Lehrfilm für die Deutsche Bahn AG: Schneeräumung anderswo. Aber so etwas kostet bekanntlich Geld, das die Deutsche Bahn AG lieber für ihren (geplanten) Börsengang verpulvert.
Auf den Nachdenkseiten gefunden: Der Beitrag der öffentlichen Wetterberichterstattung zur gesteuerten Meinungsmache wird kaum erkannt:
In den letzten Wintern und auch diesem wieder werden vollkommen normale Winterverhältnisse in immer stärkerem Ausmaß als katastrophale Einflußfaktoren umgedeutet. Wer ein wenig älter ist, müßte sich eigentlich problemlos erinnern können, daß die letzten etwas strengeren Winter noch vor 20/30 Jahren der Normalfall waren. Und damals gab es weder auf den Autobahnen noch im Schienenverkehr oder bei der Versorgung entlegener Dörfer mit Strom größere Probleme. Es waren zu diesen Zeiten genügend Räumfahrzeuge einschließlich des sie bedienenden Personals, genug Streuvorräte und ausreichend beheizte Weichenanlagen sowie eine sorgfältig gewartete Strominfrastruktur vorhanden. Die Autobahnen waren, auch bei stärkstem Schneefall, innerhalb weniger Stunden geräumt und Ausfälle im Zugverkehr gab es praktisch keine. Im Rahmen der Privatisierwut und der gesteuerten Verknappung der Finanzmittel für die Öffentlichkeit (sprich den Großteil der Bevölkerung) wurde an diesen technischen Möglichkeiten immer mehr eingespart.
Es fällt heutzutage praktisch niemandem auf, daß die heftigen Folgen der Winterverhältnisse nicht dem Wetter zuzuschreiben sind, sondern der herbeigeführten Verschlechterung der Möglichkeiten damit umzugehen.
Dem habe ich — außer zustimmendem Nicken — nichts hinzuzufügen. [Aus meinen Kommentaren]























Interessant. Ich hatte neulich schon so ein komisches Gefühl, als nach der Tagesschau ein Brennpunkt(!) zum Thema Wetter kam – mit einer Live-Berichterstattung von der A1, wo ein Reporter stand, um zu verkünden, dass der Verkehr im Moment laufe, es aber am Nachmittag ganz anders gewesen sei. Die beste Sendezeit für Null-Informationen??
Erhellend hingegen die heute-Sendung gestern, in der ein Fernfahrer mit starkem osteuropäischem Akzent die simple Wahrheit aussprechen durfte: »Alle wissen, wann Schnee kommt, nur die Räumdienste nicht.« Statt auf die Merkwürdigkeit dieses Umstands einzugehen, wurde dieser O-Ton jedoch so angekündigt: »Nicht alle sind mit der Lage zufrieden.«
ganz genau, vielen dank für diesen artikel.
was da z.zt. auch in öffentlich-rechtlichen medien an volkverdummung betrieben finde ich (freundlicher formuliert als mir zumute ist) miserabel. ich gucke und höre das zeugs schon lange nicht mehr.
und ich kann mich an 70er jahre erinnern, da wurden schnee-hasen zu ostern gebaut und der schnee lag heckenhoch. dito in 80er, als ich zu fuss zur uni ging – kein bus fuhr, weil es zuviel schnee gab (das war in Bayern).
es ist dezember 2010, huch, und es schneite.
@Christoph – habe isch nicht gesehen/gehört.
erinnert mich an “info-tainment” wie es a la fox-news existieren soll.
“fox-news makes you stupid” – fox-news macht dumm – es ist endlich bestätigt (habe in usofa nur NPR gehört) ; versch. berichte, hier u.a. :
http://www.alternet.org/media/149193/study_confirms_that_fox_news_makes_you_stupid/