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Eliteclub »Digitale Gesellschaft«

Die digitale Gesellschaft auf dem Vormarsch

Die digitale Gesellschaft auf dem Vormarsch.

Die »Digitale Gesellschaft« ist (angeblich nach dem Vorbild von Greenpeace) so organisiert, daß nur wenige das Sagen haben, die große Masse bestenfalls zahlen und arbeiten, aber ansonsten nur kuschen darf. Nicht gerade das, was ich unter digitaler Gesellschaft verstehe (und Greenpeace war mir auch schon immer suspekt). Irgendwie kommt mir das alles wie eine Tarnorganisation der Grünen vor. Und ich kann da nur mit Kurt Tucholsky kontern: »In einem Verein, der Leute wie mich aufnimmt, möchte ich nicht Mitglied sein.«

Weitere Reaktionen aus der digitalen Gesellschaft (ohne Anführungszeichen):

Die »Digitale Gesellschaft« wird wohl — wie die »sogenannte« »DDR« — mit den Anführungszeichen leben müssen.

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11 Kommentare

  1. glamorama sagt:

    Pffft, als ob es in Deutschland nicht schon den CCC (gegründet 1981) und den FoeBuD (gegründet 1987) gäbe. Es sieht ganz so aus, als ob hier jemand einen Trend 25 Jahre zu spät erkannt hat und nun trotzdem noch ein Stück vom Kuchen abhaben will. Davon abgesehen würde es mich auch nicht wundern, wenn das ganze eine Schein-Initiative ist, die ihre Ursprünge irgendwo in den verfilzten Hinterzimmern des Kanzleramtes hat. Kritiker stimmt man ja bekanntermaßen am besten milde, indem man sie ins eigene Boot holt.

  2. Richard Heigl sagt:

    Mal langsam. Es ist halt als NGO organisiert und NGOs sind nur in seltensten Fällen basisdemokratischen Veranstaltungen. Das kann man für politisch angemessen oder grundfalsch und überholt halten. Aber es gibt einzelne auch jüngere NGOs wie LobbyControl, die gute Arbeit machen und nur als NGO mit vielen passiven Mitgliedern funktionieren (z.B. weil für viele im konkreten Alltag gar nicht mehr an Beiligung drin ist als einmal im Jahr eine Spende zu überweisen). Über die regt sich niemand auf.

    Vielleicht ist der Ansatz der Digitalen Geselschaft für die Netzthemen nicht angemessen. Aber hey, niemand wird aufgehalten etwas anderes danebenzustellen. Den Kritikern sei gesagt: Ja, vielleicht habt ihr recht, dann macht es aber bitte auch besser. Das geht nicht mit ein paar Tweets zwischendurch, Club Mate schlürfend vom Kiez-Cafe aus. Es ist halt echt Arbeit, Leute.

  3. Rainersacht sagt:

    In Berlin ist ein Sack Digitales umgefallen.

  4. [...] pfeifen es die Spatzen von den Dächern, dass es sich bei der Digitalen Gesellschaft vermutlich um eine Tarnorganisation der Grünen [...]

  5. trau.kainehm sagt:

    digitale Gesellschaft – wtf?…

    Eine Session, die wir nicht mitgenommen haben war die Gründung Vorstellung der digitalen Gesellschaft. Nach den ersten Reaktionen und vor allem der Selbstdarstellung war es wohl gut, dieses Desaster nicht live mitzuerleben. Was soll man von einem Verei…

  6. Stefan Münz sagt:

    Ich habe ebenso wie du, Jörg, den Verdacht, dass die Idee zu dieser Organisation nicht von Markus Beckedahl stammt, sondern eher von irgendwelchen Staatssekretären, mit denen dieser ja mittlerweile fleißig verkehrt. Man wird ihm geflüstert haben, dass man eher bereit wäre, die Interessen der Netz-Aktivisten zu berücksichtigen, wenn er ihnen diese Interessen in gebündelter Form unter Ausschluss der Öffentlichkeit, auch der Netzöffentlichkeit, liefern könne, und zwar formal als offizieller Interessensverband. Markus wird sich gedacht haben: OK, das ist zwar eigentlich scheiße und nicht gerade netzgerecht, aber es ist ein Weg, direkten Einfluss auf die berüchtigten “Die-da-oben” zu nehmen. Man hat ihm natürlich verboten, das alles netzöffentlich zu diskutieren. Daher die etwas ungehobelte harte Linie mit dem geschlossenen Verein aus Effizenzgründen.

    Die Chance: Markus eröffnen sich echte Chancen der Einwirkung. Das Problem: Markus wird Teil des Bananenrepublik-Systems, das wir in dieser Form nicht mehr wollen.

  7. [...] dem ich großenteils zustimmen kann, steht bei Herrn Larbig, Nico Lumma, Jürgen Fenn, dem Schockwellenreiter und vielen anderen, denen die Art und Weise dieser Vereinsgründung im Zusammenhang mit dem [...]

  8. Alex sagt:

    Kann es sein, dass vorwiegend die Bild-„Zeitung“ dafür bekannt war, die sogenannte DDR mit Anführungszeichen zu schreiben? Insofern scheint der Schlusssatz doch arg befremdlich. Paktiert hier der Autor mit der Springer-Presse? Ist der Autor nur ein Opfer der Medien? Wird die digitale Gesellschaft in 101000 (=40) Jahren ihren Beitritt zum Geltungsbereich der analogen Gesellschaft erklären? Ist hier einfach ein Sprachbild so schief, dass sie (oder man) brechen möchte? Jedenfalls stellt das Bild den Autor auf eine Stufe mit allen, die einen von den Vereinten Nationen anerkannten Staat nicht ohne typografische Distanzierungssignale zu akzeptieren in der Lage waren.

  9. [...] Aufregung um die Gründung der «Digitalen Gesellschaft» sacht Rainersacht in seinem Kurzkommentar beim Schockwellenreiter: In Berlin ist ein Sack Digitales [...]

  10. Markus sagt:

    Musste gerade echt lachen, als ich die Verschwörungstheorie las, dass die Idee zur Gründung von “Digitale Gesellschaft” von Staatssekretären gekommen sei. Das hatte ich bisher noch nicht gehört.

  11. [...] seiner Kritik nun auch Taten folgen lässt. Netzpolitik sollte man nicht denen überlassen, die am lautesten schreien. Wir sind Piraten, uns eint nicht der Glaube an ein Parteiprogramm, uns eint das gemeinsame Ziel; [...]

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