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Knowledge Navigator

Schon 1987, also vor fast einem Vierteljahrhundert, hatte John Sculley, damals CEO bei Apple, die Vision eines iPads. Es war die Zeit, wo Apple noch zu den Guten gehörte, es gab also kein DRM und keinen App Store. Dafür hatte das Teil viele nützliche Features, auf die wir selbst heute wohl noch lange warten müssen.

Übrigens: Wenn ich die Jahreszahlen auf dem Monitor des Knowledge Navigators richtig deute, hatte Sculley »seinen« iPad für 2010 vorhergesagt.

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3 Kommentare

  1. Hendrik sagt:

    Beim Video anfang fällt mir vor allem ein wie genial ein echtes semantisches Web wäre :D
    das wäre nämlich Grundlage für derartige Auskünfte…

  2. christoph sagt:

    Danke für das Video und für den Kommentar zu Semantik – regt beides sehr zum Nachdenken an. Jetzt erst fällt mir auf, wie sehr das Thema »Wissen« auf diesem Tablettcomputer fehlt. Da könnte man einen ganzen Essay darüber schreiben. Die Maschine scheint dafür gemacht, Informationshäppchen zu konsumieren – im doppelten Sinn: zu kaufen und durch Gebrauch zu vernichten. Während am Ende der (natürlich idealisierten) Stufenleiter des Semantic Web »Truth« und »Trust« zu finden sind, lauert beim iPad hinter jeder Ecke ein Shop für ein Info-Häppchen – ein eBook hier, eine Folge von Dr. House da, ein Song dort, und ein Baseball-Channel mit Statistik-Overlays wieder woanders. Die NYT, die sich ja bereits vor der Vorstellung des Geräts mit Ankündigungen aus dem Fenster gelehnt hat, präsentiert eine Applikation, mit der man – sieh an! – eine Seite im klassischen Layout anschauen kann und hier und da ein eingebettetes Video dazu bekommt. Wo ist die Suchfunktion? Wo ist die Übersicht, wie oft der Begriff »rogue state« in welchem Zusammenhang über die letzten 20 Jahre verwendet wurde, und welche thematischen Links mit dem Thema Zensur bestehen? Wo sind die User-Tags, die Übersichten der Artikel nach Autoren und Gattung, etc. pp.? Das schöne an den digitalen Medien ist doch nicht, dass sie die alten Medien »enhancen«, sondern dass sie neue Querverbindungen erlauben, neue Fragen, neue Dimensionen, neue Recherchemöglichkeiten erschließen usw. Und was präsentiert uns Apple? Eine Applikation iBook, die sich präsentiert wie Opas Buchregal aus dem mittleren Westen, und das ist natürlich kein Zufall, denn irgendwie soll das »Ding« und das mit »Dingen« verknüpfte Geschäftsmodell gerettet werden. Da braucht man dann natürlich ein Buchregal, in dem die Cover der Bücher für die Bücher (als Dinger) stehen, obwohl nur Daten hin und her gehen. Um wie viel moderner ist doch jede beliebige Buchseite bei Amazon!
    Kurz gesagt: viel designmäßiger, politischer und wirtschaftlicher Kitsch, an »Ver-klärung« im Sinne von falscher Aura interessiert statt an »Auf-klärung« – das Ding schreit geradezu danach, von Medienkünstlern gehackt zu werden, um mit einer reingeschmuggelten »App« zur Schnittstelle zwischen dem persönlichen »Lifestream« und sagen wir mal semantic Wikipedia zu werden. Oder zu einem Multitouch-Controller für subversive Geräuschkunst zu werden (falls es so etwas gibt).

  3. [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von pepilog.de, Jörg Kantel und Thomas Schraud, M.F. Munz erwähnt. M.F. Munz sagte: Knowledge Navigator – Der Schockwellenreiter: Übrigens Wenn ich die Jahreszahlen auf dem Monitor des Knowledge Nav… http://bit.ly/aDdzn3 [...]

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