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Christian Stöcker über das Internet

Christian Stöcker (stellvertretender Ressortleiter der Netzwelt bei Spiegel Online) mit einem Plädoyer für das freie und neutrale Netz: Über die segensreiche Dummheit des Netzes, über Etikette statt Exhibitionismus-Klagen und über Urheber- und Bürgerrechte. Ein sehenswertes 13-Minuten-Video.

Und hier seine sieben Thesen:

  1. Das Internet ist dumm und das ist auch gut so.
  2. An vielem, was das Netz gefährlich macht, sind die Nutzer selbst schuld.
  3. Die Staaten dieser Welt werden sich nicht darüber einigen, wie das Netz sein sollte. Aber ein Minimalkonsens in Sachen Verbrechensbekämpfung läßt sich herstellen.
  4. Wir sollten aufhören, vermeintlichen Exhibitionismus anzuprangern, solange wir den Menschen ins Wohnzimmer starren. Wir brauchen eine neue Definition von Öffentlichkeit.
  5. Jugendschutz ist wichtig, aber nicht wichtiger als alles andere. Mit Providern als Zensor wäre das Ende des freien Netzes gekommen.
  6. Urheberrechte sind wichtig, aber nicht wichtiger als Bürgerrechte.
  7. Die Vorteile des freien Internets überwiegen seine Nachteile. Wer das Internet für überwiegend schädlich hält, muß ein Menschenfeind sein.

Die Rede hielt er auf dem Bitkom Forum Kommunikations- und Medienpolitik am 8. Februar 2010 in Berlin. [Carta, via wirres.net]

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