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Auf den Weg in den Gottesstaat?

Okay, jetzt haben wir also einen evangelikalen, schwulenhassenden Katholen als obersten Repräsentanten. Mußte das wirklich sein?

Joachim Gauck bekam 494, Christian Wulff 625 Stimmen. Es gab 121 Enthal­tungen. Danke, Linke, damit habt Ihr Euch in meinen Augen ins fundamenta­listische Abseits und Eure Politikunfähigkeit unter Beweis gestellt. Ich bin ziemlich sauer auf Euch, ich habe Euch die letzten Jahre eigentlich immer gewählt, aber damit ist es erst einmal vorbei.

BTW: Das Liveblog auf Spiegel Offline war eine Sternstunde des Qualitätsjour­nalismus ein Witz. Elf gestandene Journalisten mühten sich ab, um etwa jede Viertel­stunde eine Null-Information (über die Titel irgendwelcher gerade laufender Krimis und Komödien im Fernsehen zum Beispiel) unter’s Volk zu streuen. Das kann sogar ich alleine besser. [Parlamentsfernsehen Deutscher Bundestag]

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19 Kommentare

  1. Johnnyb sagt:

    Mir kommen die Tränen Kanteljörg.

    Es wäre echt ein Witz, wenn die Wahl eines Grüßaugust am Grundsätzlichen etwas ändern würde.

  2. Jörg Kantel sagt:

    Mal bei Gramsci unter dem Stichwort »kulturelle Hegemonie« nachlesen. Etwas Theorie hat nämlich der Praxis noch nie geschadet. Dann würde selbst Dir vielleicht klarwerden, wie wichtig so ein »Grüßaugust« sein kann.

    Anyway, marxistische Theorie scheint selbst bei der Linken nicht mehr wirklich gefragt zu sein. Wenn so eine Vulgärmarxistin wie Sarah Wagenknecht als große Theoretikerin durchgeht … :(

  3. JG sagt:

    wähl einfach direkt die CDU bei der nächsten Wahl dann brauchst du den Umweg nicht mehr machen. Warum so verhasst?

  4. [...] Juni 2010 von asinuscanus Auf den Weg in den Gottesstaat? fragt der  Schockwellenreiter. So schlimm wird es nicht werden. Aber wie ich schon sagte: Die Maske ist [...]

  5. Johnnyb sagt:

    Wow, allmählich wirst Du sachlich und nicht mehr nur emotional getrieben.
    Ist Dir schon mal aufgefallen, dass es nur die Wahl zwischen Pest und Cholera gab?

    Ausserdem hält sich die Rolle des bundesdeutschen Grüßaugust in engen Grenzen, ergo auch sein hegemonialer Einfluß.

    Wichtiger erscheint mir eine Spaltung des “bürgerlichen Lagers” (und sie wird kommen!) und der Beleg, dass Die Linke – mit der Du ja nichts mehr zu tun haben willst – Rückgrat beweist.

  6. Johnnyb sagt:

    Übrigens kannst Du jetzt aus Deiner albernen Fratzenbuch-Gruppe austreten – Thema erledigt.

  7. Nanu sagt:

    Was hätten Sie denn machen sollen, die Linken? Einen Kandidaten wählen, der in allen ihrer wesentlichen Punkte eine fundamental gegensätzliche Position hat? Für Afghanistan, für Hartz IV?

    Es ist erschreckend, wie der Plan der SPD aufgeht, die Linken jetzt als Buhmänner hinzustellen. Schonmal drüber nachgedacht, warum die bürgerliche Presse so begeistert von Gauck war?

    Die Enthaltung der Linken ist erst recht ein Grund sie zu wählen. Wenigstens eine Partei hält an ihren Inhalten fest und verrät diese nicht aus taktischen Erwägungen.

  8. Denis sagt:

    Ach die Linke, ich hoffe die erledigt sich selbst wieder so, wie es die FDP gerade tut. Kein Wunder, dass sich kaum mehr Jugendliche motivieren lassen, wählen zu gehen, wenn sie so ne Pseudo-Show sehen …

  9. [...] via Auf den Weg in den Gottesstaat? – Der Schockwellenreiter. [...]

  10. Maschinist sagt:

    Wenn ich mal nachschaue wo Herr Gauck gesellschaftlich verortet ist kann ich die Linke schon verstehen. Das ist pragmatisch, nicht fundamentalistisch – und auch nicht machtfixiert. Ich fand’s OK.

  11. Jack Yeats sagt:

    Ich verstehe das nicht: Die Linke ist die einzige Partei, die sich nicht in erster Linie parteistrategisch verhielt. Merkel wollte einen Gegner loswerden und Gabriel der Koalition ans Bein pinkeln.

    Sicher – ihre Reflexe hätte Die Linke bei Gauck von Anfang besser beherrschen können. Aber man kann ihr auch zugute halten, dass sie als einzige geschlossen blieb. Und inhaltlich ist von Gauck auch nicht viel zu halten – gerade als Linker. (Afghanistan, INSM-Nähe – allerdings ist er der in der Tat “würdigere” Kandidat gewesen.)

    Zuerst einmal wurde Die Linke gezielt vor ein Dilemma gestellt. Dann beklagen sich alle, dass sie sich wenig flexibel zeigt.

    Was hätte Die Linke denn ändern können? Im ersten Wahlgang gleich für Gauck? Das wäre inhaltlich nicht vertretbar gewesen. Und auch strategisch nicht klug. Die Abweichler hätten sich dann ebenfalls anders verhalten. Und im letzten Wahlgang? Da hätten die Enthaltungen doch rein rechnerisch auch keinen Unterschied gemacht…

    Ich bin kein Fan der Linken. Ich verstehe aber bislang nur nicht die Argumente, warum sie von so vielen Seiten hier verteufelt wird.

    Wo bleibt die kritische Auseinandersetzung mit Merkel und auch Gabriel? Kann mir irgendjemand die Strategie der SPD erklären? Ich verstehe sie nicht. Was wollen die eigentlich 2013 erreichen? Eine Ampel?

  12. Besucher sagt:

    G sagt:
    30. Juni 2010 um 21:38

    wähl einfach direkt die CDU bei der nächsten Wahl dann brauchst du den Umweg nicht mehr machen. Warum so verhasst?

    Genau :-) oder die FDP-SPD oder GRÜN

  13. Moellus sagt:

    Die Haltung der Linken ist für mich ziemlich OKee.

  14. Bela sagt:

    Die Schuld auf die Linke zu schieben, ist unlogisch. Auch wenn die Linke geschlossen für Gauck gestimmt hätte, wäre Wulff mit seiner absoluten Mehrheit trotzdem durch gewesen. Das ist reflexhaftes Zubeißen, das aber nicht unbedingt einem Mathematikliebhaber gut steht.

  15. dieter sagt:

    Jau, der Kantel hat Recht. Die Linken haben es verkackt. Die kamen nicht nur völlig sinnlos mit einer eigenen Kandidatin daher, sondern mussten sich völlig unsinnig auch noch enthalten. Man hätte es der Merkelei so schön bereits im ersten Wahlgang ohne Waffengewalt zeigen können. Aber aus Starrsinnigkeit oder Ideenlosigkeit wurde daraus nix.

  16. Roland sagt:

    Gysi hat doch gestern deutlich im Fernsehen gesagt: sie haben im dritten Wahlgang nicht etwa deshalb nicht für Gauck gestimmt, weil es inhaltliche Differenzen gab. Sie waren einfach eingeschnappt wie kleine Kinder, weil sie vor der Nominierung nicht gefragt worden waren.
    Man hätte früher auf sie zugehen sollen usw.
    Einfach albern, kindisch, schmollend. So eine Partei kann man nicht wählen, wenn man etwas erreichen will.
    Und daß die Abweichler in der Koalition schwach wurden oder zum Ja für Wulff gepeitscht wurden, ist keine Ausrede – das war vor dem dritten Wahlgang ja keineswegs sicher. Sie haben aus Trotz eine Chance verspielt.

  17. hoi polloi sagt:

    Laut diesem der Realität zugewandten Herrn war es kein Wahl zwischen Pest und Cholera, sondern zwischen .. nunja.

    http://www.youtube.com/watch?v=B34KUcPyaCE&feature=player_embedded

  18. roger sagt:

    Bedient Euch der Grundrechenarten, um Lügen zu erkennen!

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=6065

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