Der vom Stadtmagazin Tip als Blogwurst verspottete Sascha Lobo, der beim Wettbewerb der 100 peinlichsten Berliner des Jahres 2009 den Platz 7 erreichte, beweist uns mal wieder, daß er diese Auszeichnung auch verdient hat. So sondert er im Tagesspiegel einen Artikel mit dem Titel »Die digitale Dekade« ab, in dem er all die Worthülsen wieder aufpustet, die doch schon während der ersten dot.com-Blase geplatzt waren. Hier kann ich nur Goethe zitieren: Getretener Quark wird breit, nicht stark.
Das es auch anders geht, zeigt Ernst Elitz in der Berliner Zeitung. Der ehemalige Intendant des Deutschlandradios und Honorarprofessor für Kultur- und Medienmanagement an der FU Berlin verfaßte unter dem Titel »Gegen Lüge und Dummheit« zwölf höchst lesenswerte Thesen für einen besseren Journalismus. Sein Fazit ist:
Arthur Schopenhauer hatte keinen Fernseher auf dem Spind, aber einen ultimativen Rat für alle, die sich über die Medien ärgern. Er war überzeugt, »daß es Dummköpfen und Narren gegenüber nur einen Weg gibt, seinen Verstand an den Tag zu legen. Und der ist, daß man mit ihnen nicht redet.« Die Nutzanwendung heißt knapp: Wenn Dummheit nervt, sofort abschalten! (Hervorhebung von mir, -ka-)
Hörst Du Sascha Lobo, hörst Du zu?
Und ich glaube, ich muß mir das Vorlesungsverzeichnis der FU für das nächste Semester besorgen und bei Professor Elitz als Gasthörer einmal reinhören. Nicht nur, daß ich da bestimmt nicht dümmer von werde, wenn er so unterhaltsam lehrt, wie er schreibt, habe ich auch noch viel Vergnügen …
































[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Jörg Kantel, Konstantin Klein erwähnt. Konstantin Klein sagte: Wenn Dummheit nervt, sofort abschalten! http://www.schockwellenreiter.de/blog/2010/01/04/wenn-dummheit-nervt-sofort-abschalten/ [...]
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This post was mentioned on Twitter by jkantel: Neuer Blogpost: Wenn Dummheit nervt, sofort abschalten! http://bit.ly/7UjLIf #SaschaLobo #Medientheorie #Journalismus…
Man könnte meinen, da eine Abneigung rauszuhören…
Ich habe als DLF Hörer die Arbeit von E. Elitz kennen gelernt (gerade im Kulturbereich). Zwar bin ich auch kein S. Lobo Fan, aber im Vergleich zu Elitz (Kanalarbeiter) 50er Jahre Funk (immer feste druff auf alles was irgendwie links ausschaut) ziehe ich den Irokesen allemal vor. Elitz war als Intendant ein Relikt aus der Zeit des kalten Krieges (und dann auch noch in der verschärften Form des Frontstadtberliners). Viele stramm rechte Rundfunker machten sich unter ihm und seinem CSU Chefredakteur im Sender breit.