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Strahlendes Prenzlberg

Ich muß gestehen, daß ich angesichts der Tatsache, daß ausgerechnet im Yuppie- und Grünenbezirk Prenzlauer Berg erhöhte Radioaktivität (das ist vermutlich die einzige Aktivität, die es dort noch gibt) festgestellt wurde, eine gewissen Schadenfreude nicht verhehlen konnte, aber dennoch stellt sich mir eine Frage: Ich arbeite im öffentlichen Dienst. Über jede ausgemusterte Festplatte muß ich akribisch Buch führen. Aber so ein Röhrchen mit dem Tschernobylgift Caesium 137, das kann so einfach »vergessen« werden? [Berliner Zeitung]

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4 Kommentare

  1. icke sagt:

    hier wohnen auch andere wollte ich nur mal anmerken.

  2. Fathermorgana sagt:

    Das ist ja unglaublich, wie in dem Artikel verharmlost wird!

    Da ich kein Experte bin und gleichzeitig der Deutschen Propagandaindustrie nicht mehr traue, kopiere ich mal eben englischsprachige Texte hier rein. Ich bitte um Vergebung.

    How does cesium-137 change in the environment?

    Cesium-137 undergoes radioactive decay with the emission of beta particles and relatively strong gamma radiation. Cesium-137 decays to barium-137m, a short-lived decay product, which in turn decays to a nonradioactive form of barium. The major dose from cesium-137 is from the barium-137. The half-life of cesium-137 is 30.17 years. Because of the chemical nature of cesium, it moves easily through the environment. This makes the cleanup of cesium-137 difficult.

    Der für mich wichtigste Satz ist der, dass sich Caesium Aufgrund seiner Natur leicht in der Umgebung verteilt. Damit ist doch das entfernen des Zigaretten großen Stückes nur ein Bruchteil von dem, was kontaminiert ist. Wann wurde der Straßenbelag letztmalig erneuert? Wie weit kann sich Caesium mittlerweile verteilt haben?
    Die Berliner Zeitung spricht von entspannten Anwohnern. Also wurden die Anwohner noch nicht einmal aufgeklärt, was da in ihrer Straße lag und welcher Gefahr sie da seit Jahren ausgesetzt waren. Anstatt den Missstand aufzugreifen und die Verantwortlichen an den Pranger zu stellen wird alles herunter gespielt und hervorgehoben, dass die Strahlenbelastung zeitweise unter der ortsüblichen Belastung lag…weil Ziegel drüber gelegt wurden. Welcher Zusammenhang besteht im weiteren zwischen dem Diebstahl von Ziegeln und Metalldieben? Metalldiebe stehlen Metalle, wo auch immer sie diese finden können…was haben die mit Ziegeln zu tun, welche in der Stargarder Str. ausgelegt wurden?

    Der Einwurf der “Experten” ob die Russen da was hinterlassen haben ist nun geradezu lächerlich. Wann sind die Russen noch mal durch die Straßen Berlins marodiert? Wie alt ist der Straßenbelag und Wer konnte in dieser Zeit in Berlin bauen? Lächerlich dieses Scheinszenario aufzubauen! Der böse Russe ist überall und will den ganzen Westen töten, auch wenn er bis vor 20 Jahren noch Verbündeter dieser Region war. Lächerliches altes Feindbild…mal eben hervorgekramt…vielleicht kann sich ja jemand erinnern.

    Am Ende wird es noch mal nen Schenkelkloper, als das Caesium Röhrchen mittlerweile als “das radioaktive Prüfgerät” bezeichnet wird. Prüfgerät…..Sorry, aber da habe ich keine Worte mehr. Was für ein Gerät ist denn denn ein Röhrchen in dem sich radioaktives, giftiges Material befindet? Prüfgerät…ein Röhrchen mit radioaktivem Inhalt ist ein Prüfgerät?

    Diese Verharmlosung und Irreführung finde ich hahnebüchen.

    Eine Zeitung die so etwas veröffentlicht gehört von der Allgemeinheit abgewatscht und an den Pranger gestellt. Das ist Verdummung! Damit sollte niemand Geld verdienen dürfen.

    Danke liebe Lobby, dass sie versuchen unseren Mitbürgen die Vorsicht zu nehmen und den kritischen Seitenblick auf Null reduzieren zu wollen. Aber wir sind aufmerksam und lesen ihre Texte. Wir übernehmen nicht jede Augenwäscherei. Aber trotzdem Danke, für die tollen Bilder und Kleinanzeigen.

    Gruß

    Fathermorgana

  3. DL2MCD sagt:

    Follow-Up:

    http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0811/berlin/0088/index.html

    @fathermorgana: Das Cäsium (auch Metall) war in einem Metallröhrchen. Und man hat Metallziegel darüber gelegt.

    Daß letzteres allerdings die Strahlung unter die Strahlung im Rest der Stadt absenken soll, ist Unsinn. Außer, in Berlin wird generell radioaktiver Asphalt verbaut.

  4. [...] reinen Übungseinsatz. Im früheren Szene- und nun Schicki-Viertel Prenzlauerberg, was mitunter klammheimliche Freude in den Vierteln auszulösen scheint, denen dies erspart [...]

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