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Armutszeugnis 2.0

Jetzt jammern sie wieder: Christian Nienhaus, Vorsitzender des Zeitungsverleger­verbands Nordrhein-Westfalen (ZVNRW) und Geschäftsführer der Mediengruppe WAZ, hat die Forderung der Zeitungsverleger nach einem Leistungsschutzrecht bekräftigt:

Unternehmen wie Google leben davon, systematisch unsere Inhalte abzugreifen. Deswegen brauchen wir ein eigenes Leistungsschutzrecht, um unser Eigentum zu schützen.

Der IT-Branchenverband Bitkom hingegen hatte vorige Woche in ungewöhnlich scharfer Form gegen die Forderungen der Verleger zur Ausweitung des Schutzes von Presseerzeugnissen im Internet protestiert. [heise online news]

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3 Kommentare

  1. creezy sagt:

    Naja, sie können sich mal das Experiment erlauben mit ihren Online-Inhalten nicht von Google gelistet zu werden. Dann würden sie ganz schnell lernen, wie sehr wenig ihre Online-Plattform überhaupt noch interessiert im WWW.

    Diese ewig gestrigen Keineahnunghaber.

  2. Fabian sagt:

    Creezy: Na, das wollen sie ja auch nicht. Sie wollen gelistet und zusätzlich dafür auch noch bezahlt werden. Das ist in etwa so, als würde ich als Kunde das Taxi nehmen, um zum Bäcker zu fahren, und der Bäcker dann vom Taxi-Fahrer Geld verlangen würde, weil er ihm einen Kunden gebracht hat.

  3. John sagt:

    Was erwartet Ihr von einer Branche die traditionell in einer Monopolstellung lebt? Der Vertrieb von Presse und Presseerzeugnissen in Deutschland ist monopolartig organisiert und von höchstrichterlicher Ebene abgesegnet. Die Verleger und Verlage haben jetzt eine Dekade gejammert und lammentiert, dass die 2-stelligen Umsatzzuwächse der 90er Jahre vorbei sind. Jetzt wurde eine neue Geldquelle entdeckt. Mit Sicherheit wird das Bundesverfassungsgericht wieder einen Dreh finden den Verlegern die Pfünde zu sichern. Selbstverständlich alles unter dem Deckmäntelchen der Meinungsfreiheit. Die Kriegskassen der Verlage sind gefüllt und mit Geld lässt sich ja bekanntermassen viel erreichen. Nicht umsonbst hat Herr Döpfner (Axel Springer) das höchste Managergehalt in Deutschland.

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