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Der Mac ist nur noch eine Fernsteuerung

Die gestrige Keynote auf der WWDC hat meine schlimmsten Befürchtungen bestätigt: MacOS X 10.7 nur noch über den AppStore unter Zurücklassung seiner Kreditkartennummer und iTunes auch in der Cloud mit eingebautem DRM. Da tröstet es mich nicht, daß die iCloud bis 5 GB kostenlos sein soll.

Was ich vor allem befürchte, ist, daß der Softwarevertrieb auch für die Desktop-Macs und Laptops in nicht allzuferner Zukunft dem iOS-Beispiel folgen wird und nur noch über Apples AppStore funktioniert. Man stelle sich das mal vor: Apple kontrolliert, welche Software ich auf meinem Rechner nutze (das ist schon der Grund, warum ich kein iPad (mehr) und bald auch kein iPhone nutze). Mein Desktop-Rechner zu Hause ist noch etwas zu jung, um ihn in Rente zu schicken — aber der nächste wird mit ziemlicher Sicherheit kein Mac mehr sein. Ich werde den Weg gehen, den Konstantin schon vor mir gegangen ist.

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12 Kommentare

  1. Roland sagt:

    Ich sehe auch für mich das Ende einer langen Apple-Zeit. Schlimm ist ja, daß man auf einem Mac, der mit Lion ausgeliefert wird, kein älteres OS-X-System installieren kann. Und für die komplizierte Installation auf einem Nicht-Mac (“Hackintosh”) bin ich leider zu blöd.
    Bleibt zu hoffen, daß es genügend Proteste gibt und Apple noch zur Vernunft kommt.

  2. Roland sagt:

    Da stellt sich doch die Frage, ob du Eigentümer oder Besitzer eines MAC bist?

  3. Milan sagt:

    ich hab den letzten mac 2002 gekauft und kaum genutzt (steht im keller). hab mich nie richtig anfreunden können mit apple produkten. auch den ganzen i hype hab ich nie so richtig verstanden. da wird einfach irgendwo ein i davor gesetzt und schon kauft es die dumme meute. ich werde mal shirts machen wo iDepp drauf steht, mal sehen ob ich dadurch reich werde ;)

  4. icke sagt:

    nur mal so am rande:
    1. fuer das benutzen des itunes stores braucht man keine kreditkarte
    2. (@roland) wann konnte man denn das letzte mal auf einem mac ein aelteres mac os installieren? das ging schon nicht mehr auf einem original ibook von 1999. und da rede ich von mac os 9.0.4 oder so …

  5. Moss sagt:

    Ich werde den Weg gehen, den Konstantin schon vor mir gegangen ist.

    Viel Glück. Und sag’ Bescheid, sobald Du einen brauchbaren Texteditor gefunden hast — ist mir in den gut 15 Jahren, die ich mich mit *nix beschäftige, nicht gelungen.

  6. Michael sagt:

    Mir war vor 2 Jahren schon klar das das ganze auf den Appstore hinauslaeuft und am Ende nur noch eine “Computing Device” uebrig bleiben wird.

    Interessanterweise haben mich nach der Aussage viele Apple Juenger angeschrien das Apple sowas ja NIE machen wuerde.

    Aber ich denke eben doch:

    1. Appstore (Erledigt)
    2. Staendiges Nerven wenn Du eine app startest die nicht aus dem Appstore kommt (“Warnung, das koennte ihren Computer vergewaltigen”).
    3. Nur noch Code ausfuehren der von Apple gezeichnet wurde.

    Da eh meist alles auf Digitalen Vertrieb rauskommt wird Apple da also nett hinlangen, Firmen wie Adobe duerfen vermutlich ihre Apps noch extern vertreiben, gegen einen kleinen Unkostenbeitrag fuer die Zeichnung des Codes versteht sich.

    Damit stellt sich mir aber auch die Frage: Was als naechstes? 10.7 tue ich mir vermutlich noch an, auch mit einem neuen Mac Pro den mein alter ist jetzt vier Jahre alt und wird langsam etwas…. Naja, ist nicht mehr ganz so Jung.

    Aber danach? Vielleicht belasse ich es bis zum Ende des Tages bei 10.7.

  7. Yohane sagt:

    Hm… coole Idee. Ich hoffe Du kannst mir dann auch ein paar Tips für die Hardware geben. Davon hab ich leider keine Ahnung… Was soll man da nur kaufen um Ubuntu drauf laufen zu lassen?

  8. Piranhase sagt:

    Na dann viel Spaß, Euch allen …

  9. Ayn O. Rant sagt:

    Not true.
    Entspricht dem:
    niemand hat die Absicht,
    eine Mauer zu bauen.
    Um unseren,
    Our Garden of Pure Ideology.
    Jim Jones meets Walter Ullbricht.
    Völker hört die Keynotes.
    Vorwärts, OS X Leonid.

  10. Ulf sagt:

    Na also, aktuell würde ich sagen, dass du hier eindeutig überdramatisierst. Apple hat deswegen gern die Kontrolle über das, was auf die iOS-Devices kommt, weil sonst die eine oder andere bösartige Anwendung vielleicht auf die Idee kommt, die Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen, die Apple gerade zu Beginn der iOS-Ära benutzt hat, um Vertragspartner zu finden. Stichwort SIM-Lock. Nur so schienen sich damals die großen GSM-Providers ins Boot holen zu lassen.

    Den Mac ähnlich dicht zu machen, ergäbe aus meiner Sicht absolut keinen Sinn. Auch Apple weiß, dass Mac OS X nicht zuletzt aufgrund seiner UNIX-Basis bei vielen (wie bei mir) so beliebt ist. Macht man den Zugang zum Unterbau dicht, werden viele abspringen und zur immer stärker werdenden Konkurrenz aus dem Linux-Lager wechseln. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Apple so einen riesengroßen Fehler machen wird.

    Die Warnungen, die Michael hier ansprach sind doch nichts böses. Im Gegenteil, sie sind insbesondere für unbedarfte Anwender gut, da sie so noch mal explizit gewarnt werden, dass diese Anwendung potentiell schadhaft sein könnte. Ich verstehe nicht, wie man sich über so was ärgern kann.

    Und Roland stelle ich gern die gleiche Frage, die icke gestellt hat: auf welchem Mac ging das? Und viel brennender ist ide Frage: wieso sollte ich das tun? Welchen Grund sollte ich haben ein älteres OS X zu installieren als das aktuelle, wenn ich das aktuelle doch schon habe? Die meisten heute kursierenden Anwendungen lassen sich ohne großartige Anpassungen auch unter der jeweils aktuellen Version von OS X betreiben. Von einigen PrefPanes vielleicht abgesehen. Aber auch da finden sich häufig nach einem Versionswechsel schnell Alternativen oder aber der Entwickler selbst zieht nach.

    Ich finde Ubuntu auch nicht schlecht, aber gegen OS X kommt es nach wie vor nicht an. Insbesondere was die Verfügbarkeit manch kommerzieller Anwendung angeht, hapert es noch. Wie würden mir Pixelmator, Textmate, Sparrow und Adium (gut, ist nicht kommerziell) fehlen? Aber auch Flickery, Billings und GrabBox würde ich dolle vermissen.

    Ich arbeite derzeit in meiner Hochschule mit einer Ubuntu-Workstation und bin recht zufrieden. Nicht so zufrieden aber wie mit meinem iMac.

    Und von der Software abgesehen sehe ich da das Hardware-Problem. Nach der Premium-Hardware von Apple könnte ich mich nur widerwillig an etwas billigeres gewöhnen. Im Notebook-Bereich findet man sicherlich die eine oder andere adäquate Alternative, im All-in-One-Desktop-Bereich hingegen sieht das schon schlechter aus. Mir ist kein Gerät bekannt, das es mit dem aktuellen iMac auch nur ansatzweise aufnehmen kann.

  11. Arne sagt:

    Also mal ehrlich – die Befürchtungen hier sind nicht nur aus der Luft gegriffen, sondern schon teilweise absurd.

    Man stelle sich nur mal einen Mac ohne Bash, Automator oder Pro-User vor. Das geht nicht, dafür ist der Mac nicht die Plattform. Was hier befürchtet wird ist nicht, dass Mac OS X dahingehend “geändert” wird, sondern dass es vollkommen ersetzt wird. Denn wenn man drei Viertel des Systems quasi raus nimmt – dann ist es nicht mehr das, was es ist.

    Richtig ist, dass die Möglichkeit besteht, dass es eine Art “Light”-Ableger geben könnte. Quasi iOS für den Desktop, womit dann reine Consumergeräte befeuert werden könnten. Wobei ich das aber nichtmal als schlecht ansehe, solange die Hauptplattform nicht stirbt.

    Dass es OS X Lion nicht ohne Kreditkarte gäbe ist imho auch ein fadenscheiniges Argument. In der Regel ist es doch so, dass jeder ein OS X auf dem Mac hat, weil er nunmal damit verkauft wird. Klar, niemand wird sich ein neues Gerät nur wegen des neuen OS’ kaufen, aber den Vertriebsweg über den App Store finde ich nun nicht wirklich blöd. Das Problem ist doch nicht diese blöde Paranoia in Bezug auf Datenschutz und so, sondern viel eher: “Hab ich überhaupt die entsprechende Bandbreite?” Da sollten sie sich was zu überlegen, definitiv. Aber einen Vertrieb der optionalen Upgrades primär über den App Store finde ich definitiv gut. Wer will schon anno 2011 noch mit DVDs hantieren? *brrr*

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