Der Schockwellenreiter Rotating Header Image

Den »Lebensstrom« ordnen

Früher bezog ich alle meine Informationen über meinen Feedreader, wer keinen RSS- oder Atom-Feed anbot, wurde von mir ignoriert (no feed, no read). Im Laufe der Zeit kamen aber immer mehr zusätzliche Informationsquellen hinzu — Delicious, YouTube, Flickr, Twitter, Posterous, Facebook … es wird immer schwieriger, den Überblick zu behalten. Und noch schwieriger, die korrekten Credits in meinem Blog zu geben: Finde ich beispielsweise ein interessantes Video in Google Buzz, favorisiere ich es in YouTube, damit ich es wiederfinde. Wenn ich es dann in den Schockwellenreiter packe, habe ich eventuell die ursrpüngliche Quelle längst vergessen.

Vielleicht ist ein eigenes Feedblog, wie hier vorgeschlagen, tatsächlich eine Lösung: Aggregator – all your feeds at your website front. Es ist ein Template für ein WordPress-Blog und auf dieser Demo-Site bekommt man eine Ahnung, wie es funktioniert. [Lifestream Blog]

Und dazu paßt auch folgende Meldung: Twitter mutiert zu Newsfeed statt Social Network. Nur 21 Prozent der Nutzer seien aktive User und machen von ihrem Account regelmäßig Gebrauch. Der überwiegende Großteil sei hingegen nur Teil der Plattform, um die Kurznachrichten anderer User zu lesen, statt selbst welche zu schreiben. [pressetext.de]

Und nun die Frage an meine Leser: Wie organisiert Ihr den Lifestream? Schreibt mir das doch bitte in die Kommentare zu diesem Artikel. Unter allen Antworten verlose ich fünf Exemplare meines Buches RSS und Atom – kurz & gut.

Teilen:
  • Facebook
  • del.icio.us
  • Google Bookmarks
  • MySpace
  • PDF
  • RSS
  • Technorati
  • email
  • Wikio
  • Digg
  • Identi.ca
  • MisterWong.DE
  • Posterous
  • Twitter
  • Print
  • Yigg
  • LinkedIn
  • FriendFeed
  • Tumblr

23 Kommentare

  1. Martin Koser sagt:

    Jörg, du wirst lachen – erst gestern abend habe ich mich das tupfengleiche gefragt – auch ausgelöst durch das gelungene Aggregator-Wordpress-Template.

    Und ja, mitbekommen habe ich das via deinen GReader Empfehlungen …

    An sich will ich ja kein weiteres WordPress Blog pflegen müssen, aber ein solcher Aggregations- und Verschiebebahnhof macht ja sowohl intern wie extern Sinn.

  2. Denis sagt:

    Auf dem Mac verwende ich Socialite, welches ganz gut meine Hauptbetätigungsfelder abdeckt.

    Wenn ich mobil einen interessanten Tweet lese, den ich aber nicht unbedingt faven will, schicke ich ihn mir per Mail zu. Wirkt ein wenig umständlich, klappt aber soweit ganz gut. Ansonsten greife ich mobil auf meine Feeds per Byline zu.

  3. Das Thema Lifestream packt mich auch immer wieder. Eine wirklich gute Lösung ist mir immer noch nicht untergekommen. Mein erster Versuch war ein reiner RSS-Aggregator mit http://lilina.org/ und später dann http://gregarius.net/ Jämmerliche Überreste, weil eigentlich nur für Blogs geeignet, sind unter http://monsteradmin.de/
    Zwischenzeitlich habe ich dann noch http://www.sweetcron.com/ ausprobiert, bin aber mit dem Framework CodeIgniter nicht warm geworden. Aktuell begeistere ich mich für http://www.enthropia.com/labs/wp-lifestream/ dessen einzigen Fehler ich darin sehe, dass es WordPress verlangt und ich als Blog eigentlich lieber Dokuwiki verwenden würde. Zu finden ist der lifestream unter http://michaelwenzl.de/lifestream/
    Ausprobiert habe ich natürlich auch die üblichen Webservices wie z.B. http://lifestream.fm/ Da stosse ich aber meist an das Problem, dass Nischendienste wie Ipernity, blip.tv … nicht direkt unterstützt werden.

  4. Knusper sagt:

    Tatsächlich bin ich nicht mehr so großer Fan von RSS Feeds, was den “Social Stream” angeht. Für einige “professionellere” Aspekte meines Lebens spielen sie aber eine große Rolle (Bsp. hab ich einige wissenschaftliche Zeitschriften im RSS-Abo). Der Social Stream spielt sich weitestgehend bei Twitter ab. Wenn ich ein interessanntes Blog entdecke, ärgere ich mich jedesmal wenn kein Twitter-Stream dazu existiert.
    Den Stream füttere ich auch über Twitter zurück, bspw. werden Updates meiner Blogs und meines Tumblr! Blogs direkt an Twitter weitergeleitet (derzeit noch nicht automatisch, aber das richte ich noch ein), ebenso an Facebook. Um hier nicht im Social-Network Feedback Loop zu landen, füttere ich meine Tweets nicht an Facebook.

  5. Toni sagt:

    Tatsächlich habe ich es bisher immer hinbekommen, Seiten, die mich interessier(t)en, irgendwie doch in RSS zu … forcieren. Sei es mit feed43 oder yahoo pipes oder gar re.flect. Von mir verzehrt wird das dann im google reader und seit neuestem dessen “Play” Variante, die besonders für meine Comic- und Kunstfeeds höchst brauchbar scheint.

  6. webmeister sagt:

    Ich bin immer noch ein grosser Fan von RSS-Feeds und versuche alle Daten in den Reader zu bekommen.
    Twitter ist bei mir nicht erstrangig, ich lese auch mehr als das ich dort schreibe. Einzelne Twitter-User verfolge ich via RSS-Feed.
    Falls Daten nicht als RSS zur Verfügung stehen, versuche ich diese mittels Skript zu lesen und forme die Daten dann in einen RSS-Feed um.
    Interessante Links speichere ich mit Delicious. So finde ich die Links und Quellen einfach wieder und ein RSS-Feed steht auch zur Verfügung.
    Eine Feedblog-Lösung für WordPress ist somit eine ideale Lösung um den Lebensstrom zu ordnen.

  7. Michael N. sagt:

    Ich bin für eine strikte Trennung von feeds und tweets und Videos sowieso und kann nie verstehen, wie man Twitter als RSS reader verwenden kann. Ich würde mir auch wünschen, wenn das so bliebe auf Angebotsseite, damit man den Informationsfluss etwas hierarchiesieren kann:

    Also einen Newsreader (NetNewsWire) für die textbasierten Beiträge, die man ernsthafterweise lesen möchte, Twitter für Langeweile zwischendurch oder zur bidirektionalen _Kommunikation_ über spezielle Projekte. Naja und die Videos sehe ich auch als Luxus an, was gerne auf den entsprechenden Platformen verbleiben darf.

    Geringe Überlappungen gibt es aber, so abonniere ich ein paar delicious Lesezeichen als rss Feed. Und für den speziellen Fall der Organisation meiner Freizeit habe ich mal zusätzlich einige meiner delicious feeds per Google feed API auf einer Seite zusammengeschraubt (plus etwas Screenscraping per Yahoo Pipes: Brauchbares Kinoprogramm scheint es nicht als rss zu geben), auch weil ich es etwas schöner haben wollte als nur eine Taskliste:
    http://akt.uell.net/film/

  8. Gut, dann habe ich es eben jetzt auch kapiert, dass es eigentlich nicht um die eigenen Beiträge zum “Lebensstrom” geht. ;-)
    In der Hinsicht halte ich das was sich in den sozialen Netzwerken tut aus dem Feedreader heraus. Für mich interessante Linkgeber sind i.d.R. auch auf Bookmarking-Diensten aktiv und die hole ich mir dann da als RSS ab. Doppelungen treten da eigentlich so gut wie keine auf, was aber wohl zuvorderst an der Auswahl der Linkgeber liegt.
    Webseiten, die partout kein RSS anbieten, mache ich mir nach Möglichkeit mit http://feedity.com/ und/oder Yahoo Pipes gefügig.
    Mailinglisten + Newsletter landen in IMAP Verzeichnissen, die ebenfalls per RSS in den Feedreader eingebunden sind.
    Was mir persönlich fehlt ist eine brauchbare RSS Schnittstelle zu Usenet-News.
    Als Feedreader verwende ich http://liferea.sourceforge.net/ Der aber abgesehen von der Möglichkeit auch die Kommentare von Blogs anzuzeigen keine weiteren Beiträge zum Workflow leistet.

  9. olhe sagt:

    Im Grunde genommen ist es bei mir immer noch primär der RSS-Feed der zählt, Twitter per se behandele ich auch als Twitter. Bei letzterem ist das Gros zwar tatsächlich, zumindest bei mir, News etc., aber gelegentlich fließt auch Kommunikation ein, so daß zumindest Twitter als Feed-Abo imho ein wenig verfehlt wäre. Ergo mehr Arbeit für mich: hier der Feed, dort Twitter.

    Letztendlich jedoch hält es sich noch in grenzen, ca. 90% der für mich interessanten Dinge greife ich noch mittels RSS ab und dazu bediene ich mich lokal einerseits an Newsbeuter und für unterwegs gibts den Google Reader. Da wird alles, außer Twitter, was so mit Feed daherkommt hineingepackt.

    Aber zumindest Google Reader gedenke ich mittels Tiny Tiny RSS zu ersetzen, da besitze ich mehr kontrolle drüber und vielleicht wird letztendlich mit ein paar Filtern doch ein omnipotenter Livestream draus, ein Weblog wie oben beschrieben wäre mir da ein wenig zu unübersichtlich.

    Newsbeuter: http://newsbeuter.org/
    Tiny Tiny RSS: http://tt-rss.org/redmine/

  10. helle sagt:

    zu viele Informationen können auch zu weniger Wissen führen

  11. Jens sagt:

    Ich schreibe gerade an einem Lifestream-Script, welches mir verschiedene RSS-Feeds, Twitter und evtl. noch neue E-Mails übersichtlich auf einer Seite anzeigt. Das ganze wird nach Datum und Zeit sortiert, jeweils mit Bild, Datum und Link zum Original-Artikel. Eine Bookmarkverwaltung mit Tags soll ebenfalls integriert werden.

  12. Tom sagt:

    Als FeedReader nutze ich TinyTinyRSS im Browser. Dort habe ich gerade erst heise.de raus geschmissen, da die tatsächlich nur den Titel anbieten. Also nicht nur “no feed no read” sondern auch “empty feed no read”. Einige Twitter-Feeds habe ich da auch drin. Vor allem Leute die nicht rumschwafeln sondern einfach Infos und Links raushauen. So entgeht mir da nichts, auch wenn ich offline bin.
    Emails landen im Thunderbird auf dem USB-Stick und sind immer dabei.

  13. bcgie sagt:

    Twitter ist inzwischen ein netter Dienst, mit dem ich immer wieder an interessante Dinge gelange. Zum Lesen von Informationen, an denen ich regelmäßig interessiert bin, eignet es sich nicht – ich kann nicht den ganzen Tag lang sämtliche Tweets lesen. Das habe ich zwischenzeitlich mal gedacht, soch RSS gehört jetzt wieder zur täglichen Lektüre. Dabei hat sich der Google Reader mit seinen unterschiedlichen Clients (z.B. Reeder auf dem iPhone) gut bewährt.
    Schöne Grüße ;-)

  14. Kala sagt:

    Ich benutze im Moment den google-reader in Verbindung mit dem Firefox-Addon feedly. Damit werden all meine Feeds sehr hübsch dargestellt und im Gegensatz zu anderen Firefox-feedreadern braucht feedly auch nicht ewig zum laden. Längere Artikel speichere ich manchmal, mit dem Addon Read-It-Later um sie dann irgendwann, wenn ich Zeit habe, zu lesen.
    Twitter benutze ich garnicht, da ich meine feeds nur einmal täglich lese und nicht “live”.

  15. Chronistin sagt:

    Hm, geht’s hier jetzt um “senden” oder um “empfangen”?

    Senderseitig: Ich bin ja etwas Lifestream-besessen, aber die ideale Lösung habe ich noch nicht gefunden. Nach Friendfeed und sweetcron habe ich mir im Jänner des Jahres mit einer aufgebohrten Expressionengine meinen eigenen gebaut, was zwar technisch befriedigend, aber irgendwie betreuungsaufwendig war. Momentan streame ich über http://soup.io (Meine Suppe: http://luefterl.sturmwarnung.at/ ). Die Einträge wandern aber zusätzlich (unsichtbar) auch in die Blog-Datenbank, sodass sie im Archiv abrufbar bleiben.

    Empfängerseitig setze ich auf Threadsy (Mail, Twitter, Facebook) und den Google-Reader.

  16. [...] of smart knowledge worker workflows ™Now this has evolved into one hot topic, huh? And so it’s about time to sort, aggregate and systematize my thoughts on the smart knowledge workers workplace and [...]

  17. [...] Schockwellenreiter Jörg Kantel hat kürzlich mit seiner Blogpost “Den Lebensstrom ordnen” das Thema angestoßen und in die Runde gefragt, wie seine Leser Ihren Lifestream organisieren. [...]

  18. [...] asked how to organize your lifestream. So here is how it looks for me [...]

  19. Sehr nett, da bereite ich gerade meinen wp-aggri vor und lese genau davon jetzt in meinem greader :)
    Nett. Muss aber zugeben, den Schockwellenreiter habe ich erst abonniert, seit Jarvis den Blog erwähnt hat ;) Asche auf mein Haupt.

  20. Paul sagt:

    lesend Google Reader, ab und zu Twitter. schreibend, facebook, blog, Buzz, Twitter (in der Reihenfolge abnehmend)

Einen Kommentar verfassen

Mit dem Absenden Ihres Kommentars willigen Sie ein, daß der angegebene Name, Ihre Email-Adresse und die IP-Adresse, die Ihrem Internetanschluß aktuell zugewiesen ist, von mir im Zusammenhang mit Ihrem Kommentar gespeichert werden. Die Email-Adresse und die IP-Adresse werden natürlich nicht veröffentlicht oder sonst weitergegeben.