Der PTM Dome auf dem Photo ist ein Gerät, mit dem Scans im Polynomial Texture Mapping (PTM) und Reflectance Transformation Imaging (RTI) erstellt werden. In der Kuppel sind in regelmäßigen Abständen Lichter angebracht, die nacheinander je eine Aufnahme des zu scannenden Objektes erstellen. Die dazugehörende Software überlagert diese Aufnahmen und macht es mit Hilfe eines (virtuellen) Trackballs möglich, das Objekt nahezu stufenlos mit wechselnder Beleuchtung darzustellen. So können besonders archäologische Objekte wie etwa Keilschrifttafeln durch die wechselnden Schlagschatten besser analysiert werden. Das abgebildete Gerät ist von der Archaeological Computing Research Group, School of Humanities, University of Southampton.
Für Reflectance Transformation Imaging muß man aber nicht unbedingt einen PTM Dome nutzen, es reicht auch eine kleine billardähnliche, reflektierende Kugel und ein guter (digitaler) Photoapparat mit einem starken Blitz. Eine (Open Source) Software der kalifornischen Nonprofit-Organisation CHI (Cultural Heritage Imaging) rechnet anhand der Reflexionen auf der Kugel aus, welches Photo zu welchem Schlagschatten gehört. Selbst freihändig gelingen so beeindruckende Aufnahmen.
Das System wurde mir am 6. September 2010 auf dem Workshop Middle Eastern Cuneiform Tablets Collections: Target Collections and Imaging Strategies am Wolfson College in Oxford vorgeführt. Auf den CHI-Seiten findet man dazu alles – nur leider keinen Downloadlink. Aber Ende des Jahres soll die Software der Allgemeinheit zur Verfügung stehen. [Photo: Jörg Kantel]
































