Ich bin immer noch auf der Suche nach einem Workflow write once — publish everywhere (oder wengstens: schreibe einmal, veröffentliche im Web und als Buch). Nachdem sich der Weg von LaTeX nach HTML als extrem steinig und dornig erwiesen hat (und auch den Autor viel zu sehr auf die gedruckte Variante konditioniert), möchte ich es nun einmal anders herum versuchen. Kennt jemand ein Tool, das HTML-Dokumente nach LaTeX konvertiert? (Eine erste Google-Suche war leider nicht sehr erfolgversprechend.)
Ja, ich habe mir Multimarkdown und kramdown angeschaut. Schien auf den ersten Blick bestechend, engt den Autor aber ebenfalls zu sehr ein, da die multi- und hypermedialen Fähigkeiten von HTML auch hier nur unzureichend unterstützt werden. Da kann ich doch lieber gleich zum Original (HTML) greifen.

































[...] Zusammenhang mit den untenstehenden Überlegungen kocht natürlich (nicht nur im Zeitalter nach Guttenberg) die Frage hoch »Wie behandle ich [...]
Wie wäre es mit Pandoc (http://johnmacfarlane.net/pandoc/)? Konvertiert Markup-Formate in alle möglichen Richtungen. Pandoc benötigt allerdings eine Haskell-Umgebung, die es aber für alle Plattformen gibt. John McFarlane hat noch andere nette Haskell-Goodies geschrieben (http://johnmacfarlane.net/tools.html ), unter anderem gitit (Wiki-Software) und yst (Static Website Geneartor).
HTML zu Latex nicht unbedingt. Aber ich persönlich finde den Org-Mode dafür sehr gut. Produziert sehr gute Latex- und HTML-Dokumente. Kann auch zu generischem XML exportiert werden, bzw. Latex- und HTML-Export lässt sich auch gut anpassen.
Intergriert auch mathjax, dass heißt die meisten Latex-Fragement die man in den Org-Quelltext schreibt, können auch direkt in HTML eingebettet werden, wenn man einen javascript-fähigen Browser vorraussetzt. Ansonsten können die Latex-Fragement auch zu PNGs konvertiert werden.
Nachteil ist natürlich: Emacs only (soweit ich weiß). Die Einarbeitung in den Emacs ist ein Fall für sich.
Es gibt neben Markdown ja noch reST (reStructuredText). Hier eine Seite, die mit reST erstellt wurde:
http://people.ee.ethz.ch/~creller/web/tricks/reST.html
Konvertieren (u.a. nach HTML und LaTeX) kann man mit dem Python-Tool ‘Sphinx’:
http://sphinx.pocoo.org/index.html
Ah, es geht um den Emacs. So zwingt man Leser den ganzen Text durchzulesen. Danke!
Warum denn nicht? Mark Pilgrim hat in seinem Blog irgendwo geschrieben warum er seine Bücher und Vorträge nur noch in HTML schreibt. Er ist der Meinung es lohnt nicht die Anstrengungen der Konvertierung. Er meint damit die Denkprozesse um eine Konvertierung auszulösen und die Denkprozesse um Fehler zu beseitigen – auch unvorhergesehene. Von HTML nach sonstwas geht immer, schreibt er. Er hatte wohl lediglich Probleme von HTML nach MS-Word zu konvertieren. Er hat auch festgestellt das er nur wenige HTML tags benötigt. Warum also nicht?
ich habe mit pandoc (http://johnmacfarlane.net/pandoc/) gute erfahrungen gemacht. man könnte zb. in Markdown schreiben und dann nach HTML oder latex konvertieren…
Ich schließe mich OG an. Sphinx ist ein prima Tool zum schreiben von technischen Büchern/Dokumentation. Sehr schönes Beispiel ist die Flask-Dokumentation http://flask.pocoo.org/docs/ und als PDF http://flask.pocoo.org/docs/flask-docs.pdf
Auch etwas OT, aber Glyph [1] nutzt Textile, Markdown und HTML als Input. Auspucken kann es HTML am Stück oder in Einzeldokumenten, sowie PDF via Webkit-Engine (wkhtmltopdf).
Andere Ziele wie DocBook, CHM, ODF oder gar LaTeX sind im Bugtracker leider allenfalls als Ideen vermerkt.
[1] http://www.h3rald.com/glyph/
Wundert mich nicht, daß Google nicht weiterführt, das ist immer nur die letzte Option bei einer Webrecherche. Der TeX Catalogue führt zu einer Liste bei der TUG, und dort zu dem Abschnitt: HTML to LaTeX.
Wurde nicht docbook genau dafür (write once — publish everywhere) erfunden?
@Rainer: Ja — nur es kann es leider nicht. (Ich habe es intensiv getestet: Die Tools funktionieren nur unzureichend, es gibt keinen komfortablen Editor etc.)
[...] besser »repetered«, denn mein Beitrag vom Sonntag hat meinem emailenden Dauertipgeber keine Ruhe [...]