Ich berichtete vor etwa zwei Wochen über den Strafbefehl wegen angeblicher Polizistenbeleidigung gegen die Islam- und Medienwissenschaftlerin Sabine Schiffer. Sie vermutete einen »unbewußt rassistischen Subtext« hinter dem Fakt, daß der in den Gerichtssaal hereinstürmende Polizist auf den »dunkelhäutigen« Ehemann des Opfers schoß, der mit dem »europäisch aussehenden« Täter rang. Eine auch in meinen Augen naheliegende Annahme, die auf gar keinen Fall einen Strafbefehl rechtfertigt. Dieser Strafbefehl ist nicht nur ein massiver Angriff auf das Recht auf freie Meinungsäußerung sondern stellt in diesem speziellen Fall auch noch die Freiheit von Forschung und Lehre in Frage. Sabine Schiffer hat nun der Kontextschmiede trotz des laufenden Verfahrens ein Interview gegeben: »Niemand ist objektiv«, das ich allen meinen Leserinnen und Lesern empfehlen möchte. [Jakob J. (erz) von der Kontextschmiede per Email.]

































Vielen Dank für die Empfehlung!
Das ist echt dreist von dir, die Falschbehauptung aus dem Originalpost einfach zu wiederholen, obwohl mehrfach in den Kommentaren darauf hingewiesen wurde, dass der Strafbefehl aufgrund der Aussage, der Polizist habe “sicherlich aus rassistischen Gründen” auf den Ehemann von der Getöteten geschossen.
Und eben nicht aufgrund einer “Vermutung” in Bezug auf einen “unbewusst rassistischen Subtext”.
Wie kommst du darauf, diese Verzerrung zu wiederholen?
Na danke, jetzt hab ich vor lauter Entrüstung das Korrekturlesen vergessen.
Der Strafbefehl ist aufgrund der Aussage natürlich “ergangen”. Und ein “von” ist auch zuviel.
Sehr klein finde ich es auch von Frau Schiffer, in dem Interview nicht für einen Moment auf das praktische Problem einzugehen, dass offenbar der Ehemann dem Täter gerade das Messer entwunden hatte, als der Polizist in den Gerichtssaal kam. Dieser Umstand würde die Entscheidung, die der Polizist binnen Bruchteilen von Sekunden treffen musste, relativ einleuchtend und unabhängig von rassistischen Motiven erklären.