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Schienenersatzverkehr

Ehemaliger S-Bahnhof Zehlendorf-Süd

Es gibt kaum ein Wort, das ich in den letzten Wochen und Monaten so zu hassen gelernt habe, wie Schienenersatzverkehr (SEV). War es mir vor vierzehn Tagen nahezu unmöglich, den S-Bahnhof Gehrenseestraße zu erreichen, so legte die Berliner S-Bahn an diesem Wochenende zum wiederholten Male den Berliner Süden lahm. Und als ich eine freundliche, aber völlig inkompetente Bahnangestellte am Bahnhof Schöneweide fragte, wann ich denn in Neukölln losfahren müßte, um tatsächlich gegen 8:00 Uhr früh in Spindlersfeld einzutreffen, sagte sie mir, daß ich sicherheitshalber so gegen »halb sieben« (6:30 Uhr) am Bahnsteig sein sollte. Wie bitte? Anderthalb Stunden Fahrtzeit (teilweise in uralten, klapprigen Bussen) für eine Strecke, die im (immer seltener zutreffenden) »Normalfall« in etwas mehr als einer Viertelstunde bewältigt wird? Ick jloobe, ick spinne.

Diesen Stoppelverkehr wollte sich auch kaum jemand antun. Und so war ich auf der Stummelstrecke zwischen Schöneweide und Spindlersfeld der einzige Fahrgast. Sehr exklusiv! Wenn die Berliner S-Bahn so weitermacht, werden bald alle ihre Bahnhöfe so aussehen, wie auf obigem Photo.

[Ceterum censeo]: Im Übrigen bin ich der Meinung, daß die Berliner Stadt­ent­wicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer als (politisch) Verantwortliche für das Berliner S-Bahn-Chaos zurücktreten muß. [Photo (cc): Jörg Kantel]

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2 Kommentare

  1. [...] diejenigen unter Euch, die früher auch gerne mit der Carrera-Bahn gespielt haben. Er befährt die Strecke von Neukölln nach Spindlersfeld (Haus zu Haus) in 10 Minuten. Hörst Du, S-Bahn [...]

  2. [...] Jahren — also seitdem die Berliner S-Bahn ihre Fahrgäste auf die Nudel schiebt — ist Schienenersatzverkehr (SEV) für mich das Haßwort überhaupt. Heute war es mal wieder so weit: Der gesamte Berliner [...]

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