Düsseldorfer Bürger, die Einspruch gegen Googles Street View erhoben haben, stellen sich vor Ihre Häuschen und lassen sich von der Rheinischen Pest photographieren und das Bild mit ihren vollen Namen als Bildunterschrift weltweit ins Netz stellen. Sancta Simplicitas!
Fefe meinte dazu: »Und die sehen auch genau so aus, wie ich mir immer Leute vorgestellt habe, die zu jedem Zeitpunkt 30 Einspruchsverfahren gegen Behörden und 20 Rechtsstreitigkeiten gegen Nachbarn am Laufen haben.« Man beachte auch die rheinische Verlaufsform im letzten Halbsatz. (Korrekt wäre allerdings: »(immer) am Laufen haben tun«, da es ja keine vorrübergehende, sondern eine Dauerbeschäftigung der Gemeinten ist.) [Klaus S. per Email.]

































Der Artikel ist großartig! Danke. “Da werden Daten einfach so veröffentlicht…”. Wenn es einen Grund für den Entzug des Wahlrechts nach der Rente gibt, dann sind es diese Dummbatzen!
scheint ja auch so zu sein, dass die in einer Nebenstraße wohnen, wo das Googleauto gar nicht hinkommen könnte. Muss es ja jetzt auch nicht mehr.
@paradoxus: Sei vorsichtig, was Du da schreibst. Bedenke mein Alter …
[...] „Der Witz des Tages“ [...]
Die Digital Na(t)ives regen sich über Analog(e)menschen auf ….
Ich sehe das so wie Olli: http://www.fixmbr.de/der-digitale-buergerrechtler-oder-die-unendliche-geschichte-vom-scheitern/
Habe mich auch gefragt, ob so ein kleiner Weg überhaupt in Google Street View erscheint.
Aber mit dastelefonbuch.de bekommt man sowohl Adressen als auch Telefonnummern der abgebildeten Personen. Und das ganz ohne Google. Nur mit Hilfe von Rheinischer Post und Telekom.
Haha, wie lustig. Vielleicht kommt man auf die Idee, dass A) zu dem Bild keine “GeoInformation” verfügbar ist und B) sie die Wahl hatten…
Witzig finde ich nur, dass alle Dörfer und Kleinstädte sich aufregen, aber im Moment gar nicht auf der Liste der 20 Städte stehen.
Natürlich wäre es mir Recht, wenn Streetview in D verfügbar wäre. Es ist ein angenehmer Service. Aber was man sich aufregt, dass sich Medien über angeblich falsche Aufreger aufregen … Mein Haus im Internet ist nun mal als als Schocker leichter vermittelbar als Netzneutralität.
Der ist cool!
http://bit.ly/dutUwP
So ist das wenn Menschen eigentlich gar nicht so recht wissen worum es geht und sich dann von der Panikmache gegen Google dazu veranlasst sehen sich, aber so richtig mit Namen und Foto und so, an die öffentliche Presse und damit auch ans Internet zu wenden.
@Jörg Kantel:
@Lutz: Die Kritik von fixmbr geht am Ziel vorbei (wie immer bei diesen geistigen Flachwurzlern mit Schaum vorm Mund).
Gewiss gibt es auch auf Seite der “Netz-Enthusiasten” die Dummbatzen, die vor jedem Gadget knien und orgasmisch vom “Kontrollverlust” faseln.
Aber die Kritik an der Kritik von StreetView ist berechtigt und darf nicht unter Hinweis auf diese Typen als hysterisch abgetan werden: Denn es geht unserer lieben Regierung (Frau Aigner oder Frau Leutheusser) gar nicht um Google, es geht dabei darum einen Popanz zu errichten, auf den man schlagen kann, um das Dummvolk davon abzulenken, dass nebenher Herr Dr. Staat dabei ist, die Bürgerrechte kalt auszuverkaufen: SWIFT, ELENA, ACTA, Hartz-IV-Schnüffelei, Vorratsdatenspeicherung, “Terrordatenbanken”, Internetpranger (erst für “Perverse”, dann vielleicht für Schwarzseher?), Alterfreigabe von Webseiten (mit Zensurinfrastruktur), immer stärkere Einschränkung der Pressefreiheit, anlassunabhängige Videoüberwachung bei Demos (aber keine Nummernschilder für die Gegenseite) usf. usf.
Angesichts des substantiellen Verlusts von Freiheit ist es dann natürlich schön, wenn man Google hat und damit Nebelkerzen zünden kann. Und sehr schön, wenn man sieht, dass die Leute (die man an ihrem kleinbürgerlichen Ressentiments als Häusler, Rentiers, absteigendem unteren Mittelstand etc. abholt) voll darauf einsteigen. Ich frage mich schon, was beunruhigender ist: Wenn meine Buchkäufe im Ausland via SWIFT-Abkommen als Kontodatenfluss in irgendwelche unkontrollierbaren Flugverbotsscores des FBI einfließen, oder wenn Google ungefragt die Fassade meiner Wohnung fotographiert und jeder sehen kann, was er bei Besuch oder Schrägblick via Bing-Maps eh schon immer sehen kann? (Gut, wenn man Daten aggregiert entstehen ev. neue Probleme — aber um diese Auseinandersetzung geht es der CDU zb gar nicht.)
schon mal dran gedacht, dass die vor ihrem Haus Abgebildeten womöglich gar keine Ahnung davon hatten, dass das Bild im Internet veröffentlicht werden sollte? Das ist doch eher der Papier-Zeitungsleser. Und zu einer einmaligen Veröffentlichung in der Printausgabe gibt’s schon einen substantiellen Unterschied. Ich finde das schon einigermaßen arrogant, so einfach mal zu spotten. Lässt den digital resident nicht gerade sympathisch erscheinen. Das hat noch gar nichts mit der Medienkompetenz von Politikern zu tun.
Hier wohnen die lieben Alten:
http://www.e-rent.de/strassen-videos-duesseldorf/mendelweg-video-18452.htm
[...] Schockwellenreiter: Witz des Tages [...]
Warum keinen Nutzen aus Streetview ziehen:
Malt ein Bild, stellt es ins Fenster und beauftragt eine Verwertungsgesellschaft mit der Warung der Rechte an eurem Bild. Das könnte schnell ziemlich teuer für jeden werden der so ein Streetview Bild weiter verwendet.
Davon abgesehen ist eine befristete Lösung zur Unkenntlichmachung garnicht praktikabel. Was passiert bei Umzug?