Damit wir schon einmal wissen, was uns blüht: Kernschmelzunfälle in deutschen Atomkraftwerken und ihre Auswirkungen auf Menschen und Umwelt. Das Gutachten ist von 1998 — es kann sich also niemand von unseren Politikern herausreden, er hätte von den möglichen Gefahren nichts gewußt (nichts wissen können).
Derweil nimmt die Katastrophe in Japan ihren Lauf:
- »Im allerschlimmsten Fall droht dann eine Kernschmelze«, meldet die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) in Köln. [Tagesspiegel]
- Zum ersten Mal in der Geschichte des Landes hat Japan den nuklearen Notfall ausgerufen. In Fukushima fiel das Kühlsystem aus, das Umland wurde evakuiert – jetzt soll radioaktiver Dampf abgelassen werden, um den erhöhten Druck im Reaktor zu senken. [Spiegel Online]
- Die Behörden haben begonnen im Umkreis von rund 20 Kilometern um das bedrohte Atomkraftwerk Fukushima-Daini Jodtabletten gegen radioaktive Strahlung zu verteilen. [Der Westen]
- Und mit der Wahrheit scheint man es in Japan noch weniger genau zu nehmen, wie die deutschen Energieversorger: »Denn der skandalträchtige Betreiber TEPCO hat sich in der Vergangenheit nicht gerade als wahrheitsliebend erwiesen. Jahrelang waren gefälschte Berichte veröffentlicht und Inspektionen verzögert worden, weil’s so billiger war.« [swr.de]
Als Atomkraftgegner der ersten Stunde gibt es Momente, wo ich es hasse, mit allen meinen Befürchtungen Recht gehabt zu haben …

































richtig. leider . geht mir ähnlich.
lese gerade den ticker vom Guardian
z.b. ibd 8:50pm GMT
http://www.guardian.co.uk/world/2011/mar/11/japan-tsunami-earthquake-live-coverage
Warum müssen die Anlagenbetreiber die Kosten für die Entsorgung und Gefahrenvorbeugung nicht komplett tragen?
Nur mal angenommen, die Endlagerung wäre technisch machbar und sicher: Warum rechnet nicht einmal ein Betriebs-Volks-Bankwirt aus, was es kostet, ein solches Endlager eine Million Jahre zu unterhalten und zu betreiben? Gibt es so breite Taschenrechner nicht?
[...] Gefahren mit dem gleichen Engagement versuchen zu verringern. Man würde Atomkraftwerke abschalten und andere Energiequellen nutzen – so wie man auf alle erdenklichen Arten und Weisen versucht, [...]
Da sind wir doch mal wirklich gespannt, ob aus dieser Katastrophe endlich mal gelernt wird…sowohl hier, als auch weltweit!
China hat ja bereits verlauten lassen, dass es an seiner Atompolitik festhalten will. Warum habe ich nur das Gefühl, dass auch die deutsche Regierung nicht so leicht dazu lernen wird?