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Neue Medien und Dinosaurier

Spät aber nicht zu spät: Konstantin hat Brechts Radiotheorie entdeckt und stellt fest:

Die Einführung des Internet als Massenmedium unterscheidet sich in einem einzigen Punkt von bisherigen medialen Umwälzungen; das Netz ist – endlich! – das, was sich Bertolt Brecht schon vom Radio erhoffte:

Bertolt Brecht auf DDR-Briefmarke »Der Rundfunk ist aus einem Distributionsapparat in einen Kommunikationsapparat zu verwandeln. Der Rundfunk wäre der denkbar großartigste Kommunikationsapparat des öffentlichen Lebens, ein ungeheures Kanalsystem, das heißt, er wäre es, wenn er es verstünde, nicht nur auszusenden, sondern auch zu empfangen, also den Zuhörer nicht nur hören, sondern auch sprechen zu machen und ihn nicht zu isolieren, sondern ihn auch in Beziehung zu setzen.«

Diese Eigenschaft des Netzes macht die aktuelle Lernkurve für die Vertreter der heute als alt anzusehenden Medien ein wenig steiler, obviously. Das ist, weshalb sich einige von ihnen in kulturpessimistisches Gejammer, wahlweise verzweifelten Regulationismus flüchten. Ist eben nicht jeder ein Brecht, nichwa?

[bluelectric.org]

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Ein Kommentar

  1. [...] man soziale Netze als die Verwirklichung von Brechts Radiotheorie zu sehen? Die ist, wenn wir ehrlich sind, weniger die Vorwegnahme von Twitter und Co. als die Beschreibung [...]

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