Der Schockwellenreiter Rotating Header Image

Apple nimmt heimlich Abschied von Java

Reagenzglaszeugung

Was spielt sich eigentlich in Apples Laboren ab?

Ging in der Vorstellung all des neuen Klicki-Bunti beinahe unter: Kurz nach der lautstarken Vorstellung seines neuen Betriebssystems »Lion« läutet Apple wesentlich leiser seinen Abschied von Java ein. In den Release-Notes für das soeben freigegebene Java-Update für MacOS X 10.6 und 10.5 nennt das Unternehmen die bislang mitgelieferte eigene Implementierung »deprecated« – »hinfällig«. Sie werde nicht mehr gepflegt und könne in zukünftigen Versionen des Betriebssystems ganz entfallen.

Apples Entscheidung könnte als ein Schritt zur Distanzierung von Drittsoftware bewertet werden, wozu auch das Fehlen des Flash-Plugins auf dem neuen MacBook Air passen würde. Insgesamt wäre das für mich eine Katastrophe, denn ich bin auf Programme wie Processing oder ImageJ angewiesen und ich habe eigentlich keine Lust auf sudo port install jamvm. Falls das Ganze nicht ein Versuch ist, Druck auf Oracle auszuüben, scheint Apple konsequent den Weg »weg vom Computer — hin zum Mediaplayer« zu verfolgen. Den muß Steve Jobs aber ohne mich gehen. [heise online news, Kai S. per Email, absurd in meinen Kommentaren]

Teilen:
  • Facebook
  • del.icio.us
  • Google Bookmarks
  • MySpace
  • PDF
  • RSS
  • Technorati
  • email
  • Wikio
  • Digg
  • Identi.ca
  • MisterWong.DE
  • Posterous
  • Twitter
  • Print
  • Yigg
  • LinkedIn
  • FriendFeed
  • Tumblr

5 Kommentare

  1. Stefko sagt:

    In meinen Augen mal wieder viel Rauch um nix. Apple stellt (wahrscheinlich) die Entwicklung ihrer eigenen Implementierung ein. Das heißt ja nicht, dass man böse wäre wenn Oracle nun dies macht – was ja auch ihr Job wäre.
    Windows kommt ja auch nicht (mehr) mit einer eigenen Laufzeitumgebung daher.
    Der Heise-Artikel hat mittlerweile auch ein Update erfahren, und die dortige Aussage von S. Jobs geht in meinen Augen in die gleiche Richtung:
    “Sun (jetzt Oracle) stellen Java für alle anderen Plattformen bereit. Sie haben ihre eigenen Entwicklungszyklen, die sich fast immer von unseren unterscheiden. Deshalb liefern wir immer eine ältere Java-Version aus. Das dürfte nicht der beste Weg sein.”

  2. Kringkaste sagt:

    Hmm, ich bin hin und her gerissen. Auch ich habe eine ganze Reihe an Software laufen, die die Java-VM benötigen. Da war es natürlich nett, dass die Java-VM bereits installiert war. Aber auf der anderen Seite muss auch auf einem Windows jeder sein JRE oder JDK von Oracle nachinstallieren. Hauptsache ist, es gibt noch eine.

  3. mav_eric sagt:

    Das auf dem MacBook Air kein Flash Plugin installiert ist mag ärgerlich sein, doch mindestens bei der letzten Aktualisierung von 10.6 wurde ein Flashplugin mit einer Sicherheitslücke ausgeliefert. Gut, die war wohl zum Zeitpunkt der Erstellung des Updates noch nicht bekannt, es führte aber dazu, dass Nutzer die ihr Flashplugin schon aktualisiert hatten, es noch einmal machen durften. Keine große Sache, aber nicht jeder Mac Nutzer ist gleich gut informiert und hat u.U. jetzt noch die anfällige Version installiert. Daher lieber kein Flashplugin. Noch dazu weißt jeder mir bekannte Browser darauf hin, wenn er keines findet und leitet den Anwender mit einem Klick auf die Seiten von Adobe. Chrome bringt sogar ein eigenes Flashplugin schon mit.

    Außerdem passt das fehlende Flashplugin in die Strategie von Apple, da es ja auch auf den iOS Geräten fehlt.

    Da ich schon lange kein Windows mehr installiert habe, weiß ich nicht ob Windows mit installiertem Flash Plugin kommt, kann es mir aber nicht vorstellen.

  4. icke sagt:

    immer weg mit dem dreck. dieses geschwafel von der plattformunabhaengigkeit ist laecherlich.

    und dann noch sowas:
    http://blog.fefe.de/?ts=b23f5f61

  5. [...] und der Ankündigung, dass weder Flash künftig nicht mehr mit Mac OS X ausgeliefert werde und Java nicht mehr von Apple weiter entwickelt werden wird, (wobei man beides natürlich manuell [...]

Einen Kommentar verfassen

Mit dem Absenden Ihres Kommentars willigen Sie ein, daß der angegebene Name, Ihre Email-Adresse und die IP-Adresse, die Ihrem Internetanschluß aktuell zugewiesen ist, von mir im Zusammenhang mit Ihrem Kommentar gespeichert werden. Die Email-Adresse und die IP-Adresse werden natürlich nicht veröffentlicht oder sonst weitergegeben.