, Berliner Zeitung]
[Ceterum censeo]: Im Übrigen bin ich der Meinung, daß der Berliner Stadtentwicklungssenator Michael Müller als (politisch) Verantwortlicher für das Berliner S-Bahn-Chaos zurücktreten muß.
































Jaja, die waren neulich auch hier (also vermutlich nicht die Selben wie am S-Bhf Hermannplatz) und wollten mit mir über die Wahrheit reden. Hätte ich die beiden vielleicht nach Berlin schicken sollen, anstatt einfach lachend weiterzugehen?
Bin sonst nie mehr in Berlin, meide die Stadt seit der Wende. Zu viele schöne Erinnerungen an früher. Dann musste ich hin, zu irgendeiner Pressekonferenz. Flughafen, Taxi, Konferenz, zurück mit der S-Bahn, weil noch Zeit war. Ziehe brav ein Billett, steige ein, finde aber nicht – wie aus Bonn gewohnt (da wohn’ ich) – Entwerter im Wagen. Wird wohl nicht nötig sein. Kommen Kontrollierer, führen mich ab auf den Bahnsteig. Am Ende musste ich trotz Widerspruchs eine saftige Strafe zahlen. Hype für mein Vorurteil gegen das neue Berlin. Zu Ostern kann die Familie ohne mich hinfahren, ehrlich!