Ich mußte heute nachmittag noch einmal zum Arzt. Mit der S-Bahn! Die Lautsprecherdurchsage dort: »Wegen Verzögerung im Betriebsablauf und« — und das war neu — »wegen erhöhtem Fahrgastaufkommen hat die Ringbahn 25 Minuten Verspätung.« Daß die normalerweise im 5-Minuten-Takt fahrenden Züge dazwischen natürlich auch ausfielen, wurde gar nicht erst erwähnt, sondern als gegeben vorausgesetzt. So erklärte sich dann auch das »erhöhte Fahrgastaufkommen«. Aber gemeint ist mit der Durchsage doch nur:
Lieber BeförderungsfallLiebes erhöhtes Fahrgastaufkommen: Warum sind Sie eigentlich immer noch so hartnäckig und bestehen darauf, mit der Berliner S-Bahn zu fahren? Wie schön könnte das Leben für uns Bahnverantwortliche sein, wenn es Sie nicht gäbe. Wir kassierten das Geld vom Senat — Ihr Geld! —, zahlten die lächerlich geringen Strafgebühren wegen Nichteinhalten des Vertrages aus der Portokasse und machen dann das, was wir am Besten können, nämlich nichts. Denn am Wirschaftlichsten fährt eine S-Bahn, wenn sie nicht fährt. Also tun Sie uns den Gefallen und nehmen das Rad, das Auto oder laufen Sie einfach (dann tun Sie auch noch etwas für Ihre Gesundheit), aber fahren Sie auf gar keinen Fall mit der Berliner S-Bahn.«
[Ceterum censeo]: Und im Übrigen bin ich der Meinung, daß Michael Müller sofort handeln muß. Ich gebe ihm keine 100 Tage Zeit, bis ich auch seinen Rücktritt fordere.























[...] langen Gleisnetz stammen, ein weiteres Drittel aus dem staatlich subventionierten Regionalverkehr. Schrieb ich es nicht gestern schon? Am profitträchtigsten ist eine (S-) Bahn, die erst gar nicht fährt, sondern nur die Subventionen [...]