Diese Frage habe ich versucht, in einem Beitrag für The European zu beantworten. Für die leicht reißerische Überschrift (»Nomaden des Wissens«) und den etwas seltsamen Teaser bin ich allerdings nicht verantwortlich, für den Aufsatz selber stehe ich jedoch gerade.























Spannendes Theme. Nur: Ich sehe die Zielgruppe dieses Aufsatzes nicht. Beziehungsweise: ich sehe eher den RZ-Dienstleister/-Techniker als Zielgruppe denn den Wissenschaftler, der seine Disziplin voranbringen will aber bereits im vierten Absatz von REST, XML-RPC, Quellcode, Yahoo-Pipes usf. lesen muss, die er nun braucht.
Wenn ich mich um *diese* Basics als (Geistes-)Wissenschaftler kümmern müsste wäre das so, um mal einen Vergleich zu bemühen, als müsste ich bei der Organisation von Konferenzen oder Tagungen mich erstmal in das HRS-Modul zu Hotelbestellung einarbeiten. Oder bei der Veröffentlichung müsste ich nicht nur Layouten (das tut man ja inzwischen), sondern auch gleich den PS-RIP mit erledigen, ausschießen, binden, Grossisten bedienen … .
Der Gag an Facebook & Co. ist doch gerade, dass ich mir um das Werkzeug wenig Gedanken machen muss, es funktioniert. Was ich machen muss/kann ist der Teil “social” von social network. Ein Facebook des Wissens, ein dezentraler Datenspeicher mit Kommunikationsfähigkeiten und als OA-Rep usf. müsste meines Erachtens schon dieses Abstraktionsniveau erreichen, um hilfreich zu sein für die Tagesarbeit. Schon die ganzen lokalen OA-Initiativen kranken mitunter daran, dass sie übermäßig technisch sind bzw. dass eine UB es nicht schafft, einen einigermaßen abstrakten Workflow um das Thema zu errichten, der ein umkompliziertes Benutzen ermöglicht. Verbunden mit dem “natürlichen” Konservatismus mancher Disziplin (wobei ich nur für die Geisteswissenschaften sprechen kann) wundert es nicht, wenn selbst OA-Repositories nur tröpfelweise gefüllt werden.