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Das Plagiat zum Plagiat

Mit einem doppelbödigen Kommentar hat sich der Dichter Durs Grünbein in die Literaturdebatte um die Plagiatsvorwürfe gegen die Schriftstellerin Helene Hegemann (»Axolotl Roadkill«) eingemischt. Er veröffentlichte unter seinem Namen einen leicht aktualisierten und auf Frau Hegemann umgeschriebenen Text von Gottfried Benn aus den 1920er Jahren. Benn verteidigte damals die Schriftstellerin Rahel Sanzara gegen Plagiatsvorwürfe zu ihrem Roman »Das verlorene Kind«. Denn es ist alles nur geklaut. [Spiegel Online, die den Link zur Originalquelle scheuen, wie der Teufel das Weihwasser]

Ich verstehe die ganze Plagiatsaufregung sowieso nicht: Warum soll Rip, Mix, and Publish dem Musiker erlaubt, dem Literaten aber verboten sein?

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8 Kommentare

  1. Denis sagt:

    Man brauchte eben mal wieder eine Sau die man durchs Dorf jagen konnte. Und nun mit Auflage 4 (und dem darin enthaltenen Quellenverzeichnis) und dass Ullstein “Strobo” im Herbst bei sich raus bringt, sind doch alle glücklich und zufrieden. Könnte man zumindest meinen ;-)

  2. Tom sagt:

    Als ich das erste mal Harry Potter lasz, dacht ich die ganze Zeit nur – meine Guete was fuer ein schlecht zusammengeklauter Haufen.
    Die Inner Journey ist aus “Der Magier von Erdsee”. Die Witze sind schlecht geklaut von Robert Asprins Daemonenzyklus. Der Rest ist billiges Hollywoodkino, Deus ex Machina at its best. Und selbst bei der Literaturkritik scheint es eher Zufall zu sein in welche Kategorie “Rip, Mix, and Publish” faellt.

  3. glamorama sagt:

    Wenn man dann noch weiß, dass sich in Airens Texten (als Zitat gekennzeichnete) Gedichte von Gottfried Benn finden, schließt sich der Kreis auf wunderbare Weise.

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