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Jetzt ist er online

Die FAZ ist nicht so schnell mit dem Online-Stellen von Artikeln, aber jetzt ist er draußen: Das iPad ist nur eine Fernbedienung von Jörg Kantel. ;) Die Überschrift hat die Redaktion verbrochen und Herr Schirrmacher scheint einen Narren an meiner Fernsteuerung/Fernbedienung-Metapher gefressen zu haben. Für den Artikel selber stehe aber ich gerade.

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18 Kommentare

  1. Gerd sagt:

    Es gab so viele Artikel zu dem Thema in der letzten Zeit in den Feuilletons (interessanter Ort). Jörg, Dein Artikel hat da endlich einmal das eigentliche Problem fundiert untersucht. Dein Schlusssatz “In ihr muss man Apple mit Google austreiben” läßt einen grübeln …

  2. Rudi sagt:

    Er hat schon Recht: Die Käufer werden fern bedient!

  3. Jan sagt:

    Respekt. Herzlichen Glückwunsch :)

    Endlich wieder Qualitätsjournalismus :)

  4. gewappnet sagt:

    Grundsätzlich stimme ich dem Artikel zu, aber so ganz korrekt ist er inhaltlich auch nicht. Denn obwohl es einen die euphorischen iPad-Hymnen glauben lassen, ist der iPad kein vollständiger Computerersatz und von Apple (derzeit) auch nicht als solcher vorgesehen. Zur Nutzung wird immer noch ein “richtiger Computer” gebraucht, auf dem iTunes installiert ist. Somit hat jeder Nutzer auch zwangsweise einen “richtigen Computer”, auf dem das iPad-SDK installiert werden kann. Sicher, es kostet 79 Euro im Jahr, aber dann kann man eigene Apps schreiben und diese zumindest auf eine kleinere Anzahl iPads ohne Zustimmung von Apple übertragen werden (z. B. der Lehrer in einer Klasse). Zur größeren Verteilung braucht es allerdings den Zulassungsprozess von Apple, was sicherlich problematisch ist.

    Abgesehen davon befindet sich ja immer noch ein vollwertiger Browser auf dem iPad (allerdings ohne Flash). Damit kann alles interaktiv gemacht werden, was auch sonst im Web 2.0 geht (Wikipedia, Facebook, WordPress, etc.). Mit entsprechenden Webservices könnte man auch komplette Programmierumgebungen bereitstellen. Hochwertige VNC-Apps gibt es schließlich bereits im AppStore für das iPhone.

  5. shuriko sagt:

    Vielen Dank für den Artikel.

    Sowohl Google als auch Apple bieten uns kostenlose Busse zum Supermarkt (z.B. iTunes), beide wollen uns in die Wolke kriegen. Deshalb habe ich gar nichts gegen den Titanenkampf. Im Endeffekt werden wir davon nur profitieren…

  6. david sagt:

    Der Artikel war auf jeden Fall ein Glanzlicht in der sonst trüben Suppe. Nur die Fernbedienung hatte ich nicht verstanden – aber als Fernsteuerung macht das endlich Sinn.

  7. [...] Jörg Kantel (Schockwellenreiter) für seinem Text »Endstation App-Store. Das iPad ist nur eine Fernbedienung« Copyright & Copyriot von Sabine Nuss lesen sollen. Das hätte den eigentlich ganz guten Text vom Kopf auf die Füße gestellt und das liberale (i.S. von marktbejaend) Hintergrundrauschen zumindest heruntergepegelt. Das iPad ist aus einer kapitalismuskritischen Persektive deshalb interessant, weil wohl einige Verwertungsprobleme des Kapitals in der digitalen Welt wenn nicht löst, so doch bearbeitet. Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in allgemein und getagged Eigentum, Kapitalismuskritik. Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL. « Die spinnen die Römer oder Spekulieren auf Griechisch [...]

  8. recipient sagt:

    Auch dieser Artikel geht leider von der falschen Annahme aus, dass das iPad Desktop-Rechner ersetzen soll. In Einzelfällen wird das zwar so sein, es ist aber nicht die Intention dieses Produktes. Wer in nennenswertem Umfang Content produzieren will oder muss, der wird das auch zukünftig an einem “richtigen Computer” tun, im Sinne Apples idealerweise an einem Mac. Ein Tablet dient vor allem der Darstellung solchen Contents, ist aber keineswegs auf die Funktion eines Abspielgerätes beschränkt. Mit der Portierung der iWork-Suite beispielweise ermöglicht Apple durchaus auch das Erstellen bzw. Modifizieren von Inhalten. Viele weitere Produktivitätsanwendungen anderer Entwickler werden folgen (siehe Omnigroup).

    Insofern bietet das iPad auch unter Berücksichtigung der “technologischen Inflation” dem beispielhaft erwähnten Lehrer weit mehr Möglichkeiten als seinerzeit eine aus Desktop-Rechnern und einer Hypercard-Anwendung bestehende Lösung. Von der Tatsache, dass er damals Materialien selbst erstellen musste, weil es kaum Fertiges gab, jetzt mal ganz abgesehen.

  9. [...] hat Jörg Kantel den Faz.net Artikel zum iPad in seinem Blog erwähnt. Auch wenn die Kommentatoren teilweise anderer Meinung sind, finde ich den Artikel doch durchaus [...]

  10. cnorthe sagt:

    Sehr guter Artikel!

    DRM führt zu unsäglichen Problemen und Rechtsverletzungen bei den rechtmäßigen Erwerbern. DRM fördert die Bildung von Monopolen, Inkompatibilitäten unter der Ausnutzung der Marktmacht.

    Es ist einfach nur megalästig.

    Eine kleine Satire von mir dazu: http://dadao.cnorthe.de/das-flache-ipad-meiner-kriminellen-oma/

  11. Brillianter Beitrag, Glückwunsch, Herr Kantel – ich habe von meinem Blog aus drauf verlinkt und musste mich fragen, warum eigentlich die Herren der anderen Medien nicht ebenso auf ihre Fragen gekommen sind und DARÜBER geschrieben haben und nicht wie alle nach dem Motto “Hey, ich durfte ihn berühren!” :)

  12. i sagt:

    also musik konnte man schon immer aus anderen quellen, als dem iTS auf die iTunes verwalteten geraete laden.
    bei apps ist das ganze schon schwieriger, aber es programmieren auch nicht soviel leute (und es komponieren auch nicht soviel leute ehrlich gesagt).
    eigene filme kann man auch auf iPhones etc. spielen. Waum sollte das nicht mit selbstgeschriebenem fuers iPad gehen?
    immerhin scheint das iPad die Tore fuer einen etwas weniger reglementierten Dateiaustausch zu oeffnen.
    abgesehen davon das drm scheisse ist und viele fragen aus meiner sicht rechtlich noch nicht geklaert sind (heirat,scheidung,vererben), ist diese freiheitsdiskussion groesstenteils die diskussion aus perspektive von nerds. viele werden die einschraenkung der freiheitsgrade gar nicht wahrnehmen, weil sie ohne diese einschraenkung das geraet mal wieder nicht nutzen koennten.

    gibts eigentlich schon einen ePub latex output?

  13. Matti Popesku sagt:

    Lieber Jörg,

    erst einmal gratulation zu diesem gelungen Artikel. Leider bin ich zu blöd um bei FAZ.Net eine Lesermeinung online zu stellen, deshlab meine Meinung in deinem Blog. Das geht hier einfacher … 

    Das iPad wird kein Ersatz für einen Computer im Sinne eines Universalcomputers werden. Apple sieht das genauso – zu sehen und nachzulesen auf der Apple-Website. Das ist ein Produkt für bestimmte Szenarien des digitalen Alltags und für ein bestimmtes Publikum. Der Benutzer wird nicht entmündigt. Der Benutzer entscheidet sich bewusst für den Einsatz des iPads.

    Vergleichen lässt sich dies mit einer Spielekonsole, Autos und anderen Produkten unseres Lebends. Du schreibst, “Hätte ich als Kind anstelle eines richtigen Computers nur ein iPad gehabt, wäre ich nie ein Programmierer geworden.“ Ich hatte als Heranwachsender eine Spiele-Konsole, diese konnte sich mit dem Internet verbinden und Websites anzeigen. Das hat mein Interesse geweckt. Ich wollte wissen wie dieses Internet funktioniert und wie man Websites erstellen kann. Dafür habe ich mir Bücher gekauft und mich an meinen Rechner gesetzt. Mit diesem konnte ich dann Websites erstellen – mein Einstieg in Website-Programmierung.

    Dieses Szenario lässt sich auch auf das iPad übertragen. Warum sollten sich Kinder oder Erwachsene nicht dafür interessieren, wie man Apps programmiert? Nur weil alle Apps über einen Kanal vertrieben werden? Diesen Zusammenhang musst du mir erklären. Es liegt an der Neugier der Menschen, nicht an den Einschränkungen der Geräte!

    Und selbst wenn dieser Weg nicht eingeschlagen werden kann. Das iPad wird ein handliches Surf-Brett … ähm Tablett werden. Dafür zu “programmieren” steht weiterhin jedem offen. Und dank der Webkit-Engine im Safari, sind moderne Beschreibungs- und Skriptsprachen benutzbar. Diese sind gerade dabei, wie damals HyperCard, eine weitere Welle der Kreativität auszulösen – ganz ohne Flash.

    Die Gefahr sehe ich vielmehr bei Flash als bei Apples iPad. Verschwindet das iPad oder Apple unterbindet das surfen auf Internetseiten, kann das der Internet-Gemeinschaft relativ egal sein. Wenn aber Adobe verschwindet oder auf die Verbreitung von Flash Lizenzen erhebt, dann ist das Internet, wie es jetzt existiert, akut gefährdet.

    Zu Google … unser aller Datenfreund. Google hat nicht nur das Internet verstanden, sondern auch wie es damit Geld verdienen kann. Genau da wird der Haken bei einem Google-Tablet liegen. Irgendeine Schweinerei wird sich Google einfallen lassen, damit sie weiterhin kräftig Geld verdienen, Daten sammeln und den Einfluss auf das Internet erhöhen können.

    Du hast Recht, das Internet ist eine seltsame Welt. Weder Apple, Google noch Microsoft dürfen den jeweils anderen austreiben. Vielmehr müssen die Internetnutzer und Programmierer die Kontrolle über die Inhalte, deren Bereitstellung und Schaffung behalten.

    Schönen Gruß
    Matti Popesku

  14. AKnorr sagt:

    an sich schöner artikel, beim drmthema in bezug auf itunes leider schlecht recherchiert.

    Songs werden im itunesStore seit 2009 ohne DRM verkauft.
    Siehe dazu
    http://de.wikipedia.org/wiki/ITunes#Digital_Rights_Management_.28DRM.29

  15. arthurkma sagt:

    Da ich dieses IT-Fachwissen nie besessen habe, fällt es mir wohl viel leichter, mich auf die neue Computergeneration zu freuen. Schade für die anderen

  16. [...] lese gerade mit Vergnügen Horst Bredekamp und fand dort ein Zitat, das schon 1997 meine Kritik am iPad vorwegnahm: Befremdlich ist aus heutiger Sicht vielmehr, daß die Computersprache, die in den [...]

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