Der Schockwellenreiter Rotating Header Image

Niemand ist objektiv

Ich berichtete vor etwa zwei Wochen über den Strafbefehl wegen angeblicher Polizistenbeleidigung gegen die Islam- und Medienwissenschaftlerin Sabine Schiffer. Sie vermutete einen »unbewußt rassistischen Subtext« hinter dem Fakt, daß der in den Gerichtssaal hereinstürmende Polizist auf den »dunkelhäutigen« Ehemann des Opfers schoß, der mit dem »europäisch aussehenden« Täter rang. Eine auch in meinen Augen naheliegende Annahme, die auf gar keinen Fall einen Strafbefehl rechtfertigt. Dieser Strafbefehl ist nicht nur ein massiver Angriff auf das Recht auf freie Meinungsäußerung sondern stellt in diesem speziellen Fall auch noch die Freiheit von Forschung und Lehre in Frage. Sabine Schiffer hat nun der Kontextschmiede trotz des laufenden Verfahrens ein Interview gegeben: »Niemand ist objektiv«, das ich allen meinen Leserinnen und Lesern empfehlen möchte. [Jakob J. (erz) von der Kontext­schmiede per Email.]

Teilen:
  • Facebook
  • del.icio.us
  • Google Bookmarks
  • MySpace
  • PDF
  • RSS
  • Technorati
  • email
  • Wikio
  • Digg
  • Identi.ca
  • MisterWong.DE
  • Posterous
  • Twitter
  • Print
  • Yigg
  • LinkedIn
  • FriendFeed
  • Tumblr

4 Kommentare

  1. erz sagt:

    Vielen Dank für die Empfehlung!

  2. milhouse sagt:

    Das ist echt dreist von dir, die Falschbehauptung aus dem Originalpost einfach zu wiederholen, obwohl mehrfach in den Kommentaren darauf hingewiesen wurde, dass der Strafbefehl aufgrund der Aussage, der Polizist habe “sicherlich aus rassistischen Gründen” auf den Ehemann von der Getöteten geschossen.

    Und eben nicht aufgrund einer “Vermutung” in Bezug auf einen “unbewusst rassistischen Subtext”.

    Wie kommst du darauf, diese Verzerrung zu wiederholen?

  3. milhouse sagt:

    Na danke, jetzt hab ich vor lauter Entrüstung das Korrekturlesen vergessen.

    Der Strafbefehl ist aufgrund der Aussage natürlich “ergangen”. Und ein “von” ist auch zuviel.

  4. milhouse sagt:

    Sehr klein finde ich es auch von Frau Schiffer, in dem Interview nicht für einen Moment auf das praktische Problem einzugehen, dass offenbar der Ehemann dem Täter gerade das Messer entwunden hatte, als der Polizist in den Gerichtssaal kam. Dieser Umstand würde die Entscheidung, die der Polizist binnen Bruchteilen von Sekunden treffen musste, relativ einleuchtend und unabhängig von rassistischen Motiven erklären.

Einen Kommentar verfassen

Mit dem Absenden Ihres Kommentars willigen Sie ein, daß der angegebene Name, Ihre Email-Adresse und die IP-Adresse, die Ihrem Internetanschluß aktuell zugewiesen ist, von mir im Zusammenhang mit Ihrem Kommentar gespeichert werden. Die Email-Adresse und die IP-Adresse werden natürlich nicht veröffentlicht oder sonst weitergegeben.