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Vampire müssen nackt sein (und Kaninchen auch)

Hans Schmid ist von den als Vampirromanen getarnten Keuschheitstraktaten der Mormonin Stephenie Meyers genervt und empfiehlt als Gegengift zu so viel Sexismus und Spießertum den Regisseur Jean Rollin, den Erfinder des Sex-Vampirs. Denn: »Früher konnte man als junger Mensch noch Film-Vampire ohne Beißhemmung sehen, die keine Unterwäsche trugen, damit sie schneller nackt waren.«

Ich will mehr solcher Aufsätze. Mein Beitrag dazu ist eine Erinnerung an einen Film aus dem Jahre 1976, Alice in Wonderland: An X-Rated Musical Fantasy, meines Wissens das einzige pornographische Musical in voller Spielfilmlänge, das damals auch in »normalen« Kinos lief. Einerseits kommt der Film für heutige Verhältnisse völlig unschuldig und harmlos daher (er hat auch noch eine »richtige« Handlung), andererseits ist es kaum denkbar, daß solch ein Film heute den Sprung in die Feuilletons schaffen würde. So sehr hat die Entsexualisierung der Gesellschaft gewirkt, daß eigentlich nur noch seelenlose Hardcore den Markt beherrscht. Auch wenn der Film von damals sicher kein Meisterwerk ist — er ist dennoch ziemlich witzig und besteht eben nicht nur aus einer sinnlosen Abfolge von wildem Gerammel. (Den Film hinter dem Link trotzdem nicht unbedingt während der Arbeitszeit starten.)

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Ein Kommentar

  1. Roland sagt:

    Bei dem Film haben sie wohl nicht nur an der Bekleidung gespart, sondern auch an der Beleuchtung. Ich sehe da nur schwarz.

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