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Konzept- vs. datengesteuerter Informationsverarbeitung

Jean-Pol Martin hat wieder zugeschlagen. Mir gefällt die Idee der datengesteuerten Informationsverarbeitung natürlich besser, sie hat so etwas Anarchiches an sich, das neue Erkenntnisse überhaupt erst ermöglicht. (Notiz an mich: Ich muß unter diesem Gesichtspunkt unbedingt Paul Feyerabend mal (kritisch) wiederlesen.) Der konzeptgesteuerten Informationsverarbeitung — zumindest so, wie sie hier definiert wurde — ist immanent, daß sie schwer über die Grenzen des Konzeptes hinaus»denken« kann … aber diese Gefahr hat Jean-Pol gegen Ende seines Videos ja selber angesprochen. Bleibt also die Frage, was ich möchte: Möchte ich (erst einmal) Sicherheit oder möchte ich (neue) Erkennt­nisse? [Ders. via Twitter.]

Und noch etwas: Ich mag diese »herausgehauenen« Videos von Jean-Pol. Hier meldet sich ein »Empfänger« zu Wort, der im Brechtschen Sinne zum »Sender« geworden ist, ohne großes mediales Hintergrundwissen, sondern einfach, weil er etwas zu sagen hat. Und der zeigt, daß man dazu nicht unbedingt zur »Gene­ration C64« gehören muß.

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2 Kommentare

  1. Das freut! Und Feyerabend kenne ich inzwischen auch (Durchziehen durch die Philosophie gerade abgeschlossen – auch noch John Rawls dazu).

  2. “Der konzeptgesteuerten Informationsverarbeitung — zumindest so, wie sie hier definiert wurde — ist immanent, daß sie schwer über die Grenzen des Konzeptes hinaus»denken« kann …”
    - Dazu kurz: das konzept (oder die kognitiven strukturen, denen man sich bedient, um die informationen zu kanalisieren) ist nie so stabil, dass es wirklich alle einströmenden informationen aussortieren könnte. es dringenalso viele informationen durch, die dein konzept automatisch (auch gegen deinen willen) verändern.

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